Stolze 300 PS sorgen für eine Menge Fahrspaß im Cupra Ateca, findet unser Autor. (Foto: © Seat)

Feuriger Cupra Ateca für stürmische Handwerker

Mobilität - Pkw

Mit dem neuen Cupra Ateca präsentiert Seat einen Extrem-Sportler im kompakten SUV-Outfit. Wir haben dem Heißsporn auf den Zahn gefühlt und sagen, ob er auch was für den sportlichen Handwerker ist.

Satte 300 PS, eine tolle Optik und ein knackiges Fahrverhalten - das ist der neue Cupra Ateca. Cupra, kennen sie nicht? Vielleicht doch, denn so hießen bisher alle sportlichen Modelle der spanischen VW-Tochter Seat. Und die laufen ab sofort unter einem eigenen Markenlabel.

Die Bezeichnung Cupra steht für Cup Racing. Das erste Serienmodell im Portfolio der spanischen Sub-Marke von Seat ist der Cupra Ateca, eine Riege von weiteren Heißblütern soll nach und nach das Cupra-Angebot erweitern. Mit der Präsentation des Leon-Nachfolgers Anfang nächsten Jahres werden zwei weitere Cupra-Ableger (Fünftürer und Kombi) folgen. Außerdem ist für 2020 die Serienversion der in Genf präsentierten Crossover-Studie Cupra Formentor geplant.

Optisch setzt der Cupra Ateca schon einmal ordentlich auf Dynamik. Angefangen beim neugestalteten Cupra-Emblem an seiner Frontpartie nebst einem Kühlergrill in Wabenstruktur. Der Stoßfänger trägt im unteren Bereich breite Lufteinlässe, die von einem Cupra-Schriftzug garniert werden. Abgerundet wird das Ganze mit dezentem Spoilerwerk, 19-Zoll-Alurädern sowie zwei Doppel-Endrohren, die unter dem Heckdiffusor liegen. Die Abgasanlage brabbelt satt, ohne aber jemals aufdringlich zu wirken.

Leistung hat der Cupra Ateca im Überfluss

Leistung hat der Cupra Ateca im Überfluss. Sein Zweiliter-Turbo verfügt über satte 400 Newtonmeter an Drehmoment, die bereits bei niedrigen 2.000 Touren bereit stehen. Dementsprechend früh legt sich der feurige Spanier ins Zeug und sprintet von Null auf Tempo 100 in nur 5,2 Sekunden.

Für reichlich Grip sorgt der werksseitig verbaute Allradantrieb, aber auch sonst bereitet das 300-PS-SUV mit seiner atemberaubenden Kraftentfaltung viel Spaß: Der Vortrieb endet – wenn es sein muss – erst bei bei einer Spitze von 247 km/h. Wer es allerdings öfter zu forsch angeht, wird den Normverbrauch von 8,3 Litern Super Plus nur ziemlich selten schaffen.

Adaptives Fahrwerk mit Sport- und Geländemodus

Auch im Innenraum setzt der Spanier auf Dynamik Foto: © Seat
Auch im Innenraum setzt der Spanier auf Dynamik Foto: © Seat

Serienmäßig ist der Cupra Ateca mit einem schnell agierenden Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ausgerüstet. Mit seiner direkten Lenkung lässt sich der Spanier äußerst genau zirkulieren und bleibt in zügig angegangen Kurven lange neutral. Doch zeigt der Heißsporn auch Nehmerqualitäten und rollt mit seinem adaptiven Fahrwerk geschmeidig über Unebenheiten ab. Hierzu wird einfach der Drehregler für den Fahrmodus vom Cupra-Sportprogramm in die Normalstellung geschoben.

Darüber hinaus hat der Cupra Ateca einen Geländemodus, mit dem er leichte bis mittelschwere Offroadstrecken problemlos meistert. Sportlich ambitionierte Handwerker brauchen also im täglichen Umgang keine Einschränkungen befürchten.

Innen sorgen ein virtuelles Cockpit mit zentralem Drehzahlmesser, das nach unten abgeflachtes Sportlenkrad sowie viel Alcantara an den Sitzen und Türverkleidungen für das nötige Flair. Das acht Zoll große Multimedia ist bereits schon aus dem gewöhnlichen Ateca bekannt. Das Navi reagiert manchmal etwas träge, doch sind die restlichen Bedienfunktionen bis hin zum üppigen Platzangebot völlig in Ordnung. Die sportlichen Integralsitze passen wie angegossen, hinten sitzen auch Große mit genügend Bewegungsfreiheit und in den Kofferraum passen beachtliche 485 Liter rein. Bei umgeklapptem Mobiliar sind es sogar 1.579 Liter.

Es geht noch sportlicher – aber auch noch teurer

Am Heck trägt der Cupra Ateca einen großen Dachspoiler Foto: © Seat
Am Heck trägt der Cupra Ateca einen großen Dachspoiler Foto: © Seat

Die Ausstattung fällt umfangreich aus, ebenso bringt der Cupra Ateca einige Fahrerassistenten mit. Allerdings ist das spanische Sport-SUV mit 36.008 Euro (alle Preise netto) auch nicht gerade ein Schnäppchen.

Hinzu kommen noch weitere feine Extras, mit denen sich der Cupra Ateca noch sportlicher machen lässt. Dazu zählen unter anderem die Eingangs erwähnten Integral-Schalensitze (1.576 Euro), die fast ähnlich fest zupacken, wie die Brembo-Bremsanlage für 2.265 Euro.

Weniger gefallen findet jedoch die Aufpreispolitik der neuen Cupra-Sportabteilung. Viele Dinge müssen extra bezahlt werden. Angefangen beim Ablagenpaket für den Innenraum bis hin zum doppelten Ladeboden im Gepäckabteil. Auch andere Selbstverständlichkeiten kosten Aufpreis. Gemessen am hohen Grundpreis ist das ziemlich schade.

Text: / handwerksblatt.de

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