Der neue Crossover von Mazda: Der CX-30 positioniert sich zwischen dem Mazda CX-3 und CX-5. (Foto: © Mazda)

Mazda präsentiert den neuen CX-30

Mobilität - Pkw

Kein Mittelmaß – Mazda positioniert den neuen CX-30 zwischen C3 und C5. Dank üppiger Grundausstattung ist das schicke Kompakt-Crossover für 22.290 Euro eine echte Kampfansage.

Geht es um Marktanteile am Automarkt, fällt die Bilanz für Mazda bescheiden aus. Aktuell tragen 1.9 Prozent der neu zugelassenen Modelle das Mazda-Logo. Geht es aber um Segmentanteile, glänzt die japanische Marke mit seinem C3 und seinem C5 auf einmal mit rund sieben Prozent in der jeweiligen Sparte.

Seinen neuen CX-30 platziert die Marke genau zwischen den beiden. Das neu entwickelte kompakte Crossover-SUV vereint nicht nur das beste aus beiden Welten, sondern ist auch das erste Modell mit dem Skyactiv-X-MOTOR, dem weltweit ersten Serien-Benzinmotor mit Kompressionszündung.

Mazda gut aufgestellt

Der neue CX-30, Heckansicht Foto: © Mazda
Der neue CX-30, Heckansicht Foto: © Mazda

Gerade am Motorenmix, aus dem die Kunden auswählen können, zeigt sich der Weg, den Mazda in Sachen Umwelt gehen möchte: kontinuierliche Verbesserungen an der bestehenden Benzin- und Dieseltechnik, aber auch neue und vor allem andere Wege als die Wettbewerber mit der neuen Kompressionszündung, die Mischung aus Diesel- und Benzintechnik.

Elektromobilität findet durch ein Mild-Hybrid-System statt. In Tokyo enthüllt Mazda ein komplett neues, reines E-Modell. Zudem arbeitet der Konzern an einem Range-Extender mit Kreiskolbenmotor, in der Schublade liegen auch Pläne für ein Wasserstoffantrieb.

Viel Platz im CX-30

Der CX-30 steht auf 16-oder 8-Zoll-Leichtmetallfelgen und passt mit seiner Länge von 4,395 m in das B-Segment (Breite 1,795 m, Höhe 1,54 m). Damit steht er zwischen dem kleineren C3, von dem er die Kompaktheit und die Wendigkeit übernimmt, und dem größeren C5, von dem er die Geräumigkeit hat. Die Insassen haben gut Platz im Inneren, richtig üppig ist es für Fahrer und Beifahrer.

Der Fahrer freut sich über eine digitale Tempoanzeige, Drehzahl und Temperatur rechts und links sind analog. Ein Head-up-Display blendet die wichtigen Funktionen in die Windschutzscheibe ein – und der praktische Info-Lieferant gehört mit zur Basisausstattung.

Gute Leistungen

Wir starten die erste Testfahrt mit dem Diesel. Der hat 85 kW/116 PS und liefert ein Drehmoment von 270 Newtonmetern. Und das Aggregat belegt schon das, was der Benziner mit 90 kW/122 PS und einem Drehmoment von 213 Newtonmetern bestätigt: Der rund 1,4 Tonnen schwere Wagen braucht nicht mehr Leistung. Die bekommt er aber mit dem innovativen Skyactiv-X: Hier bietet der Benziner 132 kW/180 PS.

Neue Kompressionszündung

Der neue Kompressionsmotor von Mazda Foto: © Mazda
Der neue Kompressionsmotor von Mazda Foto: © Mazda

Neu ist hier die Kompressionszündung: Der Motor verdichtet das magere Luft-Gas-Gemisch im Verhältnis 16,3:1. Weil das Gemisch zu mager für eine Entzündung ist, spritzt das System kurz vor der Zündung eine winzige Menge Benzin ein, das dann explosionsartig das Gemisch entzündet. Durch diese Technik lässt sich bis zu 20 Prozent Sprit einsparen.

In den technischen Daten steht ein Verbrauch von 5,9 Litern für die Schaltversion, beim Automatikgetriebe sind es 6,5 Liter. Im kurzen Testloop auf Landstraßen und Stadtverkehr steht allerdings eine 7 für den Schalter vorm Komma – 7,3 Liter. Und für 180 PS wirkt der Wagen ein wenig behäbig.

Souveränes Fahrverhalten

Dafür entschädigt die Optik und der Komfort voll und ganz. Der Wagen rollt gemütlich über den Asphalt und zeigt auch in schnelleren Kurvenfahrten ein souveränes Fahrverhalten. Die Assistenzsysteme reagieren früh, vor allem der distanzgeregelte Tempomat sehr früh. Die Verkehrszeichenerkennung weist die typischen Merkmale auf, an denen auch die Wettbewerber selbst im Premiumbereich scheitern.

Immer wieder mal schleppen sie Infos von vorherigen Straßen mit oder zeigen Tempolimits an, die für Nebenstrecken gelten. Hier gilt: Das System ist eine ausgezeichnete Unterstützung für den Fahrer, verlassen sollte er sich aber auf die Angaben nicht.

Ab 2020 kommt ein Cargo-System

430 Liter passen in den Kofferraum des neuen CX-30 Foto: © Mazda
430 Liter passen in den Kofferraum des neuen CX-30 Foto: © Mazda

430 Liter passen in den normalen Kofferraum. Ab nächstes Jahr bietet Mazda zudem ein Cargo-System an, das das flexible Verstauen von Koffern und anderen Gegenständen erlaubt. Rund 600 Kilogramm kann der leere CX-30 aufnehmen.

Harmonisches Design

Gefällige Optik: der neue CX-30 Foto: © Mazda
Gefällige Optik: der neue CX-30 Foto: © Mazda

Rein optisch hat Mazda sein kompaktes Crossover-SUV stylisch gestaltet. Vor allem in dem Mazda-Rot (Magmarot Metallic) macht der Wagen eine tolle Figur und glänzt durch geschickte Linienführung, das durch Reflexionen mit Licht und Schatten spielt. Kodo nennt Mazda selbst die hinter stehende Design-Philosophie, die für ein harmonisches Zusammenspiel aller Komponenten sorgt.

Fazit

Mazda hat ein schickes Crossover auf die Räder gestellt, das 2020 rund 20.000 Käufer finden soll. Ein realistisches Ziel, weil der CX-30 gefällig daherkommt und auf der Straße einen guten Fahreindruck hinterlässt. Vor allem durch üppige Extras wie Klimaanlage, Navi oder Head-up-Display schon in der Basisausstattung ist der Bruttopreis von 22.190 Euro für den Benziner eine echte Kampfansage an die Wettbewerber.

Text: / handwerksblatt.de

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