Durch die Corona-Pandemie zeigen sich negative Auswirkungen auf die Ausbildungssituation im Kammerbezirk Dortmund.

Durch die Corona-Pandemie zeigen sich negative Auswirkungen auf die Ausbildungssituation im Kammerbezirk Dortmund. (Foto: © gpointsudio/123RF.com)

Schrittweise Wiederaufnahme des Bildungsbetriebs

Die COVID-19-Einschränkungen zeigen erste negative Auswirkungen auf die Ausbildungssituation im Kammerbezirk.

Der Schulungsbetrieb für überbetriebliche Unterweisungen in den Bildungszentren der Handwerkskammer Dortmund ist für die Prüflinge des laufenden Abschlussprüfungsjahres jetzt wieder gestartet. Für das sensible Anfahren des Schulungsbetriebs wurden 10.000 Einwegmasken für die Schulungsteilnehmer sowie über 1.000 Mehrwegmasken und Schutzvisiere für das Ausbildungs- sowie für das Verwaltungspersonal bestellt. Nach Terminabsprache sind auch Kundenkontakte, die nicht telefonisch abgewickelt werden können, im Haus unter Berücksichtigung der Abstandsregelung und des Hygienekonzepts möglich. Ab heute gilt zudem in den Handwerkskammer-Räumlichkeiten eine Schutzmaskenpflicht.

"Permanent sich verändernde Situation"

"Die Pandemielage wird sich nach dem derzeitigen Kenntnisstand noch längere Zeit hinziehen. Es ist uns daher überaus wichtig, alle notwendigen Maßnahmen zum Schutze der Gesundheit unserer Mitarbeiter und Kunden zu ergreifen", erklärt Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Carsten Harder. "In dieser sich permanent verändernden Situation müssen wir zunehmend agil entscheiden. Dementsprechend hoffen wir, dass auf Basis sinkender Infektionszahlen ein sukzessives Hochfahren des Schulungsbetriebs auch für die Meistervorbereitung in den Folgewochen möglich sein wird. Dennoch müssen wir jeden Bereich individuell betrachten, da die Teilnehmerzahlen in einigen Lehrgängen deutlich höher sind als unsere Raumkapazitäten hergeben."

Corona hat Auswirkungen auf Ausbildungssituation

Die Schließungen der Schulen und die damit einhergehende Verunsicherung im Besonderen bei Schülern der Abschlussklassen wegen Corona zeigen bereits Auswirkungen auf die Ausbildungssituation im Kammerbezirk. Der Ausfall von Schulunterricht, Jobmessen und Berufsorientierungsangeboten trägt dazu bei, dass zum Stichtag, 30. April, ein Defizit von 122 Verträgen (- 12,3%) gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen ist. "Dieses Jahr wird zu einer Herausforderung für unsere Lehrstellenvermittler, da sowohl auf der Seite der Betriebe als auch auf Seite der Bewerber eine abwartende Haltung eingenommen wird", sagt Handwerkskammer-Geschäftsführerin Olesja Mouelhi-Ort. "Nach Rücksprache mit Ausbildungsbetrieben im Kammerbezirk wurde ersichtlich, dass Betriebe grundsätzlich nicht weniger Auszubildende als im vergangenen Jahr suchen."

Viele Betriebe suchen händeringend Azubis

Andererseits, so Mouelhi-Ort, gebe es auch viele Betriebe, die händeringend suchen, jedoch auf die Passivität der Bewerber stoßen. Die Nachfrage auf Seiten der Jugendlichen sei nahezu nicht gegeben. Daher appelliert die Handwerkskammer-Geschäftsführerin an Schüler, Eltern und junge Menschen auf der Suche nach dem passenden Berufseinstieg, das umfangreiche Beratungsangebot der Handwerkskammer-Lehrstellenvermittlung unbedingt zu nutzen. Mouelhi-Ort: "Die Handwerkskammer-Lehrstellenbörse ist prall gefüllt."

 

Lehrstellenvermittlung Für Schüler/innen und Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund stehen Meryem Efe, Tel. 0231 5493559, E-Mail meryem.efe@hwk-do.de und Martin Tembaak, Tel. 0231 5493454, E-Mail martin.tembaak@hwk-do.de zur Verfügung. Schüler/innen der Haupt-, Real- und Gesamtschule hilft Anina Weber, Tel. 0231 5493431, E-Mail anina.weber@hwk-do.de weiter. Schüler/innen, Abiturienten, Studienzweifler/-abbrecher und Unternehmen können sich an Jasmin Strassburger, Tel. 0231 5493451, E-Mail jasmin.strassburger@hwk-do.de wenden. Franc Musolli, Tel. 0231 54393410, E-Mail franc.musolli@hwk-do.de kümmert sich um Geflüchtete und interessierte Unternehmen.

 

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Text: / handwerksblatt.de

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