Der Münchner IT-Dienstleister handz.on hat mit seinem Chatbot "Tony" einen KI-Assistenten entwickelt, der sich nach Angaben des Unternehmens individuell auf eine große Bandbreite an Use Cases im Handwerk anpassen lässt. (Foto: © handz.on GmbH)

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Chatbot "Tony" unterstützt im Büro und auf der Baustelle

Der IT-Dienstleister handz.on hat mit "Tony" einen KI-Assistenten entwickelt, der wiederkehrende Anfragen sprechend oder schreibend beantworten kann. Ein nützliches Feature ist die Foto-Upload-Funktion.

Viele Handwerksbetriebe stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Kunden oder Interessenten stellen immer wieder die gleichen Fragen, interne Informationen stecken in Silos fest und Mitarbeiter verlieren wertvolle Zeit bei der Suche nach Wissen oder freien Terminen.

Genau hier setzt der neue Chatbot von handz.on an: "Tony lässt sich zum Beispiel auf einer Webseite integrieren oder auch im Intranet", erklärt Dr. Gerald Bauer, Director AI bei der handz.on GmbH in einer Pressemitteilung des Münchener IT-Dienstleisters. Sein Wissen erhalte der Chatbot sowohl über Quellen, die ihm bei der Konfiguration über PDF-Dokumente, Links, FAQs oder speziell formatierte Fragebögen zur Verfügung gestellt werden, als auch über angebundene Schnittstellen und interne Datenbanken. Dass die KI-Assistenz ausschließlich Informationen nutzt, die ihm zuvor bereitgestellt wurden, und er damit konsistent auf Basis gesicherter Daten lernt, statt auf unstrukturierte, große Datenmengen zurückzugreifen, macht sein Antwortverhalten besonders zuverlässig und nahezu resistent gegen Halluzinationen, hebt handz.on hervor.

Die Nutzer können wählen, ob sie mit Tony sprechen oder ihm lieber schreiben wollen. Der Chatbot enthält die Funktionen Text-to-Text-, Text-to-Speech-, Speech-to-Text- und Speech-to-Speech. Die KI-Experten von handz.on übernehmen dabei die komplette Anpassung und Einrichtung, so das Unternehmen.

Foto-Upload-Funktion

Nutzt ein Handwerksbetrieb die Foto-Upload-Funktion, können Kunden das Bild eines defekten Bauteils hochladen. "Tony" identifiziert es automatisch, prüft über die Systemanbindung, ob es im Lager verfügbar ist, und ermöglicht über eine Schnittstelle zum Terminkalender sogar direkt die Vereinbarung eines Reparaturtermins. Der Chatbot unterstützt aber auch die Monteure vor Ort, indem sie eine defekte Maschine fotografieren und sich per Sprachausgabe schrittweise durch die Reparatur führen lassen.

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Darüber hinaus kann "Tony" weitere Aufgaben übernehmen. Für die Angebotsvorbereitung holt der KI-Assistent alle relevanten Angaben eines Bau- oder Reparaturvorhabens ein, ergänzt sie mit internen Kalkulationswerten und erstellt ein Angebotsgrundgerüst. Er beantwortet auch die Fragen zu Ersatzteilen, Einbauanleitungen oder technischen Parametern, die Monteure per Smartphone an ihn stellen. Außerdem kann der Chatbot Kunden automatisiert an anstehende Prüfungen, Wartungsintervalle oder gesetzliche Vorgaben erinnern und ihnen auf Wunsch einen Termin vorschlagen.

Lokaler Betrieb über Workstation

Für den Chatbot nutzt handz.on nach eigenen Angaben die führenden LLM-Modelle am Markt. Auf Wunsch könne "Tony" aber auch komplett lokal beim Kunden über eine Workstation betrieben werden. Dabei handelt es sich eine handliche Hardware-Box, auf der der gesamte Chatbot inklusive Serverkomponenten lokal und offline ausgeführt wird. 

Quelle: handz.on GmbH

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Text: / handwerksblatt.de

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