Erneuerbare Energien konnten ihren Anteil am Bruttoendenergieverbrauch 2020 steigern, was zum Teil jedoch am geringeren Energieverbrauch infolge der Corona-Pandemie lag.

Erneuerbare Energien konnten ihren Anteil am Bruttoendenergieverbrauch 2020 steigern, was zum Teil jedoch am geringeren Energieverbrauch infolge der Corona-Pandemie lag. (Foto: © mariok/123RF.com)

Immer mehr Energie stammt von Erneuerbaren

19,3 Prozent des Bruttoendenergieverbrauchs 2020 stammt von erneuerbaren Energien. 2019 betrug deren Anteil noch 17,4 Prozent. Doch ein Teil des Erfolgs geht auf Corona zurück.

2020 stieg der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Bruttoendenergieverbrauch auf 19,3 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr davor lag er noch bei 17,4 Prozent. Das berichtet das Umweltbundesamt (UBA) in einem Hintergrundpapier zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland. Doch dieser Erfolg ist nicht allein auf das Wachstum der Branche zurückzuführen, sondern vielmehr auf die deutliche Drosselung des Energieverbrauchs infolge von Corona.

Am deutlichsten zulegen konnten die Erneuerbaren bei der Stromerzeugung. Hier kletterte ihr Anteil laut UBA auf den bisherigen Rekordwert von 45,4 Prozent, 2019 waren es 42 Prozent. Auch im Verkehr konnten die Erneuerbaren zulegen: von fünf bis sechs Prozent in den Vorjahren auf 7,3 Prozent im vergangenen Jahr.

Beim größten Posten gab es kaum Zuwachs

In Sachen Wärme- und Kälteerzeugung erhöhte sich der Anteil der erneuerbaren Energien jedoch nur leicht von 15 Prozent 2019 auf 15,2 Prozent im Jahr 2020. Gerade die Wärme- und Kälteerzeugung in Industrie, Gewerbe-, Handel und in den Haushalten macht jedoch laut UBA mehr als die Hälfte des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland aus.

Laut UBA nimmt der jährliche Zubau von Photovoltaik-Anlagen seit 2014 ständig zu. Allein 2020 wurden Solaranlagen mit einer Leistung von 4.801 Megawatt (MW) neu errichtet, 2019 waren es Neuerrichtungen mit 3.889 MW. Bei der Windenergie lag der Zubau 2020 nur bei 1.446 MW, im Vorjahr waren es noch 2.000 MW. Wobei die Windenergie an Land sogar im Vergleich zum Vorjahr zulegen konnte, während auf See nur äußerst wenige Kraftwerke neu ans Netz gebracht wurden.

Weniger Emissionen dank Strom aus Erneuerbaren

Dadurch, dass 2020 mehr Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen werden konnte, wurden etwa 227 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden, deutlich mehr als noch im Vorjahr mit 219 Millionen Tonnen. Die Investitionen in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien lagen in dem Jahr bei rund 11 Milliarden Euro, die wirtschaftlichen Impulse aus ihrem Betrieb beziffert das UBA mit rund 18,2 Milliarden Euro.

Quelle: UBA

Text: / handwerksblatt.de

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