Niklas Kuhnert, Stuckateur-, Maler- und Lackierermeister und Juniorchef aus Soest

Niklas Kuhnert, Stuckateur-, Maler- und Lackierermeister und Juniorchef aus Soest (Foto: © HWK Dortmund)

Durchstarten mit Weiterbildungsstipendium

Der Stuckateur-, Maler- und Lackierermeister sowie Juniorchef Niklas Kuhnert aus Soest erhielt die Begabtenförderung des Bundesministeriums.

Wer gerade eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, denkt vielleicht erst einmal nicht ans Weiterlernen. Doch wer mit besonders guten Ergebnissen ins Berufsleben startet, kann über die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für die Weiterbildung ein Stipendium bekommen. Wie etwa Niklas Kuhnert aus Soest. Er hat von der SBB, die seit nunmehr 25 Jahren besteht, 8.100 Euro bekommen. Damit hat der 25-Jährige seinen zweiten Meisterbrief im Maler- und Lackiererhandwerk finanziert.

"Ohne dieses Stipendium hätte ich den Meister finanziell auch irgendwie stemmen können, zum Beispiel durch Meister-Bafög oder Kredit. Aber durch diese finanzielle Unterstützung musste ich nicht lange überlegen, ob ich den Kurs buche", sagt Kuhnert, Stuckateur-, Maler- und Lackierermeister sowie Juniorchef im elterlichen Unternehmen Jürgen Kuhnert GmbH in Soest. In dem Betrieb absolvierte er auch den betrieblichen Teil seiner ersten handwerklichen Ausbildung zum Stuckateur. Den überbetrieblichen Teil machte er in Leonberg nahe Stuttgart. Dort nahm er an einem Kompaktkurs teil, wo er Gesellen- und Meisterausbildung gleichzeitig absolvieren konnte. Seit Ende April dieses Jahres hat er nun auch den Meisterbrief im Maler- und Lackiererhandwerk in der Tasche. "Durch das Stipendium wurde es mir ermöglicht, einen zweiten Meistertitel zu erwerben und mich somit in weiteren Bereichen fortzubilden, Kontakte zu knüpfen und auch andere Sichtweisen und Zukunftsaussichten für unseren Familienbetrieb zu bekommen", so der Doppel-Meister.

Qualifikation für Weiterbildungsstipendium

Durch seine herausragenden Leistungen in der Gesellenprüfung hatte er sich für das Weiterbildungsstipendium der SBB qualifiziert. Die Handwerkskammer (HWK) Dortmund stand ihm als verlässlicher Partner für alle Fragen rund um das Stipendium zur Verfügung. "In der Zeit von 1996 bis ins Jahr 2020 konnte die Kammer rund 750 Stipendiaten auf ihrem beruflichen Weg durch Aufstiegsfortbildungen, fachbezogene Lehrgänge sowie fachübergreifende Lehrgänge begleiten", berichtet Cornelia Teipel, die als HWK-Beraterin unter anderem für die Themen Begabtenförderung und Weiterbildungsstipendium zuständig ist.

Seit dem 1. Januar 2020 ist die Fördersumme auf 8.100 Euro erhöht worden, vorher waren es 7.200 Euro. "Das ist auf jeden Fall eine große Summe, mit der man richtig viel machen kann", findet Kuhnert. Der Aufwand dafür sei gering gewesen: "Das war echt einfach. Man konnte alle Rechnungen als pdf verschicken." Und auch die Zusammenarbeit mit der HWK Dortmund habe gut funktioniert. "Frau Teipel war immer erreichbar und es blieben nie Fragen offen. Ich habe mich immer auf Augenhöhe beraten gefühlt."

Gute Noten werden belohnt

Durch seine gute Note in der Gesellenprüfung zum Stuckateur qualifizierte sich Kuhnert für die Bewerbung um ein Weiterbildungsstipendium. Neben der Berufsabschlussprüfung, die mit mindestens 87 Punkten oder besser als "gut" bestanden sein muss, kann man sich noch mit einer guten Platzierung bei einem überregionalen beruflichen Leistungswettbewerb qualifizieren. Somit ist die Aussicht auf das Weiterbildungsstipendium auch ein zusätzlicher Ansporn, sich während der Ausbildung anzustrengen. Gute Noten werden belohnt – eine Motivation, die Kuhnert heute versucht, auch an die beiden Stuckateur- Auszubildenden des Soester Betriebs weiterzugeben.

Wer es beim überregionalen Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks auf Platz eins bis drei schafft, hat ebenfalls die Chance ein Weiterbildungsstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu erhalten. Wer daran teilnehmen möchte, muss die Gesellenprüfung mindestens mit der Note gut bestanden haben. Der Bewerbungsschluss für die 70. Auflage des Berufswettbewerbs (PLW) ist der 28. August 2021.

 

Kontakt und Infos Infos zum Weiterbildungsstipendium gibt es online hier.
Kontakt Cornelia Teipel, Weiterbildungsstipendium, Tel. 0231 5493121, E-Mail: cornelia.teipel@hwk-do.de, Jörg Hamann, PLW, Tel. 0231 5493558, E-Mail: joerg.hamann@hwk-do.de

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Text: / handwerksblatt.de

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