Die Spitze der Handwerkskammer des Saarlandes kommentiert das Entlastungspaket des Bundes kritisch.

Die Spitze der Handwerkskammer des Saarlandes kommentiert das Entlastungspaket des Bundes kritisch. (Foto: © dmitrimaruta/123RF.com)

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Zweifel an der Wirkung des Entlastungspakets

Das von der Bundesregierung vorgestellte Entlastungspaket stößt bei der Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) auf ein gemischtes Echo.

"Das Handwerk im Saarland steht mit seinen Betrieben und Beschäftigten seit Monaten unter erheblichem Kostendruck – entsprechend aufmerksam verfolgen die Betriebe, was ihnen nun tatsächlich Entlastung bringen kann", sagt HWK‑Präsident Helmut Zimmer.

Die Senkung der Energiesteuer bei Benzin und Diesel bewertet Zimmer als "zumindest einen ersten konkreten Schritt, von dem auch unsere saarländischen Handwerksbetriebe und ihre Beschäftigten profitieren können". Da die Maßnahme jedoch zeitlich befristet ist, fehlen laut Zimmer "die langfristigen und strukturellen Signale, die wir dringend brauchen, um die Energie- und Stromkosten dauerhaft zu senken".

"Belastungsgrenze längst erreicht"

Mit Blick auf die insgesamt herausfordernde wirtschaftliche Lage äußert Zimmer zudem Zweifel an der Wirkung der angekündigten steuer‑ und abgabenfreien Prämie. "Steigende Energiepreise führen zu höheren Kosten bei Materialien und Transport – das belastet die Betriebe bereits stark. Der Spielraum für zusätzliche Prämienzahlungen wird dadurch in vielen Unternehmen sehr klein", betont der HWK‑Präsident.

Hans-Ulrich Thalhofer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der HWK, stellt fest: "Die Belastungsgrenze ist für viele Handwerksbetriebe längst erreicht. Jetzt braucht es endlich Maßnahmen, die die sozialen Sicherungssysteme dauerhaft tragfähig und den Wirtschaftsstandort Deutschland zukunftsfähig machen." Die kurzfristigen und zeitlich begrenzten Maßnahmen der Bundesregierung sieht er kritisch. Thalhofer fordert klare politische Entscheidungen für den Wirtschaftsstandort und das Handwerk. "Eine dauerhafte Senkung der Stromsteuer für alle auf das europäische Mindestmaß wäre ein erstes wichtiges Signal, das vielen Betrieben Luft verschaffen würde."

 

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Text: / handwerksblatt.de

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