Die IHK und HWK haben zur Diskussion über nachhaltigen öffentlichen Verkehr eingeladen.

Die IHK und HWK haben zur Diskussion über nachhaltigen öffentlichen Verkehr eingeladen. (Foto: © kasto/123RF.com)

Dialog für nachhaltige Mobilität

Die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen und die Handwerkskammer Münster haben zur Diskussion eingeladen.

Die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen und die Handwerkskammer Münster haben ihren Diskussionsbeitrag für eine "Nachhaltige Mobilität in der Stadtregion Münster" vorgestellt. Der Beitrag beinhaltet einen Fahrplan zur Umsetzung konkreter Maßnahmen, mit dem die Wirtschaft in einen konstruktiven Dialog mit Politik und Verwaltung treten möchte: "Wir zeigen damit auf, wie das gemeinsame Ziel einer nachhaltigeren und verträglicheren Mobilität in der Stadtregion aus unserer Sicht erreicht werden kann", erklärte die Vorsitzende im IHK-Regionalausschuss für die Stadt Münster, Isabel Habla.

"Eine Stärkung des Umweltverbunds liegt im natürlichen Interesse des Handwerks. So kann der Verkehr in der Stadtregion Münster entzerrt werden." Darauf wies Thomas Banasiewicz, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Münster, hin. "Das Handwerk lebt letztlich davon, seine Kunden erreichen zu können. Viele Handwerksunternehmen leiden darunter, dass die Erreichbarkeit ihrer Einsatzorte vor allem in der Stadt immer aufwändiger werden. Bei den sich entwickelnden Auftragszahlen schmerzt es die Betriebe umso mehr, wenn An- und Abfahrtswege immer mehr Zeit kosten – Zeit, die letztlich fehlt für die eigentlichen Arbeiten vor Ort", so Banasiewicz. 

Mehr Geld für attraktiven öffentlichen Verkehr

In dem Diskussionsbeitrag geht es darum, aufzuzeigen, welche Voraussetzungen und Wechselwirkungen für die einzelnen Maßnahmen bestehen und in welchen Schritten es gelingen kann, zu einer nachhaltigeren Mobilität zu kommen. Dabei solle die Erreichbarkeit der Stadt für Pendler und Besucher unter dem Strich nicht schlechter werden. Aus Sicht der Kammern müssen als eine der zentralen Rahmenbedingung einzelne Beschränkungen für den motorisierten Individualverkehr mit einer spürbaren Verbesserung der Angebote bei Bussen und Bahnen, einhergehen.

Dies wiederum bedeutet aus Sicht von IHK und HWK, dass der Bund, das Land NRW, aber auch die Stadt Münster und die Münsterlandkreise letztlich mehr finanzielle Mittel für einen noch attraktiveren öffentlichen Verkehr bereitstellen müssten. Zudem müsse die Region prüfen, ob die bestehenden Zuständigkeiten und Planungsprozesse sich nicht noch stärker an den besonders nachfragestarken Verkehrsströmen zwischen der Stadt Münster und dem Umland orientieren sollten.

 

HintergrundHintergrund Zahlreiche Wirtschaftsverbände und Interessensgemeinschaften aus Münster unterstützen das Papier von IHK und HWK: Dehoga Westfalen e.V. – Geschäftsstelle Münsterland, Handelsverband NRW Westfalen-Münsterland e.V., Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel Münster e.V., Industriegemeinschaft Münster, Initiative starke Innenstadt Münster e.V., Kreishandwerkerschaft Münster und WIN Wirtschaftsinitiative Münster e.V. IHK und HWK untermauerten ihr Angebot, sich gemeinsam mit den Verbänden und Wirtschaftsinitiativen in die Umsetzung der verschiedenen Handlungsoptionen aktiv und konstruktiv einzubringen.
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Text: / handwerksblatt.de

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