Holzwärme kann nach Aussage der Heizungsbranche einen großen Beitrag zur CO2-Verminderung leisten.

Holzwärme kann nach Aussage der Heizungsbranche einen großen Beitrag zur CO2-Verminderung leisten. (Foto: © welcomia/123RF.com)

Heizungsbranche will auf Holzwärme setzen

Politik

Vier Verbände der Heizungsbranche setzen sich gegenüber der Politik für Nutzung von Holzwärme ein. Erneuerbare Wärme aus Holz könne fossile Energien im Gebäudebestand aber auch im industriellen Bereich ersetzen.

Vertreter des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) , des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), des Bundesverbands Bioenergie (BBE) sowie des Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) haben sich gegenüber der Politik für eine klimapolitische Initiative pro Holzwärme ausgesprochen.

Derzeit betrage der Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt rund 14 Prozent. Davon entfielen 65 Prozent auf die thermische Verwertung von Holz. "Erneuerbare Wärme aus Holz kann fossile Energien im Gebäudebestand aber auch im industriellen Bereich substituieren. Ferner liegt Holz mit einem Anteil von 130 TW/h am Endenergieverbrauch deutlich über dem Anteil der Windkraft", betonte Artur Auernhammer, BBE-Vorstandsvorsitzender.

Beitrag zur CO2-Minderung

"Holz wird in deutschen Wäldern nachhaltig erwirtschaftet, ist speicherbar und kann mit der heute zur Verfügung stehenden Heiztechnik sauber und effizient einen großen Beitrag zur CO2-Minderung leisten“, erläuterte BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke. Es sei daher erforderlich, dass Politik, Industrie, Handwerk und Wissenschaft im Rahmen in einer nationalen Strategie für Holzwärme gemeinsam über die Rolle der Holzwärme im künftigen Energiemix beraten.

Technisch könne Holzwärme zudem auch im Neubau eine sinnvolle Ergänzung zur Wärmepumpe oder zur Brennwerttechnik sein. Christiane Wodtke, Präsidentin des HKI: "Ohne die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder zu beeinträchtigen, lässt sich der Beitrag der Holzwärme zur Erreichung der Klimaziele 2030 und 2050 deutlich erhöhen“.

Handwerk unterstützt und setzt um

Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK, betonte die Rolle des Handwerks in einer solchen Strategie: "Im Handwerk verfügen wir über das Know-how, moderne und effiziente Holzheizkessel und auch Einzelraumfeuerstätten fachgerecht zu installieren. Wir stehen einer nationalen Strategie Holzwärme als Mittler und Unterstützer zur Verfügung."

 

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima ist die Standesorganisation von über 50.000 Handwerksbetrieben mit über 370.000 Beschäftigten. Der Jahresumsatz des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks lag 2018 bei 44,6 Milliarden Euro. Die 24.000 Innungsbetriebe erwirtschafteten mit ihren 215.000 Beschäftigten fast zwei Drittel des Gesamtumsatzes.

Der Bundesverband Bioenergie ist der Dachverband des bundesdeutschen Bioenergiemarktes. Im BBE sind die Marktakteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette des biogenen Strom-, Wärme- und Kraftstoffmarktes organisiert: vom Biomasseanbau und ihrer Bereitstellung über den Maschinen- und Anlagenbau bis hin zu der Planung und dem Betrieb von Bioenergieanlagen in den unterschiedlichen Sektoren.

Die im Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie organisierten Unternehmen produzieren Heizsysteme wie Holz-, Öl- oder Gasheizkessel, Wärmepumpen, Solaranlagen, Lüftungstechnik, Steuer- und Regelungstechnik, Klimaanlagen, Heizkörper und Flächenheizung/-kühlung, Brenner, Speicher, Heizungspumpen, Lagerbehälter, Abgasanlagen und weitere Zubehörkomponenten. Die Mitgliedsunternehmen des BDH erwirtschafteten im Jahr 2018 weltweit einen Umsatz von ca. 15,1 Milliarden Euro und beschäftigten rund 75.400 Mitarbeiter. Auf den internationalen Märkten nehmen die BDH-Mitgliedsunternehmen eine Spitzenposition ein und sind technologisch führend.

Der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik vertritt die Hersteller von häuslichen Heiz- und Kochgeräten sowie Großkücheneinrichtungen. Ihm gehören mehr als 200 Mitglieder mit ca. 60.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rd. 8,5 Mrd. Euro an.
Quelle: ZVSHK

Text: / handwerksblatt.de

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