Foto: © auremar/123RF.com
HWK Trier | Mai 2025
Beratung: Beruflich weiterkommen im Handwerk
Persönliche Beratung beim "Zukunftstreffer" :Die nächste Sprechstunde ist am Dienstag, 13. Mai, von 16. bis 17.30 Uhr.
Der "gelbe Schein" hat ab Juli 2022 auch bei den Arbeitgebern ausgedient und wird nur noch elektronisch ausgestellt. (Foto: © pejo/123RF.com)
Vorlesen:
Oktober 2021
Seit dem 1. Oktober kann der Arzt eine Krankschreibung elektronisch an die Krankenkasse senden. Arbeitnehmer müssen aber noch bis Juli 2022 ihrem Betrieb die AU in Papierform vorlegen. Danach sind auch die Unternehmen in die digitale Übermittlung einbezogen.
Bislang mussten Beschäftigte je ein Exemplar der – auch "gelber Schein" genannten – Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) an die Krankenkasse und an den Arbeitgeber schicken. Künftig wird es einfacher, denn ab dem 1. Oktober 2021 können die Arztpraxen die AU online an die Krankenkassen übermitteln. Ab dem 1. Januar 2022 wird dies sogar Pflicht. Das teilt die Verbraucherzentrale (vzbv) mit. Ärzte und Krankenkassen kommunizieren also direkt miteinander, ohne dass die Patienten sich darum kümmern müssen.
Hintergrund ist: Gesetzlich Versicherte müssen eine Krankschreibung rechtzeitig an ihre Krankenkasse melden, um den Anspruch auf Krankengeld zu behalten. Für Arbeitnehmer heißt das konkret: An ihre Krankenkasse müssen sie nun keinen gelben Schein mehr schicken. Die Verbrauchschützer raten Patienten aber, vorab bei der Arztpraxis nachzufragen, ob diese bereits an der digitalen Übertragung teilnimmt.
Woran sich zunächst nichts ändert: Die AU für den Arbeitgeber müssen Beschäftigte weiterhin selbst noch in Papierform dort vorlegen. Erst ab Juli 2022 sollen Arbeitgeber in das Verfahren der elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) einbezogen werden. In der Regel müssen Arbeitnehmer eine AU einreichen, sobald sie länger als drei Tage arbeitsunfähig sind. Arbeitgeber können aber auch früher ein Attest verlangen.
Anstelle von vier Papierausdrucken – für Krankenkassen, Arbeitgeber, Ärzte und Versicherte – ist ab Juli 2022 nur noch ein Exemplar für die persönlichen Unterlagen der Versicherten vorgesehen. Dies soll Anspruchsverluste durch verspätete Weiterleitung der AU verhindern, Bürokratie und Kosten einsparen und eine lückenlose Dokumentation von AU-Zeiten bei den Krankenkassen sicherstellen.
Arbeitsunfähgikeit Krankschreibung per Telefon bis Ende 2021 verlängert! > Hier mehr lesen!DHB jetzt auch digital!Einfach hier klicken und für das digitale DHB registrieren!
Kommentar schreiben