Eine junge Frau, deren Gesicht nicht zu erkennen ist, hievt ein schweres Paket hoch. Sie trägt bei der Arbeit in einem Lager eine gelbe Warnweste und dunkelblau-weiße Handschuhe.

Ohne eine abgeschlossene Ausbildung finden junge Erwachsene oft nur Stellen als Helfer. Die Initiative "Zukunftsstarter" ermöglicht ihnen, einen Berufsabschluss nachzuholen. "Unternehmen suchen in erster Linie Fachkräfte und nicht im Helferbereich", stellte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, anlässlich der Fortführung der Initiative bis Ende 2025 fest. (Foto: © Jozef Polc/123RF.com)

"Bester Schutz vor Arbeitslosigkeit: Berufsabschluss nachholen"

Bildung

Die Initiative "Zukunftsstarter" wird bis 2025 fortgeführt. Sie ermöglicht jungen Erwachsenen, ihren Berufsabschluss nachzuholen. In der Nachfolgeinitiative soll der Anteil an Umschulungen in Betrieben gesteigert werden.

"Ein Berufsabschluss ist die wichtigste Säule für eine erfolgreiche Erwerbsbiografie. Denn Unternehmen suchen in erster Linie Fachkräfte und nicht im Helferbereich", stellt Detlef Scheele fest. Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA) möchte junge Erwachsene ohne Berufsabschluss deshalb ermutigen, den Schritt in Richtung Berufsausbildung nochmal zu wagen. Es sei noch nicht zu spät, mit einem Berufsabschluss die eigene berufliche Zukunft zu festigen. "Dieser Schritt lohnt sich, und wir werden auch als Bundesagentur für Arbeit im Rahmen der Initiative unterstützen."

Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der BA Foto: © Bundesagentur für Arbeit (BA)Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der BA Foto: © Bundesagentur für Arbeit (BA)

Die Initiative "Zukunftsstarter" richtet sich an junge Erwachsene zwischen 25 und unter 35 Jahren, die ihren Berufsabschluss nachholen wollen. Im Januar haben sich die Bundesagentur für Arbeit, das Bundesarbeitsministerium und der Verwaltungsrat der BA darauf verständigt, dass die Initiative bis Ende 2025 fortgeführt wird. In der Nachfolgeinitiative soll der BA zufolge der Anteil an Umschulungen in Betrieben gesteigert werden. Ein besonderes Augenmerk liege dabei unter anderem auf schwerbehinderten Menschen, Rehabilitandinnen und Rehabilitanden sowie Geflüchteten.

Aus Spätstarter wird Zukunftsstarter Vorläufer der Initiative "Zukunftsstarter" war das Programm "Ausbildung wird was – Spätstarter gesucht". Zwischen 2013 und 2016 konnten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 100.000 Eintritte in Fördermaßnahmen gezählt werden. Ziel der im August 2016 begonnenen Initiative "Zukunftsstarter" war es, bis Ende 2020 120.000 junge Teilnehmer für eine Aus- und Weiterbildung mit dem Ziel eines Berufsabschlusses zu gewinnen. Rechtliche Grundlage ist das Gesetz zur Stärkung der beruflichen Weiterbildung und des Versicherungsschutzes in der Arbeitslosenversicherung. Die Weiterentwicklung der Initiative "Spätstarter" zu "Zukunftsstarter" unterstützt laut der BA die Idee des Gesetzes. 

Berufsabschluss nachholen

Während der bisherigen Laufzeit der Initiative "Zukunftsstarter" von August 2016 bis Ende Dezember 2020 wurden 135.000 junge Erwachsene bei einer abschlussorientierten Weiterbildung gefördert. Darüber hinaus haben über 36.000 junge Erwachsene im Rahmen der Initiative eine ungeförderte Ausbildung begonnen. "Es gibt leider zu viele Erwachsene, die keinen Berufsabschluss haben. Das Risiko arbeitslos zu werden, ist für diese Gruppe gut viermal höher als bei Personen mit Berufsabschluss", so Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Bester Schutz vor Arbeitslosigkeit

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil Foto: © BMAS/ Dominik ButzmannBundesarbeitsminister Hubertus Heil Foto: © BMAS/ Dominik Butzmann

Das Nachholen eines Berufsabschlusses sei daher der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Die Initiative "Zukunftsstarter" ermögliche mit dem Rechtsanspruch auf Förderung einer berufsabschlussbezogenen Weiterbildung individuelle Unterstützung. "Und mit Prämien für erfolgreiche Zwischen- und Abschlussprüfungen werden Motivation und Durchhaltevermögen gestärkt. Das ist der richtige Weg, um junge Menschen auf dem Weg zu einem Berufsabschluss zu unterstützen." 

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

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Text: / handwerksblatt.de

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