Nach nur zwei Jahren erhält der Hyundai Santa Fe eine Überarbeitung.

Nach nur zwei Jahren erhält der Hyundai Santa Fe eine Überarbeitung. (Foto: © Hyundai)

Hyundai Santa Fe: Jetzt auch als Hybrid

Hyundai gönnt dem Santa Fe schon jetzt ein umfangreiches Facelift. So gibt es neben optischen Retuschen eine völlig neue Plattform mit zwei Hybrid-Varianten für das SUV.

Das ging jetzt aber richtig fix. Eigentlich wäre noch gar keine Modellüberarbeitung fällig gewesen. Schließlich befindet sich die aktuelle Ausgabe des Hyundai Santa Fe seit nicht einmal zwei Jahren auf dem Markt. Doch die Koreaner sind schnell und untertreiben mit dem Begriff Facelift sogar, denn zum Herbst tritt der Santa Fe auf einer völlig neuen Plattform an. Die technische Basis stammt vom Schwestermodell Kia Sorento und lässt sich mit elektrischen Antrieben kombinieren. Daher gibt es den überarbeiteten Santa Fe erstmals auch mit einem Hybrid sowie einem Plug-in-Hybriden.

Zwei neue Hybride zur Wahl

Von hinten gibt sich das geliftete SUV am durchgängigen Leuchtenband zu erkennen. Foto: © HyundaiVon hinten gibt sich das geliftete SUV am durchgängigen Leuchtenband zu erkennen. Foto: © Hyundai

Den Einstieg bildet eine neuer 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer, der es in Kombination mit einem 44,2 kW starken Elektromotor auf eine Gesamtleistung von 230 PS bringt. Das maximale Drehmoment liegt bei 350 Nm an und als Stromspeicher dient eine 1,49 kWh starke Lithium-Ionen-Polymerbatterie. Der Hybrid lässt sich sowohl mit Front- wie auch mit Allradantrieb bestellen. Anfang 2021 folgt dann der Santa Fe als Plug-in-Hybrid. Hier übernimmt auf der Verbrennerseite ebenfalls der 1,6-Liter-Benziner den Antrieb. In Verbindung mit einem 66,9 kW starken E-Motor leistet der Plug-in-Hybride jedoch 265 PS. Die Kapazität der Akkus liegt mit 13,8 kWh gegenüber der Einstiegsversion deutlich höher, das Drehmoment bleibt mit 350 Nm hingegen gleich. Bei der kräftigeren Plug-in-Variante ist der Allradantrieb immer serienmäßig. Beide Hybrid-Varianten erhalten zudem eine neue Sechsstufen-Automatik, die eine verbesserte Kraftübertragung und eine höhere Kraftstoffeffizienz bieten soll.

Neuer Diesel mit Achtgang-Doppelkupplung

Darüber hinaus erhält das SUV-Flaggschiff der Koreaner einen überarbeiteten Dieselmotor. Für den 2,2-Liter-Selbstzünder wurde zudem der Einspritzdruck von 2.000 auf 2.200 bar erhöht, wodurch sich die Motorleistung von 200 auf 202 PS leicht erhöht. Das maximale Drehmoment beträgt 440 Nm. Außerdem übernimmt bei dem Diesel nun ein neu entwickeltes Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe die Kraftübertragung. Das neue Achtganggetriebe arbeitet nun mit nasslaufenden Kupplungen. Dadurch soll es sanfte Schalteigenschaften ermöglichen und im Vergleich zum bisherigen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe einen höheren Wirkungsgrad besitzen.

Bulliger im Auftritt, innen mehr Komfort

Für den Innenraum gibt es neue Displays und mehr Konnektivität. Foto: © HyundaiFür den Innenraum gibt es neue Displays und mehr Konnektivität. Foto: © Hyundai

Auch optisch präsentiert sich der geliftete Santa Fe anders. Die Frontpartie wurde völlig neu gestaltet. Der Kühlergrill fällt voluminöser aus und reicht bis zu den neuen Scheinwerfern. Und am Heck liegen die LED-Rückleuchten nun etwas weiter unten und sind mit einer durchgehenden Leuchtgrafik verbunden. Weiterhin ist das Mittelklasse-SUV wahlweise als Fünf- oder Siebensitzer lieferbar. Zusammen mit dem Facelift erhält der Innenraum eine Auffrischung. Hier gibt es nun ein neues digitales 12,3-Zoll-Cockpit-Display sowie einen 10,25-Zoll-Touchscreen. Und in Sachen Konnektivität ist der Santa Fe besser vernetzt. Über eine Smartphone-App kann der Fahrer nun Informationen zum Fahrzeug aus der Ferne abrufen und steuern. So lässt sich das Auto mittels Handy etwa ver- und entriegeln oder man kann eine Zieladresse an das Navigationssystem senden. Diverse Live-Services liefern darüber hinaus Verkehrsinformationen in Echtzeit oder aktuelle Informationen über freie Parkplätze. Außerdem ist die intelligente Spracherkennung nun schlauer und bietet mehr Personalisierungsmöglichkeiten.

Einparken per Fernsteuerung

Zudem erhält der Hyundai Santa Fe mehr Assistenten. Foto: © HyundaiZudem erhält der Hyundai Santa Fe mehr Assistenten. Foto: © Hyundai

Zugelegt haben auch die Fahrassistenten. So verfügt der Santa Fe etwa über einen neuen Autobahn-Assistenten, der die Geschwindigkeit automatisch an die Verkehrsverhältnisse anpasst und dabei die Spur hält. Beim Rückwärtsfahren erkennt der Santa Fe jetzt hingegen Hindernisse und bremst automatisch ab. Neu für das koreanische SUV ist außerdem die ferngesteuerte intelligente Einparkhilfe (RSPA). Sie ermöglicht es dem Fahrer, den Santa Fe mithilfe der Schlüsselfernbedienung vorwärts oder rückwärts einzuparken, ohne dass er dabei selbst im Auto sitzt. Was der geliftete Santa Fe kosten wird, bleibt allerdings noch bis zur Markteinführung im Herbst offen.

Text: / handwerksblatt.de

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