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2,54 Mio. Euro für maßgeschneiderte KI-Lösungen im Handwerk

Betriebsführung

Passgenaue KI-Anwendungen für das Handwerk: Ministerpräsident Schweitzer hat am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz einen Förderbescheid für das Projekt "IDIAL – Intelligente Dienste: Innovativ, Agil, Lokal" übergeben.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer hat am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern einen Förderbescheid in Höhe von 2,453 Millionen Euro überreicht. Die Mittel fließen in das Projekt IDIAL ("Intelligente Dienste: Innovativ, Agil, Lokal"), das darauf abzielt, die Lücke zwischen KI-Angeboten großer Anbieter und den spezifischen Bedürfnissen kleiner und mittlerer Unternehmen zu schließen. Zunächst stehen Betriebe aus der Bauwirtschaft im Fokus, das Konzept soll jedoch auf weitere Branchen übertragbar sein.

"Mittelstand und Handwerk sind das Rückgrat unserer Wirtschaft in Rheinland-Pfalz. Sie schaffen Arbeitsplätze vor Ort, bilden junge Menschen aus und halten unsere Regionen lebendig. Ob Schreinerbetrieb, Bauunternehmen oder Elektrohandwerk: Mit dem Projekt IDIAL sorgen wir dafür, dass auch diese Betriebe von den Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz profitieren können", sagte Ministerpräsident Schweitzer.

Hintergrund ist, dass viele bestehende KI-Anwendungen für kleinere Betriebe als zu teuer, zu komplex oder nur schwer in bestehende Arbeitsabläufe integrierbar gelten. IDIAL setze daher auf die Entwicklung maßgeschneiderter KI-Lösungen, die datenschutzkonform, kostengünstig und ohne hohen technischen Aufwand einsetzbar sind.

"Passgenaue, vertrauenswürdige und ressourcenschonende Dienste"

"Mit IDIAL wollen wir Künstliche Intelligenz für den Mittelstand konkret nutzbar machen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen brauchen keine komplexen oder teuren KI-Lösungen von der Stange, sondern passgenaue, vertrauenswürdige und ressourcenschonende Dienste. Als DFKI verbinden wir in IDIAL hybride KI-Ansätze mit anwendungsnaher Forschung und unabhängiger Beratung und stärken damit gezielt die digitale Souveränität von KMU", erläutert Prof. Andreas Dengel, Geschäftsführender Direktor des DFKI in Kaiserslautern und Leiter des Forschungsbereichs Smarte Daten & Wissensdienste.

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Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liege auf dem Aufbau von Know-how zu hybriden KI-Ansätzen, bei denen unterschiedliche Verfahren miteinander kombiniert werden. Das Angebot richtet sich gezielt an Unternehmen mit begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen. 

Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen in bestehende Beratungsstrukturen wie die Mittelstand-Digital-Zentren und die Kammern eingebracht werden, um eine nachhaltige Wirkung über das Projektende hinaus zu erzielen.

Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes finanziert und läuft bis Januar 2028.

Quelle: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz

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Text: / handwerksblatt.de

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