Was gibt es denn da zu hören? Beim EUHA-Kongress dreht sich alles rund um die Hörakustik.

Was gibt es denn da zu hören? Beim EUHA-Kongress dreht sich alles rund um die Hörakustik. (Foto: © maridav/123RF.com)

66. Internationaler EUHA-Kongress 2022: Treffpunkt der Hörakustik

Vom 12. bis zum 14. Oktober findet der 66. Internationale EUHA-Kongress mit der begleitenden Industrieausstellung in Hannover statt. Die Besucher dürfen sich auf ein fachwissenschaftliches Vortragsprogramm und Innovationen aus der Branche freuen.

Seit 1960 richtet die Europäische Union der Hörakustiker e.V. (EUHA) den Internationalen Hörakustiker-Kongress, weltweit bedeutendster Fachkongress der Branche, aus. Als Plattform für alle, die sich professionell mit der Hörsystemversorgung beschäftigen, führt die EUHA fachwissenschaftlich interessierte Hörakustiker, Wissenschaftler, Ärzte, aber auch interessierte Laien, die sich im Interesse einer bestmöglichen Versorgung der Schwerhörigen fachlich fortbilden wollen, zusammen.

Die Deutsche Messe in Hannover: Der EUHA-Kongress wird im Convention Center stattfinden, die begleitende Industrieausstellung in Halle 6. Foto: © Thomas Koy / Deutsche Messe AGDie Deutsche Messe in Hannover: Der EUHA-Kongress wird im Convention Center stattfinden, die begleitende Industrieausstellung in Halle 6. Foto: © Thomas Koy / Deutsche Messe AG

In diesem Jahr wird Prof. Dr. Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. den Kongress im Convention Center (CC) der Deutschen Messe in Hannover feierlich eröffnen. Darauf wird das Wissenschaftssymposium folgen, bei dem Studien und Untersuchungen zu hörakustikrelevanten Themen aus erster Hand vorgestellt werden. Höhepunkt wird die im Rahmen des Symposiums stattfindende Verleihung der EUHA-Förderpreise sein, außerdem werden die Erkenntnisse der prämierten Arbeit der Forschungsgemeinschaft Deutscher Hörakustiker (FDHA) präsentiert.

Von Forschung und Wissenschaft über Praxis, Marketing und Kommunikation bis hin zu Gesundheitspolitik und Zukunft: Das fachwissenschaftliche Programm des Kongresses beinhaltet mehr als 25 Expertenvorträge und fünf Tutorials, wobei führende Referenten aus dem In- und Ausland ihr aktuelles Wissen teilen werden. Zu den Themen zählen unter anderem die Ergebnisse der neuesten Forschung in Audiologie und Medizin sowie Strategien zur Verbesserung der Hörsystemanpassung und Konnektivität.

Wie sehen die Hörsysteme der Zukunft aus? Was können sie leisten? Welche sind Trends, die die Zukunft beeinflussen werden? Auf was muss sich die Hörakustik-Branche einstellen? Am dritten Veranstaltungstag wird sich beim Future Friday, dem Zukunftsformat der EUHA, alles um die Zukunftsthemen der Hörakustik und Hörsysteme-Industrie drehen.

Neue EUHA AppDen Kongressbesuch vorab planen – die EUHA App bündelt die aktuellen Informationen rund um den EUHA-Kongress 2022. Die App bietet Informationen zum Programm, den Referenten und darüber hinaus können Teilnehmende ihre Termine planen und sich an Wichtiges erinnern lassen. Außerdem ist es möglich, sich über die App zu vernetzen, ein eigenes Profil anzulegen, mit anderen zu chatten und per Matchmaking alle relevanten Kontakte schnell zu finden.

Der Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI) führt begleitend die Ausstellung durch, bei der internationale Aussteller aus der Branche ihre Innovationen zeigen. Als Vertretung aller auf dem deutschen Markt tätigen Hersteller medizinischer Hörsysteme ist der BVHI das Kommunikationsorgan für alle Themen rund um die Hörtechnologie sowie die Prävention und Versorgung von Schwerhörigkeit. Jährlich richtet der BVHI am 3. März gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation den Welttag des Hörens aus.

Infos zum Kongress und zur Industrieausstellung gibt es auf der Website der EUHA.

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Das Gehör schützen

Foto: © EUHA-LärmskalaFoto: © EUHA-Lärmskala

Die EUHA-Lärmskala zeigt verschiedene Geräusche des alltäglichen Umfelds und deren Lärmpegel, ob in der Freizeit oder im Beruf: Die Einwirkung von Lärm kann nervlich belastend sein, jedoch ist sie unter 80 Dezibel nicht schädlich für das Gehör. Ab 85 Dezibel müssen die Ohren geschützt sein, wenn der Lärm über eine gewisse Dauer einwirkt – ab diesem Pegel ist die Nutzung von Gehörschutz im beruflichen Umfeld verpflichtend, sei es zum Beispiel beim Arbeiten mit der Handschleifmaschine oder Kreissäge. Ohne Gehörschutz ist der Hörschaden bei Lärm von einem Pegel über 130 Dezibel unausweichlich. Einzelne Pegelspitzen über 130 Dezibel können bereits ein Knall- oder Explosionstrauma verursachen. Die Folgen: lebenslanges schlechtes Hören und/oder Tinnitus.

Fakten zur Hörsystemeversorgung in Deutschland- 12 Prozent der Bundesbürger halten ihre Hörfähigkeit für gemindert, 37 Prozent davon tragen Hörgeräte (EuroTrak Germany 2018)
- eine Ausweitung der Hörsystemversorgung kann dazu beitragen, sowohl Gesundheitskosten als auch die Risiken von Folgeerkrankungen nachhaltig zu senken
- die jährlichen Kosten für unversorgte Hörminderungen betragen 39 Milliarden Euro (Hearing Loss – Numbers and Costs 2019)
- neuen Studien zufolge ist der mit Abstand größte modifizierbare Risikofaktor einer Demenzerkrankung die unbehandelte Schwerhörigkeit im mittleren Lebensalter (The Lancet 2020)
Quelle: Europäische Union der Hörakustiker e.V.DHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale DHB registrieren!

Text: / handwerksblatt.de

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