Sei es Schnee, Eisregen oder Blitzeis – der ADAC gibt Tipps, wie Autofahrer sicher durch winterliche Bedingungen kommen.
Im Winter können durch Glätte, Schnee und eisige Temperaturen erschwerte Bedingungen auf Autobahnen und Straßen herrschen. Um sicher durch die winterlichen Bedingungen zu kommen, sind eine gründliche Vorbereitung sowie angepasste Fahrweise geboten. Der ADAC gibt Tipps.
Die richtige Vorbereitung und Ausrüstung
Vor jeder Fahrt muss das Fahrzeug komplett von Schnee oder Eis befreit werden, sodass eine uneingeschränkte Sicht gewährleistet ist und andere Verkehrsteilnehmer nicht durch herabfallende Schneereste gefährdet werden. Das Kennzeichen muss stets lesbar sein. "Bei Bedarf muss auch während der Fahrt eine Pause eingelegt und das Kennzeichen gesäubert werden. Kommen Autofahrer dem nicht nach, droht ein Verwarnungsgeld von fünf Euro", so der Automobil-Club. "Wird das Kennzeichen absichtlich unkenntlich gemacht, kann das ein Strafverfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs nach sich ziehen."
Ein Eiskratzer sowie ein solider Schneebesen sollten jederzeit im Fahrzeug vorhanden sein. Winter- oder geeignete Ganzjahresreifen, welche im Idealfall eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern haben sollten, sind unverzichtbar. "Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld von 60 Euro rechnen, bei einer Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer mit 80 Euro und einem Punkt in Flensburg", erläutert der ADAC.
Die Fahrweise anpassen
Wer bei Schneefall oder auf vereisten Fahrbahnen unterwegs ist, sollte nur so schnell fahren, wie das Fahrzeug sicher beherrscht werden kann. Dabei sollte immer ein großzügiger Abstand zum Vorausfahrenden eingehalten werden. Darüber hinaus sieht die Straßenverkehrsordnung vor, dass die Geschwindigkeit trotz gesetzlicher Tempolimits stets den aktuellen Bedingungen angepasst werden muss. Bei eingeschränkter Sicht unter 50 Metern gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.
Bei glatter Fahrbahn verbessern niedertouriges Fahren und sanfte Lenk- sowie Bremsbewegungen die Kontrolle über das Fahrzeug. Um einen verlängerten Bremsweg auf Eis und Schnee besser einschätzen zu können, kann eine kurze Bremsprobe auf freier Strecke helfen.
Fahrzeug in Extremsituationen stehen lassen
Generell rät der ADAC, das Fahrzeug bei extremen Verhältnissen wie Blizzards, Eisregen oder Blitzeis stehen zu lassen und Fahrten erst dann anzutreten, wenn der Winterdienst geräumt oder gestreut hat.
Video: Fit fürs Autofahren im Winter
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Übrigens …
"Wer den Motor vor Fahrtantritt laufen lässt, um Scheiben leichter freikratzen zu können oder den Innenraum vorzuheizen, schadet der Umwelt und erhöht den Verschleiß des Pkw", erinnert der Automobil-Club. Autofahrer riskieren damit außerdem ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro wegen Verursachens vermeidbarer Abgasbelästigungen.
Weiter rät der ADAC, dass (Winter-)Jacken vor der Fahrt ausgezogen werden sollten. "Ein ADAC Test zeigt: Trägt ein Autofahrer eine Winterjacke und damit den Sicherheitsgurt nicht direkt am Körper, kann bereits ein Auffahrunfall bei 16 km/h schwere innere Verletzungen hervorrufen."
Auch wissenswert: Halter von Fahrzeugen mit Saisonkennzeichen dürfen nach Ablauf des Zulassungszeitraums nicht mehr am öffentlichen Verkehr teilnehmen, hierzu gehört auch das Parken. "Sie müssen daher jetzt im Winter auf reinem Privatgrund stehen. Wer dem nicht nachkommt, riskiert ein Verwarnungsgeld von 40 Euro."
Video: Verkehrszeichen im Winter
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