Kongress in München: Miss und Mister Handwerk 2026 gewählt
Auf dem Kongress Zukunft Handwerk in München wurden Bestatterin Emily Maichle und Stuckateur Maximilian Buerger zu Miss und Mister Handwerk 2026 gewählt. Sie werden nun das Handwerk für ein Jahr repräsentieren.
Es ist wieder soweit, zum 16. Mal steht die Wahl von Miss und Mister Handwerk auf dem Kongress Zukunft Handwerk im ICM München an. Es ist Anfang März, draußen ist es noch kalt und neblig, während drinnen der Trubel schon am Vortag der eigentlichen Wahl am Mittwoch, 4. März, groß ist. Elf der zwölf Kandidatinnen und Kandidaten sind schon da – nur Fliesen,- Platten- und Mosaikleger Danilo Kneiss fehlt krankheitsbedingt noch, er wird am nächsten Morgen nachkommen.
Die Freude über das Wiedersehen ist groß, die Stimmung entspannt, als es am frühen Abend zur Probe erstmals auf das Messegelände geht. Es ist nicht mehr viel Zeit bis zur Wahl, aber es will noch viel organisiert und geklärt werden, ehe am Ende die beiden Jury-Mitglieder Torsten Uhlig, Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna, und Kai Swoboda, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der IKK classic, die beiden Gewinner verkünden werden.
Zwölf Gewinner – zwei Titelträger
Auch wenn nur zwei den Titel tragen, alle Finalistinnen und Finalisten sind großartige Vertreter des Handwerks. Für die Finalistinnen und Finalisten eine gefühlte Ewigkeit haben die zehn Jury-Mitglieder gebraucht, um zu ihrer Entscheidung zu kommen. Zu einer "knappen Entscheidung", wie Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf, später am Abend bei der After-Wahl-Party im "Wirtshaus in der Au" sagt, wo gleichzeitig 100 Jahre Verlagsanstalt Handwerk gebührend gefeiert werden. Ehlert wird noch deutlicher: "Es war noch nie zuvor so eng, dass wir als Jury gesagt haben, dass es im Grunde jeder und jede hätten werden können." Aber das geht natürlich nicht, denn auch bei der 16. Wahl kann es nur zwei geben – Bestatterin Emily Maichle aus Geislingen auf der Steige in Baden-Württemberg ist Miss Handwerk 2026, Stuckateur Maximilian Buerger aus Wetter an der Ruhr ist Mister Handwerk 2026. Sie haben sich am Ende gegen die starke Konkurrenz dieser Runde durchgesetzt.
Der Weg dahin war für das Duo ein langer – von der Bewerbung über die erste Voting-Phase, dann die Nachricht, eine Runde weitergekommen zu sein, das Kalender-Shooting, das Final-Voting und schließlich die Anreise nach München. Ein fraglos aufregender Ritt für alle zwölf Kandidatinnen und Kandidaten. Die Zeit des Wettbewerbs war gespickt mit aufregenden Aktionen von und mit den Sponsoren Signal Iduna, der IKK classic sowie Fiat Professional, Elten und BP Workwear. Den beiden Siegern winkt nun eine Reise mit dem 1.000-Euro-Gutschein von schauinsland-reisen. Bei all dem Trubel wird aber eines deutlich – die Stimmung untereinander ist gut. Oder wie Kandidatin Anne-Katharina Blatter-Miredin, Konditorin aus der Bodensee-Region, es kurz vor dem Probedurchlauf sagt: "Müde, aufgeregt – aber positiv!"
Spannung, Freude und Gewinne
Foto: © Thomas PlettenbergEs kann nur zwei geben, das wissen alle. Und so präsentieren sie sich am Wahlnachmittag auf der Bühne möglichst frisch und sympathisch, um die Jury von sich und ihrem Gewerk zu überzeugen. Emily Maichle und Maximilian Buerger können es dann kaum fassen, als sie auf die Bühne gerufen werden, um die goldenen Helme und die Schärpen zu bekommen – und sich auch über den Reisegutschein von schauinsland-Reisen freuen.
"Ich bin völlig überwältigt, habe es noch gar nicht so richtig begriffen", sagt die Bestatterin auf dem Weg zur Wahl-Party. Für die junge Frau ist es eine "riesige Chance, vor allem jungen Menschen das Bestatterhandwerk und das Handwerk an sich näher zu bringen". Genau wie Mister Handwerk freut sie sich auch über ein Auto von Fiat Professional, das ihren Bedürfnissen entsprechend ausgestattet und ihr für ein Jahr zur Verfügung gestellt wird. "Den kann ich super gebrauchen, gerade für Blumen und Deko", sagt sie. Zur Wahl begleitet hat sie ihr Vater. "Papa freut sich riesig für mich", sagt Emily Maichle lachend.
Stuckateurhandwerk: Azubizahlen steigern und begeistern
Die Spannung sei weg, sagt hingegen Maximilian Buerger. "Ich bin wieder ruhiger, freue mich jetzt sehr auf das kommende Jahr, ich stehe für mein Gewerk und möchte Menschen ansprechen und dafür begeistern", sagt der junge Meister. Begleitet haben ihn Oliver Hartmann und Dirk Berkemeyer vom Stuckateurverband NRW.
"Es geht mir auch darum, die Zahl der neuen Azubis im Stuckateurhandwerk zu steigern. Wir haben zuletzt bundesweit nur 800 bis 850 Azubis gehabt, da geht mehr", ist Mister Handwerk überzeugt. Natürlich kann auch er den Wagen von Fiat Professional in seinem Arbeitsalltag sehr gut gebrauchen. Was hingegen die Reise angeht, ist er, genau wie auch Miss Handwerk Emily Maichle, noch unentschieden. "Das werden wir sehen, jetzt wird erst einmal gefeiert", sagen beide unisono.
Die Staffel rund um Miss & Mister Handwerk 2027 ist schon gestartet. Noch bis zum 30. April können sich Handwerkerinnen und Handwerker für die nächste Runde bewerben. Das Voting läuft noch bis zum 25. Mai. Selbst mitmachen oder für die Favoriten stündlich abstimmen – das Handwerk sucht seine Botschafter für das Jahr 2027!
missmisterhandwerk.de/bewerbung
Die JuryDie Jury bestand in diesem Jahr aus: Katja Lilu Melder (Miss Handwerk 2025), Marius Karl Hanten (Mister Handwerk 2025), Andreas Ehlert (Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf), Carola Zarth (Präsidentin der Handwerkskammer Berlin), Torsten Uhlig (Vorstandsvorsitzender der SIGNAL IDUNA), Kai Swoboda (stellvertretender Vorstandsvorsitzender der IKK classic), Louis Sütterlin (Sales Animation Manager FIAT Professional), Daniel Blümel (Marketing und Unternehmenskommunikation ELTEN Sicherheitsschuhe), Jan Sielemann (Leitung Marketing BP Workwear) und Claudia Stemick (Deutsches Handwerksblatt, Verlagsanstalt Handwerk)
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Text:
Wolfgang Weitzdörfer /
handwerksblatt.de
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