Kfz-Händler müssen wachsam sein: Kriminelle täuschen Betriebe und deren Kunden. Der ZDK hofft auf Unterstützung durch das Bundeskriminalamt.

Kfz-Händler müssen wachsam sein: Kriminelle täuschen Betriebe und deren Kunden. Der ZDK setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt. (Foto: © zinkevych/123RF.com)

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Autokauf: Kfz-Gewerbe warnt vor massiver Betrugswelle

Fake-Webseiten, gestohlene Identitäten und manipulierte Dokumente: Das Kfz-Gewerbe warnt Verbraucher und Autohäuser vor einer neuen Betrugswelle. Der Verband ZDK ruft Händler zur Wachsamkeit im Tagesgeschäft auf.

Im Kfz-Gewerbe häufen sich seit einiger Zeit die Betrugsfälle. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) warnt daher vor den kriminellen Machenschaften: "Kriminelle nutzen gezielt digitale Plattformen, täuschend echte Fake-Webseiten, gestohlene Identitäten und manipulierte Dokumente, um sowohl Autohäuser als auch Kundinnen und Kunden zu täuschen."

Die Folge seien nicht finanzielle Verluste, sondern auch erhebliche Schäden am Ansehen der betroffenen Betriebe. "Betrug im Autohandel ist heute hochgradig digitalisiert, arbeitsteilig organisiert und oft erst auf den zweiten Blick erkennbar", erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn.

Die Täter würden sich gezielt auf gewerbliche Betriebe fokussieren und seien häufig international vernetzt.

Das sind die typischen Maschen:

✔️ Täuschend echte Händlerprofile

✔️ Manipulierte Online-Inserate

✔️ Gefälschte Zahlungsnachweise 

✔️ Identitätsdiebstahl 

✔️ Verschleierte Fahrzeugmängel

➡️ Immer häufiger würden reale Unternehmen missbraucht, indem unter ihrem Namen Fahrzeuge angeboten werden, die nie in ihrem Besitz waren. 

Die Betrüger bieten die Fahrzeuge populärer Marken zu besonders günstigen Preisen an. Häufig drängen sie auf Vorkasse. 

ZDK ruft zur Wachsamkeit auf

Der ZDK ruft Kfz-Betriebe zu erhöhter Wachsamkeit im Tagesgeschäft auf. Klare interne Prozesse, das Vier-Augen-Prinzip, konsequente Prüfungen von Geschäftspartnern sowie verbindliche Zahlungs- und Übergaberegeln seien entscheidend, um Risiken wirksam zu minimieren.

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssten kontinuierlich geschult werden, damit sie bei Verdachtsfällen konsequent reagieren und diese umgehend melden.

Gemeinsam mit dem BKA gegen organisierte Betrugsstrukturen

Bei international organisierten Betrugsdelikten würde die Branche aber zunehmend an Grenzen stoßen, berichtet ZDK-Präsident Peckruhn. Der Verband fordert ein entschlossenes gemeinsames Vorgehen von Politik, Wirtschaft und Strafverfolgungsbehörden. "Dazu gehören insbesondere der Ausbau spezialisierter Ermittlungsstrukturen im Bereich Cybercrime, strengere Mindeststandards für Online-Plattformen sowie mehr Aufklärung und rechtssichere digitale Identifikationsverfahren."

In einem Schreiben an den Präsidenten des Bundeskriminalamtes (BKA) hat Peckruhn auf die zunehmende Professionalität der Täter hingewiesen, einen intensiveren Informationsaustausch zwischen den relevanten Institutionen gefordert und zugleich die enge Mitwirkung des ZDK bei der Bekämpfung von Betrugsdelikten im Autohandel angeboten. "Je verlässlicher und sicherer die Rahmenbedingungen sind, desto stärker können wir uns als Kfz-Gewerbe auf unseren Kernauftrag konzentrieren: bezahlbare Mobilität mit klaren Qualitätsstandards zuverlässig für Verbraucher und Wirtschaft sicherzustellen", so Peckruhn.

Quelle: ZDK

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Text: / handwerksblatt.de