Bedeckende Schutzkleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille, Sonnencreme: Solchen Schutz vor gefährlicher UV-Strahlung nutzen Auszubildende der Baubranche offenbar noch zu wenig.

Bedeckende Schutzkleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille, Sonnencreme: Solchen Schutz vor gefährlicher UV-Strahlung nutzen Auszubildende der Baubranche offenbar noch zu wenig. (Foto: © BG Bau/Thomas Lucks)

Bau-Azubis nehmen UV-Schutz nicht ernst genug

Von 113 Azubis aus der Baubranche wissen 91 Prozent, dass UV-Strahlung gefährlich sein kann, doch nur 20 Prozent ist der Schutz davor wichtig – laut einer Befragung der BG BAU.

Seit der weiße Hautkrebs 2015 in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen wurde, hat er sich zu der bei der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) am häufigsten angezeigten Berufskrankheit entwickelt. Verursacht wird er durch UV-Strahlung, weshalb Beschäftigte, die im Freien arbeiten, wie die der Bauwirtschaft, besonders betroffen sind.

Die BG BAU hat jetzt 113 Auszubildende aus dem Dachdecker-, Maler- und Glaserhandwerk sowie der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik-Branche anonym und getrennt voneinander zum UV-Schutz befragt. Das Ergebnis: Fast alle – 91 Prozent – der Befragten wissen, dass UV-Strahlung gefährlich sein kann und 83 Prozent sind darüber informiert, dass die richtige Kleidung davor schützt.

Nur 17 Prozent der Befragten nutzen Sonnencreme zum Schutz

Doch nur 20 Prozent der Auszubildenden ist der Schutz vor UV-Strahlung selbst wichtig und nur 15 Prozent trägt die entsprechende abdeckende Kleidung im Sommer. Und weil nur 57 Prozent einen Sonnenbrand nicht für gefährlich halten, haben auch nur 25 Prozent der Befragten Bedenken, den ganzen Tag in der Sonne zu arbeiten.

Während ein Drittel der Befragten eine Kopfbedeckung zum Schutz vor UV-Strahlen trägt, benutzen nur 17 Prozent eine Sonnencreme. Bedenklich fanden die Experten der BG BAU zudem die Wissenslücken, die sich bei der Befragung auftaten. So meinte ein Drittel der Nachwuchskräfte, UV-Strahlung schädige die Haut erst nach ein paar Stunden oder Wolken dämmten die Gefahr ein.

Durch UV-Strahlung geschädigte Haut vergisst nichts

"Vor dem Hintergrund, dass gerade Verbrennungen in jungen Jahren schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben können, sind die Ergebnisse besorgniserregend", urteilt Anette Wahl-Wachendorf, Leiterin des Arbeitsmedizinischen Dienstes der BG BAU. "Denn die durch UV-Strahlung geschädigte Haut vergisst nichts, Hautkrebs kann die Folge sein. Nicht von ungefähr steigen die Hautkrebszahlen kontinuierlich. Hier müssen wir ansetzen und aufklären und beraten. Denn vor UV-Strahlung kann man sich problemlos schützen!"

Quelle: BG BAU

Text: / handwerksblatt.de

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