(Foto: © stokkete/123RF.com)

Giropay: Einheitliches Online-Bezahlverfahren gestartet

Die deutschen Banken und Sparkassen verzahnen ihre Online-Bezahlverfahren und haben das einheitliche Bezahlsystem Giropay gestartet. Man kann damit im Onlineshop bezahlen oder Freunden Geld überweisen.

Unter dem Namen Giropay führen die  deutschen Banken und Sparkassen ihre Online-Bezahlverfahren Paydirekt, Giropay und Kwitt zu einer Marke zusammen. Das Girokonto soll in Zukunft noch stärker in den Mittelpunkt des Bezahlens rücken – im E-Commerce und für das Versenden und Anfordern von Geld per P2P-Funktion (Peer-to-Peer). Giropay soll die deutsche Alternative zum US-Konkurrenten PayPal sein. Man kann damit also im Onlineshop bezahlen oder Freunden Geld überweisen.

"Durch die Zusammenführung unserer Online-Bezahlverfahren wird das Girokonto als das Ankerprodukt für Zahlungen im Alltag weiter gestärkt", sagt Dr. Joachim Schmalzl, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. "Wir werden die Vorteile der Online-Bezahlverfahren sukzessive vereinen", so Schmalzl weiter.

Händler und Nutzer würden von einer "leistungsfähigen und effizienten Zahlungslösung mit hoher Akzeptanz im deutschen Markt" profitieren. Verbraucher würden von erweiterten Zahlungsmöglichkeiten und einer größeren Anzahl von Händlern profitieren, bei denen sie mit ihren Online-Banking-Zugangsdaten bezahlen können. Jetzt ist eine mehrmonatigen Übergangsphase gestartet.

Start der Übergangsphase

Ab dem 12. Mai soll man bei paydirekt-Händlern mit beiden Verfahren zahlen können: Wählen Käufer in einem Online-Shop giropay|paydirekt aus, können sie sich zwischen dem giropay- und paydirekt-Verfahren entscheiden, heißt es.

Sie zahlen dann entweder mit Benutzername und Passwort, via PIN oder biometrischen Verfahren oder mit ihren Online-Banking-Zugangsdaten. Ermöglicht werde das durch einen kombinierten Checkout-Prozess.

Im ersten Schritt würden Kunden nahezu aller Kreditinstitute profitieren, die bereits das bisherige giropay-Verfahren anbieten. Parallel dazu werde das neue Giropay von weiteren Instituten integriert.

Zum Start der Übergangsphase stellen die Sparkassen-Finanzgruppe und die genossenschaftliche FinanzGruppe der Volksbanken und Raiffeisenbanken ihr P2P-Verfahren Kwitt auf "giropay Geld-Senden" um. Die P2P-Funktion werde in den nächsten Monaten von weiteren Banken eingeführt. Die Commerzbank ist mit "giropay Geld-Senden" Mitte April gestartet. 

DHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale DHB registrieren!

Text: / handwerksblatt.de

Das könnte Sie auch interessieren: