Viele Betriebe entscheiden zuerst über Marke, Modell und Lieferant – und prüfen erst später, wenn der Liefertermin näher rückt, ob das Fahrzeug für den nutzungsgerechten Ausbau wirklich geeignet ist.

Viele Betriebe entscheiden zuerst über Marke, Modell und Lieferant – und prüfen erst später, wenn der Liefertermin näher rückt, ob das Fahrzeug für den nutzungsgerechten Ausbau wirklich geeignet ist. (Foto: © photoschmidt/123RF.com)

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Servicefahrzeuge: Fit für den Upfit?

Servicefahrzeuge sind mobile Werkstätten, Materiallager und Einsatzmittel zugleich. Ihre Auf- und Ausbauten kosten oft so viel wie das "nackte" Chassis. Funktionalität und Wirtschaftlichkeit müssen im Einklang stehen.

Ein Transporter ist schnell bestellt. Produktiv ist er damit noch lange nicht. Auf das Equipment kommt es an: Regalsysteme, Werkzeughalter, Stromversorgung, Beleuchtung, Ladungssicherung; oftmals sind Sonderlösungen für Messgeräte, Ersatzteile oder Hilfsstoffe erforderlich.

Alles muss passen – einschließlich der Folierung für die Sichtbarkeit und Wiedererkennung des technischen Dienstleisters im Markt und am Einsatzort. Allerdings gelingt eine professionelle Planung und Umsetzung nicht immer. Viele Betriebe entscheiden zuerst über Marke, Modell und Lieferant – und prüfen erst später, wenn der Liefertermin näher rückt, ob das Fahrzeug für den nutzungsgerechten Ausbau wirklich geeignet ist.

Gewicht, Nutzlast, elektrische Einbauten, Ladungssicherung und Zulassung sind wichtige Details. "Wenn solche Punkte erst bei der Ausrüstung geklärt werden, gerät der gesamte Ablauf ins Stocken. Dann drohen Nacharbeiten, Verzögerungen oder Kompromisse, damit das Fahrzeug endlich eingesetzt werden kann", so Majk Strika, Geschäftsführer des auf Nutzflotten spezialisierten Fuhrparkmanagers und Leasinggebers Holman.

Denn wenn ein mobiler Arbeitsplatz ausfällt, entsteht dem Unternehmen ein wirtschaftlicher Schaden. Der entgangene Umsatz kann sich zum Beispiel bei einem Zwei-Techniker-Team schnell auf 1.800 Euro pro Tag summieren. Der Prozess kann vor allem dann ins Stocken geraten, wenn Chassis und Innenausbau getrennt beauftragt werden, ohne dass zuvor alle technischen Schnittstellen geklärt wurden.

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Marktvergleiche vornehmen

Zudem treffen verschiedene Interessen der Akteure aufeinander, weiß Strika: "Hersteller drängen auf Serienlösungen, Ausrüster kalkulieren knapp und der Kunde sucht den niedrigsten Preis. Alles hat seine Berechtigung." Beispielsweise können beim Kauf von Transportern zurzeit (Mai 2026) segmentübergreifend Rabatte im zweistelligen Prozentbereich erzielt werden, und zwar bei technisch vergleichbaren Fahrzeugalternativen verschiedener Hersteller.

Auch bei Auf- und Ausbauten gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Anbietern, Konzepten und Konfigurationen – und Preisen. Marken- oder Lieferantentreue zahlt sich also nicht zwingend aus. Marktüberblick und Einkaufsgeschick umso mehr. Vor allem dann, wenn Konditionen mengenabhängig verhandelt werden können. Für ein professionelles, aufeinander abgestimmtes Management von Planung, Beschaffung und termingerechter Ausrüstung fehlen in vielen Unternehmen allerdings das Know-how oder die Kapazität.

Externe Spezialisten

Eine Option ist die Zusammenarbeit mit einem externen Spezialisten, der Konzeption, Beschaffung und Umsetzung gleichermaßen abdeckt. Ein Beispiel dafür ist die EGB-Gruppe, ein Spezialist für Baustrom und Baustromeinrichtungen. Dort sind Servicefahrzeuge mobile Arbeitsplätze, Lager für wichtige Technik und zugleich autarke Stromquellen. Schritt eins war ein Kriterienkatalog für Funktionalität, vor allem mit Blick auf sichere Verstauung, Energieversorgung und Beleuchtung sowie auf die Anforderungen des Corporate Designs für die Folierung.

Auf dieser Grundlage wurde die Fahrzeugkonfiguration entwickelt. Schritt zwei war die Übersetzung dieses Profils in übersichtliche Arbeits- und Abstimmungsprozesse. "Wir haben uns für einen externen Partner entschieden, der unter dem Label Fuhrpark-Supply-Chain nicht nur Fahrzeuge liefert, sondern eine ganzheitliche Lösung für Planung, Beschaffung, Ausbau, Fahrzeugbeschriftung, Logistik und Auslieferung aus einer Hand bietet", sagt Jens Friedrich, Mietparkleiter der EGB-Gruppe.

Flexible Konzepte

Scheinbar günstige Lösungen von der Stange erfüllen die tatsächlichen Anforderungen in der Regel nicht. Modifizierungen, die sich später als erforderlich erweisen, verursachen zusätzliche Kosten, binden Zeit und verzögern den produktiven Einsatz. "Allerdings ist es möglich, mit einem Fahrzeug verschiedene Einsatzzwecke abzudecken. Das setzt Branchenerfahrung und umfassende Praxiskenntnisse voraus – im Schaufenster stehen solche Modelle nicht", so Strika.

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Text: / handwerksblatt.de

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