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HWK Trier | September 2026
Verleihung: Landesehrenpreis Genusshandwerk
Auszeichnung mit Rahmenprogramm am 20. September im Herzen der Stadt rückt die Vielfalt des Bäcker- und Fleischerhandwerks ins Rampenlicht.
Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten bekamen durchschnittlich 35,51 Tage Zeit für Zahlungen, drei Tage mehr als noch 2023. Kleinunternehmen mussten sich mit 26,37 Tagen begnügen. (Foto: © Tatiana Popova/123RF.com)
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3. August 2026
Lieferanten gaben ihren Kunden im ersten Halbjahr 2026 länger Zeit, Rechnungen zu begleichen. Davon profitierten allerdings nur große Unternehmen. Sie erhielten im Schnitt neun Tage mehr als kleine und mittlere Betriebe.
Das durchschnittliche Zahlungsziel stieg im 1. Halbjahr 2026 auf den höchsten Stand seit 2019. Das berichtet die Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Unter den Betrieben verfestigt sich allerdings eine Zweiklassengesellschaft: Großunternehmen erhielten im Schnitt gut neun Tage länger Zeit zum Bezahlen als kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Bei Letzteren erhöhte sich auch deshalb der Zahlungsverzug.
Daten aus dem Creditreform Debitorenregister belegen, dass deutsche Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 durchschnittlich 32,21 Tage Zahlungsziel eingeräumt bekamen. Das entspricht einem Anstieg um 0,75 Tage gegenüber dem Vorjahreszeitraum und gut zwei Tagen mehr als im Jahr 2023. Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten bekamen durchschnittlich 35,51 Tage Zeit, drei Tage mehr als noch 2023. Kleinunternehmen mussten sich mit 26,37 Tagen begnügen.
Laut Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, resultiert diese Entwicklung aus der Belastung vieler Unternehmen durch stark gestiegene Material- und Kraftstoffpreise nach der Eskalation im Nahen Osten. Diese Situation hat ein Entgegenkommen seitens der Kreditgeber notwendig gemacht. Insbesondere große, bonitätsstarke Unternehmen profitieren vom Anstieg der Zahlungsziele, da sie gegenüber ihren Lieferanten bessere Konditionen durchsetzen können.
Gleichzeitig bemerkten Lieferanten und Kreditgeber einen deutlichen Anstieg des Zahlungsverzugs bei KMU: Kleine Firmen wiesen eine durchschnittliche Überfälligkeit von 10,52 Tagen auf, mittlere Unternehmen sogar von 10,66 Tagen. Bei Großunternehmen belief sich die Verzögerung auf 6,71 Tage – geringfügig weniger als im Vorjahr.
Jörg Urbscheit, Business Analyst im Bereich Debitorenregister Deutschland, erläutert, dass vor allem KMU unter besonderem Druck stehen. Diese erhalten kaum längere Zahlungsziele, müssen aber gleichzeitig steigende Kosten tragen. Etwa acht von zehn Debitoren sind kleine Unternehmen. Um sich abzusichern, empfiehlt Urbscheit regelmäßige Bonitätsprüfungen und konsequente Überwachung der Zahlungseingänge.
Das ausstehende Forderungsvolumen pro Schuldner sank auf 19.564 Euro, rund 4.000 Euro weniger als vor zwei Jahren. Auch der durchschnittliche Rechnungswert im Geschäft zwischen Unternehmen fiel von 1.960 auf 1.899 Euro. Die Creditreform Studie beruht auf der Analyse von etwa vier Millionen überfälligen Rechnungsbelegen aus dem Debitorenregister Deutschland.
Dr. Michael Kresse, Ansprechpartner für den Vertrieb des Debitorenregisters, führt diese Entwicklung auf die schwache Konjunktur zurück: Das gesamte Transaktionsvolumen sei gesunken und das Risikomanagement verbessert worden. Lieferanten vergäben ihre Kredite nach strengeren Maßstäben, wodurch besonders risikobehaftete Kunden ausgeschlossen würden.
Durch die längeren Zahlungsziele erhöhte sich die durchschnittliche Forderungslaufzeit um einen Tag auf 40,35 Tage. Insbesondere im Baugewerbe, bei unternehmensnahen Dienstleistern und im Einzelhandel verlängerten sich die Wartezeiten auf Zahlungseingänge. Dennoch bleibt die durchschnittliche Außenstandsdauer klar unter dem Wert der Jahre 2016 bis 2021, als sie teils mehr als 42 Tage betrug.
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