Eine einzige Jacke für wechselhaftes Wetter reicht nicht aus. Gefragt ist ein System, das sich dem Arbeitstag anpasst – der Zwiebellook.

Eine einzige Jacke für wechselhaftes Wetter reicht nicht aus. Gefragt ist ein System, das sich dem Arbeitstag anpasst – der Zwiebellook. (Foto: © Carhartt)

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Zwiebellook für Handwerker: So sind Sie bei jedem Wetter gerüstet

Alles übereinander ziehen reicht nicht aus, damit der Zwiebellook richtig funktioniert. Ein ausgeklügeltes System sorgt für Wohlbefinden bei wechselndem Wetter.

Der Workwear-Hersteller Carhartt gibt Tipps, wie der Zwiebellook richtig anzuwenden ist, damit Beschäftigte auf der Baustelle bei jedem Wetter richtig angezogen sind. Wer morgens friert, mittags schwitzt und nachmittags im Regen steht, merkt schnell: Eine einzige Jacke für solch wechselhaftes Wetter reicht nicht aus. Gefragt ist ein System, das sich dem Arbeitstag anpasst – der Zwiebellook.

Effizientes Schichtsystem: Der Zwiebellook bei Arbeitskleidung

Dieser meint jedoch nicht, einfach mehrere Lagen übereinanderzuziehen. Dahinter steckt ein funktionales Zusammenspiel ausgewählter Kleidungsschichten. So hilft der Zwiebellook, die Körpertemperatur konstant zu halten, Feuchtigkeit gezielt abzuleiten und Überhitzung oder Auskühlen zu vermeiden. Das wirkt sich nicht nur auf das Wohlbefinden aus, sondern auch auf die Konzentration, Leistungsfähigkeit und langfristig auch auf die Gesundheit.

Carhartt entwickelt seit Generationen funktionale Arbeitskleidung für Menschen, die täglich unter wechselhaften Bedingungen arbeiten. So versteht die Marke Workwear nicht als Einzelprodukt, sondern als durchdachtes System. Vom feuchtigkeitsregulierenden Force™-Shirt bis zur isolierenden oder wasserdichten Außenschicht wird jede Lage so konzipiert, dass sie ihren klaren Zweck erfüllt und im Zusammenspiel funktioniert.

Klare Aufgabenteilung der Schichten

Das Grundprinzip vom Zwiebeln ist einfach und wirkungsvoll: Jede Schicht übernimmt eine klare Aufgabe. Direkt auf der Haut sorgt die Basisschicht dafür, Feuchtigkeit vom Körper wegzuleiten. Darüber speichert eine zweite, isolierende Schicht Wärme, ohne die Hitze zu stauen. Die äußere Lage schützt zuverlässig vor Wind und Regen. Entscheidend ist dabei nicht die Anzahl der Kleidungsstücke, sondern ihr Zusammenspiel.

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Die Schichten müssen miteinander funktionieren wie ein System: Feuchtigkeit wird nach außen transportiert, Wärme bleibt dort, wo sie gebraucht wird, und Wettereinflüsse werden abgehalten. Wer den Zwiebellook richtig einsetzt, kann spontan reagieren, ohne den Arbeitstag zu unterbrechen. Wird es intensiver, verschwindet eine Lage. Folgt ein Wetterumschwung, kommt sie wieder dazu. So bleibt die Körpertemperatur konstant und die Arbeit kann ohne Kompromisse angepackt werden.

Die Basisschicht: das Fundament des Zwiebellooks

Foto: © CarharttFoto: © Carhartt

Alles beginnt direkt auf der Haut. Gerade bei körperlicher Arbeit kommt man schnell ins Schwitzen – und hier liegt einer der häufigsten Fehler. Reine Baumwoll-Shirts fühlen sich zwar angenehm an, saugen sich jedoch mit Feuchtigkeit wie Schweiß auf und geben diese kaum wieder ab. Die Folge: Der Körper kühlt aus, sobald die Bewegung nachlässt. Eine funktionale Basisschicht muss deshalb vor allem eines leisten: Feuchtigkeit vom Körper wegtransportieren und schnell trocknen.

