Kleine Unternehmen mit Umsatzplus
Kleinere Unternehmen sorgten im März für leichte Umsatzimpulse. Das geht aus dem Datev-Mittelstandsindex hervor. Ganz anders sieht es bei Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten aus.
Kleine Unternehmen mit zehn bis 49 Beschäftigten sorgen im März 2026 für leichte Umsatzimpulse im Mittelstand. Sie steigern ihre Erlöse saison- und kalenderbereinigt um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das geht aus den aktuellen Daten des Datev-Mittelstandsindex hervor. Kleinstunternehmen hingegen verzeichnen im gleichen Zeitraum ein Minus von 3,8 Prozent.
Insgesamt legt der Mittelstand im Vergleich zu März 2025 nur leicht zu: Der Umsatz steigt saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent. Gegenüber dem Vormonat erhöht sich der Umsatzindex um 1,0 Prozent auf 97,0 Punkte.
"Die Umsatzentwicklung bleibt verhalten. Während die Löhne weiter deutlich steigen, kommt die Beschäftigung kaum voran. Damit zeigt sich ein insgesamt unausgewogenes Bild aus steigenden Kosten und nur moderaten Umsatzimpulsen – der Spielraum für den Mittelstand bleibt entsprechend begrenzt. Das ist keine Erholung, sondern Stillstand unter Druck", sagt Datev-CEO Prof. Dr. Robert Mayr.
Branchen mit Plus, aber niedrige Basis
In mehreren Branchen zeigen sich positive Umsatzentwicklungen, die sich teilweise durch die niedrige Vergleichsbasis der schwachen Vorperioden erklären. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnet im Vorjahresvergleich mit einem Plus von 3,6 Prozent den stärksten Zuwachs. Auch das Baugewerbe (plus 2,6 Prozent) und der Handel (plus 1,9 Prozent) liegen im positiven Bereich.
Löhne steigen deutlich – vor allem am Bau
Die Löhne und Gehälter im Mittelstand steigen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,5 Prozent. Besonders stark fällt das Plus im Baugewerbe mit 7,9 Prozent aus. Die Beschäftigung entwickelt sich insgesamt kaum.
Deutliche regionale Unterschiede prägen das Bild: Während einige westdeutsche Bundesländer leichte Zuwächse verzeichnen, geht die Beschäftigung in Ostdeutschland durchgängig zurück. Am stärksten ist der Rückgang in Sachsen-Anhalt mit minus 1,5 Prozent.
Quelle: Datev
DHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale Deutsche Handwerksblatt (DHB) registrieren!
Text:
Kirsten Freund /
handwerksblatt.de
Kommentar schreiben