Andreas Ehlert, Vorsitzender des Aufsichtsrats der VH, nutzte die Jubiläumsfeier in München für einen Blick in die Historie der Verlagsanstalt.

Andreas Ehlert, Vorsitzender des Aufsichtsrats der VH, nutzte die Jubiläumsfeier in München für einen Blick in die Historie der Verlagsanstalt. (Foto: © Robert Lüdenbach / DHB)

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Ein Leuchtturm für den Wirtschaftsbereich Handwerk

Panorama

Die Verlagsanstalt Handwerk feierte am Rande der Internationalen Handwerksmesse in München ihren 100. Geburtstag. Über 120 Freunde des Handwerks feierten mit.

100 Jahre alt, aber keineswegs betagt, sondern immer auf dem Stand der Zeit. Seit 1926 besteht die Verlagsanstalt Handwerk, kurz VH – heute verlegt sie in erster Linie Medien für den handwerklichen Mittelstand. Ein solches Jubiläum muss gefeiert werden. Die Internationale Handwerksmesse in München bot dafür den passenden Rahmen. Über 120 Freunde des Handwerks begrüßte Dr. Rüdiger Gottschalk, Geschäftsführer der VH, im Wirtshaus in der Au an der Lilienstraße, um mit ihnen Geburtstag zu feiern.

Andreas Ehlert, Vorsitzender des Aufsichtsrats der VH, nutzte die Gelegenheit für einen Blick in die Historie der Verlagsanstalt. Er beschrieb den Gründungsmoment, als sechs Männer im Juni den Verlag starteten, als "die Stunde Null". Hintergrund sei eine große, aber sehr klare Vision gewesen: "Man wollte in den Nachwehen des Ersten Weltkriegs Bücher, Verlagswerke, Formulare für das Handwerk herstellen und verbreiten." Die Verlagsanstalt Handwerk war geboren.

Viele erfolgreiche Momente

Es folgten viele erfolgreiche Momente, von den ersten zaghaften Versuchen, ein einheitliches wirtschaftspolitisches Presseorgan zu etablieren, bis zum ersten Erscheinen der "Westdeutschen Handwerks und Gewerbezeitung" mit regionaler Berichterstattung in unterschiedlichen Lokalteilen. Ehlert: "Davon profitieren wir noch heute, dass auch das Deutsche Handwerksblatt regional berichtet, was in den einzelnen Kammern passiert. "Es gibt einen Regionalteil, einen Landesteil und einen Bundesteil, schön sortiert, dass man dann auch weiß, was vor der eigenen Haustür passiert."

Es folgten dunklere Jahre nach der Machtergreifung der Nazis, in denen sich die VH dem Zeitgeist beugte und keinen Widerstand leistete, so Ehlert. "Aber in der Zeit danach setzte dann das Verlagshaus weiter auf Expansion. Die Zeitung wuchs und wuchs und wuchs." In den 90er-Jahren erhielt sie ihren heutigen Namen "Deutsches Handwerksblatt". Sie wurde danach immer weiter vorwärts entwickelt, berichtete Ehlert.

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Aus der klassischen Zeitung wurde ein modernes Magazin

Die Printpalette wurde kleiner und es kamen neue, digitale Produkte dazu. "Angebote, die das Handwerk direkt zu den Menschen bringen, immer nah an den Betrieben." 2023 dann die vorerst letzte große Umstellung: Aus der klassischen Zeitung wurde nun in fast allen Kammerbezirken ein modernes Magazin, das es vorher nur in den fünf östlichen Bezirken gab. "Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Magazin, so wie wir es heute kennen, überzeugt durch seine Modernität mit einer Haptik mit hohem Qualitätsanspruch", betonte Ehlert.

"100 Jahre Verlagsanstalt, das bedeutet, ein Jahrhundert publizistischer Begleitung für Betriebe, für Meisterinnen und Meister, für Gesellen und Azubis", erklärte Torsten Uhlig. "Ich schaue mit besonderer Wertschätzung, Anerkennung und Respekt auf diese Leistung. Je länger ich so die Arbeit der Verlagsanstalt verfolge, desto mehr erkenne ich die handwerkliche Nähe zwischen Redaktion und Werkstatt. Journalismus ist auch ein Stück Handwerk", so der Vorstandsvorsitzende der Signal Iduna.

Eine Bühne für das Handwerk

Das Deutsche Handwerksblatt sei kein gewöhnliches Medium. Uhlig nannte es "ein parlamentarisches Journal des Wirtschaftsbereichs Handwerk" und "Orientierungsgeber und Übersetzer komplexer Themen mit verständlicher Sprache". Das Blatt biete eine Bühne für das Handwerk und verbinde dabei Tradition mit Innovation. "Das haben Sie wunderbar geschafft. Sie sind in Ihrer Branche ein Leuchtturm geworden und das erfordert Respekt. Meine Überzeugung ist, der Reichtum in dieser Gesellschaft entsteht durch Menschen, die etwas können, und durch Institutionen, die diese Menschen sichtbar machen und sie begleiten. Und genau diese Aufgabe, diesen Menschen eine Stimme zu geben, werden Sie mit der Verlagsanstalt Handwerk mehr als gerecht.

Fotos: 100 Jahre VH – Feier in München

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100 Jahre VH: Feier in München
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100 Jahre VH: Feier in München
Sandra Hunke, Handwerkerin, Mutter, Model und Buchautorin, eröffnete den Abend. (Foto: © Robert Lüdenbach / DHB )
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„100 Jahre Verlagsanstalt, das bedeutet, ein Jahrhundert publizistischer Begleitung für Betriebe, für Meisterinnen und Meister, für Gesellen und Azubis“, erklärte Torsten Uhlig, Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna. (Foto: © Robert Lüdenbach / DHB )
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Andreas Ehlert, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Verlagsanstalt Handwerk, nutzte die Gelegenheit für einen Blick in die Historie der Verlagsanstalt. (Foto: © Robert Lüdenbach / DHB )
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Über 120 Freunde des Handwerks begrüßte Dr. Rüdiger Gottschalk, Geschäftsführer der VH, im Wirtshaus in der Au an der Lilienstraße, um mit ihnen Geburtstag zu feiern. (Foto: © Robert Lüdenbach / DHB )
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Text: / handwerksblatt.de

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