Modelle wie das Carhartt Force™ Longsleeve-T-Shirt oder das Carhartt Force™-T-Shirt bestehen aus einem leichten Materialmix mit hohem Polyesteranteil, der Feuchtigkeit aktiv nach außen ableitet und schneller trocknet als Baumwolle. Gleichzeitig sorgt der Baumwollanteil für ein angenehmes Tragegefühl auf der Haut. Die Force™-Technologie von Carhartt ist entwickelt worden, um den Feuchtigkeitstransport zusätzlich zu unterstützen und auch bei intensiver Bewegung für ein ausgeglichenes Körperklima zu sorgen. Damit bildet diese Schicht das funktionale Fundament des Zwiebellooks.

Die Isolationsschicht: Wärme speichern, ohne zu überhitzen

Über der Basisschicht geht es um gezielte Wärme, nicht um maximale Dicke. Gerade in den frühen Morgenstunden, bei Wind oder in Arbeitspausen braucht der Körper eine isolierende Schicht, die Wärme speichert, ohne einen Hitzestau zu verursachen. Hier kommen Midlayer wie das mit Sherpafleece gefütterte Midweight Rain Defender™-Sweatshirt ins Spiel. Das mittelschwere Material bietet angenehme Isolation, während die wasserabweisende Rain Defender®-Ausrüstung leichten Nieselregen abhält.

Gleichzeitig bleibt das Sweatshirt flexibel genug, um bei steigender Aktivität nicht einzuengen. Für noch mehr Bewegungsfreiheit eignet sich eine Weste wie die Galesburg-Softshellweste als Isolationsschicht: Sie wärmt den Rumpf – dort, wo der Körper besonders viel Wärme verliert –, lässt aber die Arme frei für präzise Arbeiten. Die Isolationsschicht speichert Wärme, wenn sie gebraucht wird, und verschwindet im Zweifel schnell wieder im Spind oder Fahrzeug.

Die Schutzschicht: Wind und Regen kontrollieren

Die äußere Schicht entscheidet darüber, wie gut man durch den Tag kommt. Sie muss vor Wind und Regen schützen, darf dabei aber nicht schwer, steif oder luftundurchlässig sein. Gerade im Frühjahr wechseln trockene Phasen, Nieselregen und stärkere Böen oft innerhalb weniger Stunden. Sowohl die Carhartt Monterey-Jacke als auch die gefütterte Carhartt Montana-Jacke sind mit der wasserdichten und atmungsaktiven Storm Defender®-Technologie ausgestattet. Sie halten Regen und Wind konsequent ab und sind gleichzeitig so konstruiert, dass entstehende Körperwärme nach außen entweichen kann. Der Unterschied liegt jedoch im Aufbau: Die Monterey-Jacke ist als ungefütterte Wetterschutzjacke konzipiert und eignet sich besonders für aktive Arbeitstage, an denen vor allem Nässeschutz gefragt ist. Sie funktioniert als reine Schutzschicht über Basis- und Isolationsschicht.

Die Montana-Jacke hingegen verfügt zusätzlich über eine integrierte Isolation. Sie kombiniert Wetterschutz mit Wärmeleistung und ist damit die passende Wahl, wenn neben Regen auch niedrige Temperaturen eine Rolle spielen – etwa bei frühen Starts oder längeren Außenarbeiten. Die Schutzschicht ist damit kein starres Element, sondern die variable Außenhülle des Systems. Je nach Wetterlage kann sie leicht und funktional bleiben oder isolierend wirken, wenn es erforderlich ist. Entscheidend ist, dass sie mit den darunterliegenden Schichten zusammenarbeitet und nicht gegen sie. So wird der Zwiebellook auf der Baustelle zum durchdachten System. 

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Text: / handwerksblatt.de

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