Reparieren statt wegwerfen! Das Motto haben sich Handwerk und Initiativen auf die Fahne geschrieben.

Reparieren statt wegwerfen! Das Motto haben sich Handwerk und Reparatur-Initiativen auf die Fahnen geschrieben. (Foto: © Andriy Popov/123RF.com)

Handwerk kooperiert mit Reparatur-Initiativen

Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Handwerkern und Reparatur-Initiativen für beide Seiten gewinnbringend gestaltet werden? Das Projekt RealKoop untersucht diese Frage.

Bei den Anforderungen zum nachhaltigen Wirtschaften spielen Reparaturen eine wichtige Rolle. Oft werden reparaturfähige Güter nicht repariert, obwohl es sich wirtschaftlich lohnen würde. Dadurch ist die Nutzungsdauer vieler Geräte unnötig kurz und wichtige Ressourcen gehen verloren.

Handwerksbetriebe und Reparatur-Initiativen sind die Hauptakteure bei der Reparatur von Gebrauchsgütern. Um die Nachhaltigkeit im Verbrauch zu fördern und die Lebensdauer von Produkten zu verlängern, müssen neue Wege der Kooperation zwischen den Akteuren gesucht werden.

Das Projekt "RealKoop" untersucht, wie Kooperationen zwischen Handwerksbetrieben und Reparaturinitiativen für beide Seiten gewinnbringend gestaltet werden können. Ab September 2021 wird das Team aus dem Institut für Betriebsführung (itb) in Karlsruhe, dem Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh) und dem Zentrum für Kulturforschung (ZfKf) mit dem Aufbau von drei Reallaboren beginnen, um langfristig wirksame regionale Initiativen zu aufzubauen.

Ideen aus dem Labor werden in die reale Arbeit übertragen

In den Reallaboren steht das gegenseitige Lernen in einem experimentellen Projektumfeld im Mittelpunkt. Den beteiligten Betrieben, Organisationen und Initiativen wird die Möglichkeit gegeben, neue Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln und auszuprobieren. Realkoop läuft bis August 2023 und wird vom Umweltbundesamt gefördert.

Die Projekte sollen Ideen für Formen der Zusammenarbeit, der Kooperation oder der Einbindung unterschiedlicher Partner entwickeln. Gegen Ende des Jahres steht die Umsetzung und Erprobung im Reallabor im Vordergrund. Ziel ist es, zum Ende des Projekts die erarbeiteten Erfolgsfaktoren überregional in die Handwerksorganisation, die ehrenamtlichen Initiativen und die Umweltpolitik zu übertragen.

Zur Unterstützung der Handwerksorganisationen wird aktuell ein Leitfaden darüber verfasst, wie sich interessierte Betriebe mit Reparatur-Initiativen vernetzen können um wie neue Kooperationen regional verankert werden.

Interessierte bitte melden!

Da es sich bei den Reallaboren um Zusammenarbeit handelt, können auch weitere interessierte Betriebe und Organisationen eingebunden werden. Bei Interesse stehen die Institute als Ansprechpartner gern zur Verfügung.

Ansprechpartner:
Julia Maxi Bauer
Tel.: 0721/93103-12
E-Mail: bauer@itb.de

Dr. Till Proeger
Tel.: 0551/99 693443
E-Mail: till.proeger@wiwi.uni-goettingen.de 

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Text: / handwerksblatt.de

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