"Aus Sicht des Handwerks sprechen gewichtige wirtschaftliche und geopolitische Gründe für eine schnelle Ratifizierung und Umsetzung: ein erleichterter Zugang zum südamerikanischen Markt, sinkende Kosten für Handwerksbetriebe durch den Abbau von Zöllen, geopolitische Erwägungen und eine stärkere strategische Unabhängigkeit Europas", so der ZDH.

"Aus Sicht des Handwerks sprechen gewichtige wirtschaftliche und geopolitische Gründe für eine schnelle Ratifizierung und Umsetzung: ein erleichterter Zugang zum südamerikanischen Markt, sinkende Kosten für Handwerksbetriebe durch den Abbau von Zöllen, geopolitische Erwägungen und eine stärkere strategische Unabhängigkeit Europas", so der ZDH. (Foto: © Arunas Gabalis /123RF.com)

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Mercosur: Handwerk hofft auf Zustimmung des EU-Parlaments

Handwerkspolitik

Das Freihandelsabkommen Mercosur zwischen der EU und mehreren Ländern Südamerikas steht kurz vor dem Abschluss. Aus Sicht des ZDH kann das Abkommen zur Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft beitragen und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Das Mercosur-Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay steht kurz vor der Unterzeichnung. Die Verhandlungen dazu liefen seit 1999. Die Mitgliedstaaten haben dem Abkommen bereits zugestimmt. Nun fehlt noch die Zustimmung des EU-Parlaments.

Das Handwerk hofft, dass das Abkommen bald abgeschlossen werden kann. "Nach rund 25 Jahren schwieriger Verhandlungen steht die EU kurz vor der Unterzeichnung des Freihandelsabkommen mit dem Mercosur-Block. Nun liegt es am Europäischen Parlament, den Weg dafür freizumachen", sagt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH).

Günstigerer Einkauf möglich

"Aus Sicht des Handwerks sprechen gewichtige wirtschaftliche und geopolitische Gründe für eine schnelle Ratifizierung und Umsetzung: ein erleichterter Zugang zum südamerikanischen Markt, sinkende Kosten für Handwerksbetriebe durch den Abbau von Zöllen, geopolitische Erwägungen und eine stärkere strategische Unabhängigkeit Europas."

Für Handwerksbetriebe biete eine engere Partnerschaft der deutschen Wirtschaft mit den Mitgliedern der Mercosur-Zollunion erhebliche Chancen. Der zollfreie oder zollreduzierte Import wichtiger Vorprodukte wie Tropenholz, Leder, Metallteile und Maschinen könne zu einem günstigeren Einkauf führen und damit die Kosten spürbar senken und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.

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Mehr Resilienz und Planungssicherheit

Eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Mercosur-Staaten trage zudem zu einer Diversifizierung der Lieferketten bei und stärkt den multilateralen Handel, was auch für Handwerksbetriebe angesichts der aktuellen geopolitischen Konflikte positiv zu bewerten sei. "Das EU-Mercosur-Abkommen wäre ein wichtiger Schritt zu mehr wirtschaftlicher Resilienz und Planungssicherheit."

Mercosur-HandelsabkommenDas Mercosur-Abkommen ist das bislang größte interregionale Freihandelsabkommen der EU und schafft einen gemeinsamen Markt von circa 780 Millionen Menschen. Die EU ist nach China der zweitgrößte Handelspartner der Mercosur-Staaten. Und auch die Mercosur-Länder rangieren zusammen unter den Top Ten der wichtigsten Handelspartner der EU mit Exporten wie Mineralien, Nahrungsmitteln und Getränken. Durch das Abkommen ergeben sich neue Investitionsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen in der Region. Über Investitionen kann die deutsche Wirtschaft an der wirtschaftlichen Entwicklung der Mercosur-Länder teilhaben – eine Win-win-Situation im Sinne einer inklusiven und resilienten Weltwirtschaft.
Quelle: Bundesentwicklungsministerium

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Text: / handwerksblatt.de

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