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HWK Koblenz | Januar 2026
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Im Jahr 2025 entfielen 19,1 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen auf vollelektrische Fahrzeuge. (Foto: © ProMotor/T.Volz)
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Januar 2026
Die jüngste Jahresbilanz des Kraftfahrt-Bundesamts zeigt: Elektroautos setzen ihren Aufwärtstrend fort. Im Jahr 2025 lag ihr Anteil an den Neuzulassungen erstmals bei 19,1 Prozent. Der ZDK fordert weitere Impulse durch staatliche Förderung.
Laut aktueller Jahresbilanz des Kraftfahrt-Bundesamts entfielen im Jahr 2025 19,1 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen auf vollelektrische Fahrzeuge. Dies ist ein Anstieg von 5,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe bewertet die Entwicklung der Elektromobilität im Jahr 2025 als deutlich positiv. Im Dezember 2025 erreichten vollelektrische Fahrzeuge einen Marktanteil von 22,2 Prozent und übertrafen somit bereits den dritten Monat in Folge die 20-Prozent-Marke. Im Gesamtjahr 2025 verzeichneten elektrische Fahrzeuge 19,1 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 lag der Marktanteil bei 13,5 Prozent. Der Zentralverband erwartet für 2026 einen stabilen Anteil von vollelektrischen Fahrzeugen zwischen 20 Prozent und 25 Prozent am Gesamtmarkt.
Für das Jahr 2026 prognostiziert der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe einen Anstieg der Pkw-Neuzulassungen um 3,5 bis vier Prozent auf insgesamt 2,95 Millionen Einheiten. Davon soll etwa eine Million Fahrzeuge über einen Stecker verfügen. Thomas Peckruhn, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, betont: "Die Neuzulassungen des Jahres 2025 senden ein klares Signal in Richtung Aufschwung der Elektromobilität: Wenn dieser Trend sich auch im Jahr 2026 fortsetzt, kann der Hochlauf der Elektromobilität dieses Jahr wirklich Fuß fassen, wenn die Weichen richtiggestellt werden."
Weiter führt Peckruhn aus: "Mit einer wirksam ausgestalteten Förderung kann sich der positive Trend in diesem Jahr deutlich beschleunigen." Für eine nachhaltige Marktdynamik seien eine breitere Modellvielfalt, insbesondere im preissensiblen Segment, sinkende Preisabstände zwischen Verbrennern und Elektrofahrzeugen sowie der kontinuierliche Ausbau der Ladeinfrastruktur entscheidend.
Im Dezember 2025 verzeichneten die Neuzulassungen vollelektrischer Fahrzeuge mit 54.774 Einheiten die höchste monatliche Steigerung des Jahres, was einer Zunahme um 63,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Im Gesamtjahr 2025 ergab sich für vollelektrische Fahrzeuge eine Steigerung um 43,2 Prozent.
Allerdings zeigt der Vergleich mit den Zahlen aus dem Jahr 2023, dass der Hochlauf der Elektromobilität durch den Wegfall der Förderprämien unter der Ampelkoalition gebremst wurde. Peckruhn betont: "Im Zwei-Jahresvergleich zeigt sich diese Ernüchterung und die Notwendigkeit zielgerichteter Förderimpulse: Rechnet man die stark gestiegenen Eigenzulassungen von Herstellern und Händlern bei den gewerblichen Zulassungen heraus, hat der E-Auto-Markt im Jahr 2025 lediglich wieder das Niveau von vor zwei Jahren erreicht. Im privaten Sektor hinken wir."
Seit dem Ende der früheren staatlichen Förderung sind nach Einschätzung des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe effektiv zwei Jahre für die Elektromobilität verloren gegangen. Peckruhn fordert daher: "Um einen echten und nachhaltigen Aufbruch der Elektromobilität in Deutschland sicherzustellen, braucht es jetzt eine klare Ankündigung der Bundesregierung, dass die E-Autoprämie für private Neuzulassungen ab sofort gilt."
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