Pkw-Neuzulassungen nehmen zu. Alternative Antriebe spielen immer noch eine verschwindend geringe Rolle, aber ihr Anteil steigt, berichtet die dena. (Foto: © Brian Jackson/123RF.com)

Benziner und Diesel bleiben an der Spitze

Betriebsführung

Der Monitoringbericht der deutschen Energie-Agentur zeigt: der Anteil an neu zugelassenen Fahrzeugen mit alternativem Antrieb steigt stetig, aber auf relativ niedrigem Niveau.

Im Oktober 2019 stieg der Marktanteil der neu zugelassenen Fahrzeuge mit alternativem Antrieb auf ein Rekordhoch von erstmals über zehn Prozent. Im Umkehrschluss bedeutet dies allerdings, dass fast 90 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge immer noch Benziner oder Diesel sind.

Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Monitoringbericht "Alternative Antriebe in Deutschland" der deutschen Energie-Agentur (dena). In den ersten drei Quartalen von 2019 wurden 2,74 Millionen Pkw zugelassen, das sind 66.740 mehr als im Vorjahreszeitpunkt, was ein Plus von 2,5 Prozent ergibt. Davon besitzen 223.592 einen alternativen Antrieb, also einen Erdgas-, Flüssiggas-, Hybrid- oder Elektroantrieb, das sind 88.214 Pkw mehr als noch 2018, eine Steigerung um 65,2 Prozent. Ihr Anteil nahm laut dena von 5,1 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 8,2 Prozent zu.

Benziner nehmen ab, Diesel legen zu

Der Anteil der Benziner nahm zwar im gleichen Zeitraum um 5,5 Prozent ab, liegt aber immer noch bei 1,63 Millionen Pkw und hat damit einen Marktanteil von 59,5 Prozent. Angestiegen ist sogar der Anteil an neu zugelassenen Dieselfahrzeugen um 3,6 Prozent auf 885.856 Pkw. Ihr Marktanteil erhöhte sich damit um ein Prozent auf 32,3 Prozent im Vergleich zu 2018.

Bei den Fahrzeugen mit alternativem Antrieb waren Hybride und Elektroautos besonders beliebt. Es wurden 47.903 rein batteriebetriebene Pkw zugelassen, 23.329 mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit wurden in den ersten drei Quartalen 2019 mehr Stromer neu zugelassen als im gesamten Jahr 2018 mit 36.062 Elektroautos.

Plug-in-Hybriden ohne Lademöglichkeit sind begehrt

Plug-in-Hybriden wurden 26.487 im gleichen Zeitraum neu zugelassen, zum Vergleich: 2018 waren es 25.567. Zurückgegangen sind hingegen die Neuzulassungen der Erdgasfahrzeuge auf 5.237 Pkw, im Vorjahreszeitraum waren es noch 10.057 Pkw. Die Neuzulassungen von Flüssiggasfahrzeugen legten kräftig zu von 3.616 Pkw im Jahr 2018 auf 6.950 Pkw in diesem Jahr.

Eine totale Außenseiterrolle spielen Brennstoffzellen-Pkw. Im genannten Zeitraum 2019 wurden 151 dieser Pkw neu zugelassen, das entspricht einem Marktanteil von 0,01 Prozent.

Bayern ist besonders alternativ

Der Oktober 2019 war für die Fahrzeuge mit alternativem Antrieb besonders golden: 32.227 Pkw wurden neu zugelassen, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahresoktober mit 14.996 Pkw. Damit haben sie erstmals einen zweistelligen Marktanteil von 11,3 Prozent erreicht. Spitze sind hier vor allem Hybride ohne Lademöglichkeit, sie haben mit 60,3 Prozent nach wie vor den größten Anteil an den alternativen Antrieben.

Die meisten Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sind mit 54.763 Pkw in Bayern, mit 43.164 Pkw in Nordrhein-Westfalen und mit 37.099 Pkw in Baden-Württemberg neu zugelassen worden. Übrigens wurden die meisten Fahrzeuge mit alternativem Antrieb in den ersten drei Quartalen 2019 im Segment der SUVs neu zugelassen: 43.164 Pkw. Das entspricht jedoch nur einem Anteil von 7,7 Prozent der insgesamt neu zugelassenen SUVs.

 

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Quelle: dena

Text: / handwerksblatt.de

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