Kommt Ende Januar zu den 276 Händlern in Deutschland: der Suzuki e Vitara.

Kommt Ende Januar zu den 276 Händlern in Deutschland: der Suzuki e Vitara. (Foto: © Suzuki)

Vorlesen:

Der Vitara wird elektrisch

Suzuki stellt mit dem e Vitara sein erstes vollelektrisches Modell vor – und eröffnet damit bis 2030 eine Modelloffensive.

Die E-Autoprämie ist gerade mal einen Tag alt, nachdem Bundesumweltminister Carsten Schneider die Konditionen verkündet hat, da stellt Suzuki mit dem e Vitara sein erstes vollelektrisches Modell vor. Ein besseres Timing hätte sich die deutsche Suzuki-Vertretung nicht vorstellen können. Denn mit Preisen zwischen 20.000 und 40.000 Euro (netto: zwischen 25.000 und 36.000 Euro) für ein kompaktes SUV zielen die Japaner auf eine Käuferklientel, für die bislang ein Allrad-Angebot in dem Preissegment eher überschaubar war.

Kann on- und offroad: der Suzuki e Vitara. Foto: © SuzukiKann on- und offroad: der Suzuki e Vitara. Foto: © Suzuki

Den neuen e Vitara, der ab Ende Januar an die 276 Händler in Deutschland ausgeliefert wird, gibt es in zwei Batteriegrößen. Das Einstiegsmodell ist die Ausstattungsvariante Club und hat eine 49-kWh-Batterie, die höheren Versionen Comfort und Comfort+ kommen mit einem 61-kWh-Akku. Die kleine Batterie hat eine Reichweite von 344 Kilometern, bei der großen Version liegen die Reichweiten je nach Ausstattung entweder bei 395 oder 426 Kilometern.

Mit und ohne Allradantrieb

Die Heckansicht des Suzuki e Vitara, der bereits ab netto 25.201,68 Euro mit Frontantrieb startet. Foto: © SuzukiDie Heckansicht des Suzuki e Vitara, der bereits ab netto 25.201,68 Euro mit Frontantrieb startet. Foto: © Suzuki

Der Grund für den Unterschied liegt in der Ausführung als Allrad ("Allgrip-e") oder reinen Fronttriebler. Der Allradantrieb frisst eben mehr Energie und hat auch ein höheres Gewicht. Wobei die Japaner grundsätzlich Wert auf Effizienz und Leichtbau gelegt haben, um eine möglichst gute Reichweite zu erzielen.  

Auch die Motorleistungen fallen unterschiedlich aus. Der Club mit seiner kleinen Batterie hat eine Systemleistung von 106 kW, die Ausführung mit der 61-kWh-Batterie verfügt über 128 kW. Allerdings haben die Entwickler rund um den Chefentwickler Sumio Ono der Allradausführung 7 kW mehr spendiert, was sich dann ebenfalls im Verbrauch bzw. der Reichweite bemerkbar macht. Sie haben den e Vitara auf der neuen Heartect-e Plattform aufgebaut, die sie speziell für sämtliche batterieelektrische Modelle entwickelt haben. Immerhin sind die Lithium-Eisenphosphat-Akkus in rund 45 Minuten von zehn auf 80 Prozent gefüllt, wenn sie an einem 100-kW-Gleichstromanschluss hängen. Für Wechselstrom bis maximal 11 kW braucht die Batterie bei zehn Prozent Füllstand rund 4,5 Stunden, um 100 Prozent zu erreichen.

Kleiner Wendekreis

Der Blick auf das Cockpits des Suzukis e Vitara Foto: © SuzukiDer Blick auf das Cockpits des Suzukis e Vitara Foto: © Suzuki

Auf der Testfahrt mit dem 4,275 Meter langen, 1,80 Meter breitem und 1.635 Meter hohem e Vitara bei eisigen Temperaturen im Weserbergland zeigt sich das Modell angenehm entspannt mit schönem Komfort und soliden Fahrleistungen. Auf der Autobahn reicht es für ein Toptempo von 150 km/h, der Wagen reagiert präzise aufs Gaspedal und hält mit seiner direkten Lenkung die Spur. In engen Straßen glänzt er mit seinem Wendekreis von gerade mal 10,40 Metern, was auch der Allrad-Version im Gelände zukommt. Auch wenn sich der Großteil der e Vitara nicht abseits des Asphalts bewegen, das Kompakt-SUV kann Gelände, wie der kurze Ausflug belegt.

Platz ist für fünf Personen, auch hinten haben alle reichlich Platz, auch wenn großgewachsene Personen sich mehr Kopffreiheit wünschen. Das Kofferraumvolumen reicht bei umgeklappten Sitzen bis zum Dach vollgepackt für 1.052 Liter. Mit aufgestellter zweiter Sitzreihe liegt das Volumen zwischen 238 und 310 Litern, bei umgeklappter Rückbank 562 Liter.

Start einer Modelloffensive

Suzuki Deutschland hofft auf einen Absatz von 3.000 Einheiten in diesem Jahr und zeigt sich zuversichtlich für die Zukunft. Der Grund, so Suzukis Deputy Managing Director Daniel Schnell: "Es ist der Auftakt einer Modelloffensive, der bis 2030 jedes Jahr ein weiteres Modell folgt." Preislich startet der e Vitara mit der kleinen Batterie bei 25.201,68 Euro. Wer Allrad haben will, steigt ab 33.184,87 Euro inklusive größerer Batterie ein.

DHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale Deutsche Handwerksblatt (DHB) registrieren!

Text: / handwerksblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren: