Der Anstieg des Mindestlohns macht sich vor allem im Gastgewerbe bemerkbar.

Der Anstieg des Mindestlohns macht sich vor allem im Gastgewerbe bemerkbar. (Foto: © nyul/123RF.com)

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Mittelstand startet schwach ins neue Jahr

Betriebsführung

Der deutsche Mittelstand hat einen schwachen Start ins neue Jahr hingelegt. Umsätze und Beschäftigung sind rückläufig. Gleichzeitig steigen Löhne und Gehälter. Das zeigt der aktuelle Datev Mittelstandsindex.

Der deutsche Mittelstand ist schwach ins Jahr 2026 gestartet. Das zeigen die aktuellen Daten des Datev-Mittelstandsindex. Zwar stieg der Umsatzindex im Januar saison- und kalenderbereinigt um 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr liegt er jedoch weiterhin im Minus – um 0,7 Prozent. 

"Entgegen mancher optimistischen Verlautbarungen gibt es derzeit keine belastbaren Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung", sagt Prof. Dr. Robert Mayr, CEO der Datev eG.

Besonders stark betroffen ist das Verarbeitende Gewerbe mit einem Umsatzminus von 4,8 Prozent. Auch das Gastgewerbe bleibt auf dem schwachen Niveau der Vormonate. Im Baugewerbe setzt sich die negative Entwicklung fort.

Nach Unternehmensgrößen zeigen sich deutliche Unterschiede: Kleinstunternehmen verzeichnen mit minus 2,7 Prozent den stärksten Rückgang, kleine Unternehmen kommen auf ein Minus von 1,2 Prozent. Mittlere Unternehmen hingegen steigern ihre Umsätze um 0,9 Prozent.

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Während die Umsätze schwächeln, steigen die Löhne und Gehälter weiter. Sie liegen im Januar um 3,9 Prozent über dem Vorjahresniveau – getrieben vor allem von der Mindestlohnerhöhung zum Jahreswechsel. Besonders stark fallen die Zuwächse im Gastgewerbe (plus 6,1 Prozent) und bei den Sonstigen Dienstleistungen (plus 5,8 Prozent) aus.

Die Beschäftigung bewegte sich im Januar auf dem Niveau von Dezember 2025, liegt dabei aber mit 0,8 Prozent leicht unter dem Wert von Januar 2025. Am stärksten fällt der Rückgang im Gastgewerbe (minus 3,2 Prozent) aus. Bei der Betrachtung nach Unternehmensgröße zeigen sich die mittleren Unternehmen nach wie vor als Beschäftigungsmotor. Während in den Kleinst- und kleinen Unternehmen Jobs verloren gehen, erzielen sie als einzige Größenklasse ein Plus von 2,4 Prozent.

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Text: / handwerksblatt.de

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