Bis zu 6.250 Euro konnte der Zuschuss für den Badumbau etwa mit einer bodengleichen Dusche, das Reduzieren von Schwellen am Eingangsbereich oder für Rampen betragen.  

Bis zu 6.250 Euro konnte der Zuschuss für den Badumbau etwa mit einer bodengleichen Dusche, das Reduzieren von Schwellen am Eingangsbereich oder für Rampen betragen.   (Foto: © Guillermo Avello/123RF.com)

Verbände fordern Mittel für den KfW-Zuschuss zum altersgerechten Umbau

Ein Bündnis aus Eigentümern, Senioren, Sanitärwirtschaft und SHK-Handwerk appelliert an die Politik, das KfW-Zuschussprogramm "Altersgerecht umbauen" fortzuführen.

Im aktuellen Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2022 finden sich keine Mittel mehr zur KfW-Zuschussförderung des altersgerechten Umbaus von Wohnhäusern und Wohnungen. Noch 2021 war der Fördertopf für das KfW-Programm 455-B "Altersgerecht umbauen"  aufgrund der hohen Nachfrage von 75 Millionen auf 130 Millionen aufgestockt worden.

Doch bereits im Juni waren die Mittel aufgrund der großen Nachfrage aufgebraucht, es konnten keine neuen Anträge auf den Investitions­zuschuss zur Barrierer­eduzierung mehr gestellt werden. Bis zu 6.250 Euro konnte bis dahin der Zuschuss für den Badumbau etwa mit einer bodengleichen Dusche, das Reduzieren von Schwellen am Eingangsbereich oder für Rampen betragen.  

Interessenvertreter engagieren sich gemeinsam für die Fortsetzung des Zuschussprogramms

Fünf Verbände, darunter der Zentralverband des SHK-Handwerks (ZVSHK), fordern nun gemeinsam die Fortführung des KfW-Zuschussprogramms und dessen Ausstattung mit einem Fördervolumen von mindestens 150 Millionen Euro jährlich im Haushaltsjahr 2022. 

Die Interessenvertretungen von Wohnungseigentümern, Senioren, Sanitärwirtschaft und Sanitärhandwerk wollen gemeinsam die Bundesregierung von der Fortführung des Zuschussprogramms überzeugen.

"Bei allem Verständnis für die fiskalischen Herausforderungen durch eine forcierte Energiewende dürfen andere zukunftssichernde und gesellschaftlich relevante Investitionen nicht unter den Tisch fallen", heißt es. 

Die Verbände verweisen auf den hohen Bedarf an altersgerecht umgebauten Wohnungen in der Zukunft. Nur 1,5 Prozent der Wohnungen in Deutschland seien demnach barrierefrei ausgestattet. 

Bis 2035 werden einer im Auftrag der KfW durchgeführten Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU) zufolge rund zwei Millionen altersgerechte Wohnungen fehlen. Und noch im Koalitionsvertrag sei ein verstärkter Einsatz für altersgerechtes Wohnen, Barriereabbau und die Aufstockung der entsprechenden Mittel für das KfW-Programm versprochen worden.

Altersgerechtes Wohnen und Barriereabbau im Koalitionsvertrag

Die fünf Verbände erinnern die Ampelkoalition an die Aussage im Koalitionsvertrag: "Wir werden unseren Einsatz für altersgerechtes Wohnen und Barriereabbau verstärken und die Mittel für das KfW-Programm auskömmlich aufstocken."

Der Förderstopp im Juni 2021 habe vor allem Wohnungseigentümergemeinschaften vor besondere Schwierigkeiten gestellt, weil bis dahin kaum Eigentümerversammlungen stattfinden konnten. In der Pressemitteilung heißt es: "Viele Menschen warten seitdem auf die neuen Gelder, um mit den Umbaumaßnahmen beginnen zu können."

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Text: / handwerksblatt.de

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