Herausragendes Engagement im Handwerk: Bundesverdienstkreuz für Rudi Müller
Bundesverdienstkreuz für Rudi Müller: Der Schreinermeister war viele Jahre Präsident der HWK Trier und hat sich früh auf ökologisches Bauen spezialisiert. Überreicht wurde die Auszeichnung von Landeswirtschaftsministerin Daniela Schmitt.
Für sein jahrzehntelanges und herausragendes Engagement für das Handwerk, die Wirtschaft und die Gesellschaft hat Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt am 6. Februar das Bundesverdienstkreuz an Rudolf (Rudi) Müller aus Pluwig (Landkreis Trier-Saarburg) überreicht. Die Auszeichnung wird im Namen des Bundespräsidenten vergeben.
"Rudolf Müller steht beispielhaft für ein Handwerk, das Verantwortung übernimmt – für Menschen, für die Region und für die Zukunft", betonte Ministerin Schmitt. "Er hat früh erkannt, dass wirtschaftlicher Erfolg, ökologische Verantwortung und gesellschaftliches Engagement zusammengehören."
Der berufliche Weg des 74-Jährigen sei eng mit dem rheinland-pfälzischen Handwerk verbunden, betonte die Ministerin. Bereits mit 13 Jahren begann er seine Schreinerlehre, legte die Meisterprüfung ab und übernahm 1981 den elterlichen Betrieb in dritter Generation.
Ein Vorreiter für ökologisches Bauen
Foto: © Wirtschaftsministerium RLPSchon in den 1980er-Jahren spezialisierte sich Müller auf ökologisches Bauen, studierte Baubiologie in Rosenheim und machte seine Schreinerei zu einem Vorreiter für schadstofffreies, nachhaltiges Wohnen. Sein Betrieb wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz. Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit engagierte sich Müller mit großer Kontinuität ehrenamtlich – insbesondere für die berufliche Ausbildung junger Menschen und die Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt. Sein Betrieb wurde im Jahr 2000 mit dem Landespreis für beispielhafte Beschäftigung Schwerbehinderter ausgezeichnet.
Ein Schwerpunkt seines Wirkens lag im Handwerksehrenamt. Von der Arbeit im Junghandwerk über zahlreiche Prüfungsausschüsse bis hin zum Präsidentenamt der Handwerkskammer Trier prägte Müller über Jahrzehnte die Entwicklung des Handwerks in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus.
Von 2005 bis 2024 stand er an der Spitze der Handwerkskammer Trier, die er in dieser Zeit maßgeblich modernisierte. Ein sichtbares Zeichen dafür sei der "Campus Handwerk", der 2022 als bundesweit erste überbetriebliche Berufsbildungsstätte im Passivhausstandard eröffnet wurde.
"Das Handwerk immer weitergedacht"
Auch auf europäischer Ebene setzte Müller wichtige Impulse. Als Präsident des Interregionalen Rats der Handwerkskammern der Großregion förderte er grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Anerkennung handwerklicher Abschlüsse. Zudem engagierte er sich in Wissenschaft, Hochschule, Kommunalpolitik und zahlreichen gesellschaftlichen Organisationen.
"Rudolf Müller hat das Handwerk nie nur verwaltet, sondern immer weitergedacht", so Ministerin Schmitt. "Mit Ausdauer, Haltung und der Fähigkeit, Menschen mitzunehmen. Dafür gebührt ihm unser Dank – und diese hohe Auszeichnung."
Mit dem Bundesverdienstkreuz würdigt der Bundespräsident ein Lebenswerk, das das Handwerk, das Land Rheinland-Pfalz und die Gesellschaft nachhaltig geprägt hat.
Quelle: Wirtschaftsministerium RLP
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Text:
Kirsten Freund /
handwerksblatt.de
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