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HWK des Saarlandes | August 2026
Fachkräftesicherung im Mittelpunkt
Arbeitsminister Dr. Magnus Jung war zu Besuch bei der Handwerkskammer des Saarlandes.
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August 2026
Der Zentralverband des Dachdeckerhandwerks fordert eine höhere Förderung für Dämm-Maßnahmen an Dach und Fassade – auf dem Niveau der Förderung für Wärmepumpen.
Für den Kauf und Einbau einer neuen, klimafreundlichen Heizung gibt es Fördermittel des Bundes. Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) fordert, Dämm-Maßnahmen an Dach und Fassade in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) finanziell dem Einbau von Wärmepumpen gleichzustellen.
Die geplante stärkere Förderung energetisch besonders schlechter Gebäude sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, reiche aber nicht aus, so der Verband. Aus Sicht des ZVDH wird die Bedeutung der Gebäudehülle für die Wärmewende in der aktuellen Förderlogik nicht ausreichend berücksichtigt.
Während beim Heizungstausch weiterhin deutlich höhere Fördersätze möglich seien, würden Maßnahmen an Dach und Fassade strukturell benachteiligt, so der Verband. Heiztechnik und Gebäudehülle müssten jedoch zusammen betrachtet werden. Eine bessere Dämmung senke den Wärmebedarf, ermögliche niedrigere Vorlauftemperaturen und verbessere damit die Effizienz von Wärmepumpen. Zugleich könne sie die erforderliche Heizleistung reduzieren und die Stromnetze entlasten.
Die Debatte über energetische Sanierungen dürfe daher nicht auf die Formel "erst Heizung, dann Dämmung" verkürzt werden, erklärt ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx. Diese Sichtweise sei fachlich unzureichend, insbesondere mit Blick auf den energetisch schlechten Gebäudebestand. Rund ein Viertel der Gebäude in Deutschland zähle zu den sogenannten Worst Performing Buildings (WPB).
👉🏻Als WPB gelten laut KfW sowohl Wohn- als auch Nichtwohngebäude, die hinsichtlich des energetischen Sanierungszustands zu den schlechtesten Gebäuden in Deutschland gehören.
"Wärmepumpen und Gebäudehülle sind keine Gegensätze. Sie sind zwei Seiten derselben Wärmewende", betont Marx. Eine Wärmepumpe könne in vielen Bestandsgebäuden funktionieren. Ihren vollen Effizienzgewinn entfalte sie jedoch erst dann, wenn der Wärmebedarf des Gebäudes durch eine leistungsfähige Gebäudehülle dauerhaft gesenkt werde.
Der ZVDH verweist auf Untersuchungen des Forschungsinstituts für Wärmeschutz (FIW) und des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu). Demnach könne eine Verringerung des Heizwärmebedarfs um 18 Prozent – durch geringeren Wärmebedarf und einen effizienteren Betrieb der Wärmepumpe – die Heizkosten um bis zu 37 Prozent senken.
Die BEG-Förderung müsse diese Systemwirkung stärker abbilden, fordert der Verband. "Wer die Wärmewende beschleunigen will, muss auch Dach- und Fassadendämmung gleichberechtigt unterstützen", so Marx. Ohne eine effiziente Gebäudehülle könne die Wärmepumpe ihre Möglichkeiten nicht voll ausschöpfen.
Quelle: Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH)
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