Der neue Hyundai i10

Der neue Hyundai i10 (Foto: © Hyundai)

Hyundai: Ganz groß – der kleine i10

Hyundai hat seinen Kleinwagen i10 neu auf die Räder gestellt. Schon die kleinste Version überzeugt und bietet viel für wenig Geld!

Wer einen Blick auf das A-Segment, also der Kleinwagen, wirft, stellt fest, dass sich immer mehr Hersteller daraus zurückziehen. Ausnahmen bestätigen die Regel – und dazu zählt der koreanische Autobauer Hyundai, der mit seinem neuen i10 ein starkes Statement zu dieser gern despektierlich genannten Keksdosenklasse abliefert.

Go Big mit dem Kleinwagen

Der neue Hyundai i10 Foto: © Hyundai
Der neue Hyundai i10 Foto: © Hyundai

Mit der Größe kokettiert der Konzern auch in seiner Marketingansage, die ganz simpel "Go Big" heißt. Und "big", also groß, ist der Wagen mit seiner Länge von 3,67 Meter innen. Mit meinen 1,80 Meter habe ich nicht nur bequem auf Fahrer- und Beifahrerseite Platz, sondern auch hinten. Problematisch wird es allenfalls, wenn deutlich größer gewachsene Fahrer den Sitz ganz nach hinten schieben – dann will man nicht unbedingt zu Fünft hinten sitzen. Denn der kleine i10 ist sowohl als Vier- als auch Fünfsitzer zu bekommen. Platz für Gepäck ist dank 256-Liter-Kofferraum auch noch.

Drei Leistungsstufen

Der neue Hyundai i10 Foto: © Hyundai
Der neue Hyundai i10 Foto: © Hyundai

Ein weiteres Zahlenspiel gilt auch für den Motor. Denn der i10 hat drei oder vier Zylinder unter der Haube. Entsprechend unterschiedlich sind die Leistungen. Schauen wir genauer hin: mit 49 kW/67 PS Leistung arbeitet ein sparsamer Ein-Liter-Dreizylinder an der Fortbewegung, der Vierzylinder bietet 62 kW/84 PS und 1,2 Liter Hubraum. Dabei ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: Im Sommer folgt der Mini als i10N, also der leistungsstarken Baureihe bei den Koreanern, mit satten 100 PS.

Netto unter 10.000 Euro

In der Praxis gefällt schon der kleine Motor. Klar, bei vollem Tritt aufs Gaspedal müht sich der i10 schon mächtig, wenn er an Steigungen an Tempo gewinnen will. Auch die Lautstärke ist bei beiden Versionen gerade im oberen Drehzahlbereich schon dezibelgewaltig. Aber wir fahren keine gründlich gedämmte Nobelkarosse, sondern einen Kleinwagen, der preislich bei 9.235,30 Euro netto anfängt.

Gut ausgestattet

Der neue Hyundai i10 Foto: © Hyundai
Der neue Hyundai i10 Foto: © Hyundai

Dafür erhalten Käufer schon richtig viel. Ein Tempomat ist ebenso schon an Bord wie ein aktiver Spurhalteassistent oder elektrische Fensterheber vorne. Stolz weist Hyundai daraufhin, dass das Modell die umfangreichste Sicherheitsausstattung seiner Klasse hat. Neben der Sicherheit können sich Käufer noch mit zahlreichen Optionen selber verwöhnen. Vier Ausstattungsstufen gibt es, die höchste nennt sich Style und lässt für netto 14.025,21 Euro keine Wünsche mehr offen, wobei der Preis (wie auch der für das Einstiegsmodell) jeweils für das kleine Ein-Liter-Aggregat gelten.

Souverän auf der Straße

Das Fahrverhalten ist souverän und mit der Größe gibt es auch kein Problem bei der Parkplatzsuche. Da wir mit der besten Ausstattungsvariante unterwegs sind, können wir die Einparkhilfe und die Rückfahrkamera nutzen. Bei einer kleinen Pause checken wir den Verbrauch. Hyundai gibt den Spritdurst für das kleine Aggregat als Viersitzer mit 4,2 bis 4,4 Litern an, beim Fünftürer sind es 4,4 bis 4,8 Liter Super. Für das 84-PS-Aggregat stehen 4,6 bis 4,9 Liter in den technischen Daten. Nach einer flotteren Fahrt über Autobahn, Landstraße und Stadtstraßen mit diesem Motor pendelte sich der Praxisverbrauch für den Fünftürer bei einem Liter mehr ein.

Automatisiertes Schaltgetriebe

Der neue Hyundai i10 Foto: © Hyundai
Der neue Hyundai i10 Foto: © Hyundai

Wer keinen Handschalter mag, kann den i10 auch mit einem automatisierten Schaltgetriebe ordern. Das verrichtet seine Arbeit gemütlich und behäbig. Beim Tritt aufs Gaspedal bedarf es schon einer gewissen Reaktionsdauer, bis die PS ins Fahrgeschehen eingreifen. Fahrer, die Wert auf eine gewisse Spritzigkeit legen, sollten daher lieber zum Handschalter greifen.

Telematikdienste möglich

In Sachen Konnektivität ist der Kleine wiederum ganz groß. Denn mit Bluelink halten sogenannte Telematikdienste Einzug ins Kleinwagensegment. Fahrer des i10 können dank Mobilfunk und SIM-Karte Fahrzeugdaten abrufen und beispielsweise den Wagen auf- oder zuschließen sowie Navidaten ins Cockpit schicken. Gleichzeitig gibt es Services wie Echtzeit-Verkehrsdaten oder Warnungen, weil das Fahrzeugalarmsystem auslöst.

Fazit

Mit dem neuen i10 gibt es zahlreiche neue Features im Kleinwagensegment. Der Kleine bietet viel für wenig Geld. Sportlich ambitionierte Fahrer sollten sich bis Sommer Zeit lassen, weil dann der i10 N mit 100 PS kommt.

Text: / handwerksblatt.de

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