Szene aus der ÜLU – aus der Zeit vor der Corona-Krise. Solange die Gefährdung anhält, müssen die Lehrlinge eine persönliche Schutzausrüstung sowie Behelfsmasken tragen.

Szene aus der ÜLU – aus der Zeit vor der Corona-Krise. Solange die Gefährdung anhält, müssen die Lehrlinge eine persönliche Schutzausrüstung sowie Behelfsmasken tragen. (Foto: © Constanze Knaack-Schweigstill)

Neustart: ÜLU, Meister, Weiterbildung, Prüfungsvorbereitungen

Gleich zwei gute Nachrichten: Am 4. Mai öffnen die BTZ in Trier und Kenn wieder. Wegen der Corona-Krise wurde in der Region bislang noch kein Lehrverhältnis abgebrochen.

Lehrlinge, Ausbildungsmeister und -betriebe können aufatmen, Prüflinge, Meisterschüler und Weiterbildungsinteressierte ebenso: Ab dem 4. Mai öffnen die Bildungszentren der Handwerkskammer wieder ihre Türen. Sicherheit wird großgeschrieben: Rund um die Unterweisung und den Unterricht gelten besondere Hygieneregeln, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Beschäftigten einhalten müssen. Die Grundlage bildet ein einheitliches "Corona-Konzept" für die BTZ.

Unterricht unter besonderen Hygienemaßnahmen

Die Kammer hat alle Beteiligten vorab darüber informiert, dass sie im Unterricht eine persönliche Schutzausrüstung tragen müssen, ergänzt um eine Behelfsmaske. Kammermitarbeiter sorgen von der ersten Minute an für die Einhaltung des Mindestabstands. So werden die Teilnehmer schon vor ihrem Eintreffen im BTZ von den Parkplätzen bis in die Gebäude hinein begleitet und noch vor dem Start des Lehrgang über die erforderlichen Hygienemaßnahmen informiert. Zu den geplanten Infektionsschutzmaßnahmen gehören auch versetzte und beaufsichtigte Pausenzeiten. Die Handwerkskammer-Belegschaft wird die Einhaltung der Hygieneregelungen in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Unterdessen gehen neue Lehrverträge bei der Kammer derzeit nur sehr schleppend ein. Denn Betriebe sowie Schülerinnen und Schüler, die sich für eine duale Ausbildung im Handwerk interessieren, sind während der Kontaktbeschränkungen verunsichert. Aktuell geht die Handwerkskammer Trier jedoch davon aus, dass sich die Unsicherheiten bis Ende Mai, Anfang Juni auflösen. "Auf Angebots- und Nachfrageseite sollte dann ein ausgleichender Effekt auf dem Ausbildungsmarkt stattfinden", schätzt Abteilungsleiter Ausbildung Dr. Carl-Ludwig Centner die Lage ein.

Mit Ausbildung gegen den Fachkräftemangel

"Die Ausbildungsbetriebe zögern derzeit noch. Sie werden sich aber wieder auf die Lösung des Fachkräftemangels besinnen, indem sie selbst ausbilden." Zudem setzt Dr. Centner auf den Effekt, dass die Schülerinnen und Schüler sich über ihre berufliche Zukunft Gedanken machen, wenn sie nach dem Neustart in der Schule wieder von ihren Berufswahlkoordinatoren dazu angehalten werden. Kaum neu abgeschlossene Lehrverträge – das ist nur die eine Seite. Denn es gibt auch gute Nachrichten: Wegen der Corona-Pandemie im Bezirk der Handwerksammer Trier wurde kein einziges Lehrverhältnis aufgelöst. Auf das Handwerk ist also auch in dieser Hinsicht Verlass!

 

Schwierigkeiten während der Krise Gerade während der Pandemie ist die Stimmung getrübt, sodass es in Einzelfällen zwischen Lehrling und Ausbildern immer wieder kriselt. Wer zur Aufrechterhaltung des Lehrverhältnisses Unterstützung braucht, kann sich an die Handwerkskammer wenden.

Kontakt: Ralf Gessinger (Tel. 0651/207124), Karl-Heinz Schwall (Tel. 0651/207123), Karin Praus (Tel. 0651/207401)

Weitere Meldungen aus dem Bezirk der Handwerkskammer Trier

Text: / handwerksblatt.de

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