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KAUSA: Junge Geflüchtete und Migranten in Ausbildung bringen

Rheinland-Pfalz fördert die KAUSA-Servicestellen der Handwerkskammern des Landes bis 2024. Sie sind Anlaufstellen für Betriebe sowie für Jugendliche und Eltern mit Flucht- und Migrationshintergrund bei Fragen rund um das Thema Ausbildung.

Das Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz fördert die KAUSA-Landesstelle der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz für die Jahre 2021 bis 2024 mit rund 338.000 Euro. KAUSA steht für "Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration". Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt hat am 22. November bei der Handwerkskammer Koblenz den Bewilligungsbescheid überreicht.  

Die von Bund, Land und Handwerkskammern finanzierte KAUSA-Landesstelle berät an den Handwerkskammern in Koblenz, Trier, Kaiserslautern und Mainz junge Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund zu Ausbildungsmöglichkeiten oder vorgelagerten Praktika, Sprachschulungen sowie weiteren vorbereitenden Kursen und Maßnahmen.

Die Berater sind Ansprechpartner für Unternehmen und Eltern. Ziel der KAUSA-Landesstelle ist die Integration Jugendlicher mit Migrations- und Fluchthintergrund in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, um ihnen einen guten Start mit Zukunftsperspektive zu ermöglichen.

KAUSA-Servicestellen: Im Februar 20217 wurde in Rheinland-Pfalz die erste KAUSA-Servicestelle gegründet und die vier rheinland-pfälzischen Handwerkskammern mit der Umsetzung der Aufgaben betraut. Die Handwerkskammer (HwK) Koblenz ist Projektleiter. KAUSA-Servicestellen gibt es nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern bundesweit

"Rheinland-Pfalz ist ein Land mit Willkommenskultur"

"Wir wollen jungen Menschen Chancen geben. Wir wollen sie auf dem Weg zu einer Ausbildung begleiten und ihnen einen guten Start mit Zukunftsperspektive in Rheinland-Pfalz ermöglichen", sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt bei der Übergabe des Bewilligungsbescheids.

"Rheinland-Pfalz ist ein Land mit Willkommenskultur", sagte die Ministerin. Menschen mit Migrationsgeschichte würden entscheidend zur wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Entwicklung des Landes beitragen. Schmitt dankte den Handwerkskammern, "die mit der Beratung über die KAUSA-Stellen eine wichtige Aufgabe für ein gutes Miteinander in Wirtschaft und Gesellschaft übernehmen".

Gerade mit Blick auf die wirtschaftliche Situation und den hohen Fachkräftebedarf müsse man Nachwuchskräften zeigen, dass sie willkommen sind. "Genau hier knüpft die Arbeit der KAUSA-Landesstelle an. Das spezielle Beratungs- und Informationsangebot soll diese Willkommenskultur transportieren", so Schmitt.

Förderer: Die KAUSA-Landesstelle wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative Bildungsketten sowie vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz gefördert. Begleitet wird das Projekt von der bundesweiten Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration (KAUSA), die zu der Initiative Bildungsketten im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gehört.

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Text: / handwerksblatt.de

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