In diesem Jahr läuft die Internationale Handwerksmesse (IHM) in München unter dem Motto "Mit dem Handwerk gestalten wir Deutschlands Zukunft".

In diesem Jahr läuft die Internationale Handwerksmesse (IHM) in München unter dem Motto "Mit dem Handwerk gestalten wir Deutschlands Zukunft". (Foto: © GHM)

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Dittrich und Reiche eröffnen Internationale Handwerksmesse

Handwerkspräsident Jörg Dittrich hat die Internationale Handwerksmesse und den Kongress Zukunft Handwerk gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche eröffnet.

In diesem Jahr läuft die Internationale Handwerksmesse (IHM) in München unter dem Motto "Mit dem Handwerk gestalten wir Deutschlands Zukunft". Bei der Eröffnung der IHM und der  Kongressveranstaltung Zukunft Handwerk betonte Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU), dass Deutschland nicht nur ein Land der Dichter und Denker sei, sondern auch der Tüftler und Meister, Gesellen und Familienunternehmen sei. "Es ist ein Land derer, die mit Kopf, Herz und Hand tagtäglich Werte schaffen", sagte Reiche. Das Handwerk sei eine tragende Säule der Volkswirtschaft.

Über 70 Prozent der Handwerksbetriebe seien Personenunternehmen, die ihren Arbeitsstandort anders als viele Großkonzerne nicht "einfach mal so" verlagern. "Sie investieren, wenn andere zögern. Sie bilden aus, wenn andere klagen, dass es keine Fachkräfte gibt. Sie übernehmen Risiko, damit Wohlstand entsteht. Die Politik müsse dankbar sein, dass so viele Handwerksunternehmer in ihren Betrieb investieren und für Beschäftigung sorgen. Reiche: "Dafür gilt es danke zu sagen, aber ihnen nicht täglich ans Schienbein zu treten.

Reiche gegen Vermögen- und Erbschaftsteuern

Wenn in Berlin über Steuererhöhungen oder zusätzliche bürokratische Hürden gesprochen werde, sei das einer Belastung für die Lebensleistung der Unternehmer, das Familienvermögen und die Zukunftschancen ihrer Kinder. Reiche versprach, sich darum kümmern zu wollen, dass Meisterinnen, die Kinder bekommen, besser unterstützt werden. Außerdem will sie Betriebsübergaben erleichtern. Sie dürften nicht an steuerlichen Hürden und überzogenen Auflagen scheitern. "Deswegen werde ich alles tun, dass Vermögen- und Erbschaftsteuern nicht kommen."

Reiche wolle den Betrieben mehr Vertrauen schenken und kündigte verschiedene Bürokratieentlastungen an. Dazu müssten Steuern und Abgaben so gestaltet sein, dass sich Leistung lohne. "Eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes der Einkommensteuer, die direkt gegen Ihre Betriebe geht, lehne ich ab." Die Bundesregierung plane, die Lohnzusatzkosten zu senken und Spielräume zu schaffen, damit Neuanstellungen und Ausbildung nicht bestraft, sondern belohnt werden. Zudem kündigte sie eine Reform des Arbeitszeitrechts mit flexibleren Regeln an.

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"Freiräume ermöglichen Wachstum"

Zuvor unterstrich Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, die Bedeutung des Handwerks in Deutschland. "Das Handwerk gestaltet Zukunft ganz aktiv mit, und zwar eine tragfähige", unterstrich Jörg Dittrich, sagte er. "Im Handwerk schaffen wir Werte, die Bestand haben. Genau daraus erwächst unser Selbstverständnis." Damit die Handwerksbetriebe mit ihren Beschäftigten ihre ganze Wirtschafts- und Gesellschaftskraft zum Nutzen Deutschlands einbringen könnten, seien Standortbedingungen notwendig, die das zulassen.

"Um Zukunft gestalten zu können, braucht es Freiräume, diese Freiräume ermöglichen Wachstum. Das gilt im Handwerk und das muss auch Leitlinie staatlichen Handelns sein." Wer die deutsche Wirtschaft wieder aus der Talsohle herausmanövrieren und die Gesellschaft zeitgleich zusammenhalten wolle, müsse Belastungen reduzieren und Freiheiten ermöglichen. "Nicht jede Eventualität braucht neue Absicherungen und Dokumentationspflichten. Entscheidend ist, Prioritäten so zu setzen, dass Beschäftigte und Betriebe Zeit und Kraft für ihre eigentliche Arbeit gewinnen. Deshalb brauchen wir entschlossene Reformen, die Hemmnisse abbauen, Ineffizienzen auflösen und die Realitäten anerkennen."

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Text: / handwerksblatt.de

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