Silbergelatineabzug: Germaine Krull mit Contax, um 1932, Autorin bzw. Autor unbekannt.

Silbergelatineabzug: Germaine Krull mit Contax, um 1932, Autorin bzw. Autor unbekannt. (Foto: © Nachlass Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen)

Vorlesen:

Ausstellung: Germaine Krull im Fokus

Panorama

Noch bis zum 15. März 2026 beleuchtet das Museum Folkwang in Essen das Werk der Avantgarde-Fotografin und Autorin Germaine Krull in einer umfassenden Retrospektive.

Vor allem ist die deutsch-niederländische Fotografin Germaine Krull (*1897 in Poznán (Wilda), Polen; † 1985 in Wetzlar, Deutschland) für ihre wegweisenden fotografischen Arbeiten aus den 1920er- und 1930er-Jahren bekannt.

Im Zuge der Retrospektive "Germaine Krull: Chien Fou"* ehrt das Essener Museum Folkwang die Künstlerin jedoch nicht "nur" als Protagonistin der fotografischen Avantgarde, sondern widmet sich ebenso ihrer Tätigkeit als Autorin. Parallel zu ihren Fotografien schuf Krull in den späten 1920er-Jahren nämlich zahlreiche autobiografische und autofiktionale Texte, Reportagen, politische Berichte sowie literarische Erzählungen. In der Ausstellung werden rund 400 Fotografien, Texte, Dokumente und audiovisuelle Materialien aus dem reichhaltigen Nachlass, den das Museum Folkwang seit 1995 bewahrt, präsentiert.

*'Chien Fou' (auf Deutsch 'verrückter Hund‘) ist das Alter Ego Krulls und zugleich Titel ihres ersten autofiktionalen Werks von 1934. Mit diesem Verweis möchte die Schau Krull als eigenständige Stimme in einem bewegten Jahrhundert in den Vordergrund rücken. 

Chronistin eines bewegten Jahrhunderts

Von ihrer fotografischen Ausbildung im München der 1910er-Jahre bis hin zu ihren bahnbrechenden Fotografien aus der Zwischenkriegszeit – im Fokus der Schau stehen alle Phasen des fotografischen Schaffens Krulls, darüber hinaus werden detaillierte Einblicke in ihre Tätigkeit als Textautorin und Chronistin des 20. Jahrhunderts gegeben.

Das könnte Sie auch interessieren:

Indem Krulls Texte und Fotografien in einen direkten Dialog gesetzt werden, macht die Schau ihr Selbstverständnis und -bewusstsein als Künstlerin, Denkerin und Frau sichtbar. Dabei wird klar deutlich, wie äußere Umstände – insbesondere der Zweite Weltkrieg – das Leben und Schaffen der Künstlerin prägten, welche schließlich eine bewusste Abkehr von Europa vollzog, um in Thailand und Indien neue Lebensmittelpunkte zu finden.

Alle weiteren Infos rund um die Ausstellung gibt es auf der Website des Museums Folkwang.

Trailer zur Ausstellung

Ich bin damit einverstanden, dass mir alle externen Inhalte angezeigt werden und meine Cookie-Einstellung auf 'Alle Cookies zulassen' geändert wird. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Über die Ausstellung und darüber hinausGermaine Krull: Chien Fou
Autorin und Fotografin
bis 15. März 2026

Eintritt: 9 Euro, ermäßigt 5 Euro
Hier geht es zum Ticketshop.

Adresse
Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen

Gemeinsam mit der Universitätsbibliothek der Universität Duisburg-Essen stellt das Museum eine Open-Access-Datenbank bereit, die sämtliche digitalisierte Texte Krulls frei zugänglich macht. Zur Datenbank geht es hier.

Die Publikation "Germaine Krull. Chien Fou. Ausgewählte Texte" erscheint begleitend zur Ausstellung. In dem rund 320 Seiten umfassenden Buch werden Fotografien mit vielfach neu erschlossenen Texten Krulls in deutscher, englischer und französischer Sprache verknüpft.

Ab dem 22. Mai 2026 ist die Ausstellung in Wetzlar als Kooperation zwischen den Städtischen Museen Wetzlar und dem Kunstverein Wetzlar zu sehen.
Quelle: Museum FolkwangDHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale Deutsche Handwerksblatt (DHB) registrieren!

Text: / handwerksblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren: