Bei der Handfräse Origin von Shaper kann der Fräspfad dank On-Tool-Designsoftware direkt auf dem Touchscreen angelegt werden.

Bei der Handfräse Origin von Shaper kann der Fräspfad dank On-Tool-Designsoftware direkt auf dem Touchscreen angelegt werden. (Foto: © Shaper Tools GmbH)

Shaper Tools setzt bei Handfräse Origin auf Augmented Reality

Betriebsführung

Augmented Reality (AR) hält Einzug ins Tischlerhandwerk: Das Modell "Origin" des amerikanischen Werkzeugherstellers Shaper Tools ermöglicht digital unterstütztes Fräsen. 

Auf dem Display erscheint eine gestrichelte Linie. Auf dem Werkstück ist nichts davon zu sehen. Die Shaper Origin gibt dem Tischler per Augmented Reality vor, wohin er die Handfräse zu führen hat.

Diesen Fräspfad kann der Nutzer dank On-Tool-Designsoftware direkt auf dem Touchscreen anlegen. "Die Fräsdaten können aber auch am Rechner im Büro mit einem Grafikprogramm wie Illustrator oder einer CAD-Software wie Vectorworks oder AutoCAD erstellt und als SVG-Datei per WLAN oder USB an die Shaper Origin exportiert werden", erklärt Mirja Leibssle, Marketing Project Coordinator bei Shaper Tools.

Orientierung am ShaperTape

Arbeitsfläche mit dem Shaper-Tape einscannen, Design platzieren und losfahren. Der programmierte Fräspfad ist nicht auf dem Werkstück, sondern nur im Display der Origin zu sehen. Augmented Reality macht's möglich. Foto: © Shaper Tools GmbHArbeitsfläche mit dem Shaper-Tape einscannen, Design platzieren und losfahren. Der programmierte Fräspfad ist nicht auf dem Werkstück, sondern nur im Display der Origin zu sehen. Augmented Reality macht's möglich. Foto: © Shaper Tools GmbH

Damit die Handfräse im Display den exakten Fräspfad anzeigen kann, benötigt sie Orientierungspunkte. Sie werden vom ShaperTape vorgegeben, das der Anwender vor dem Beginn der Arbeiten auf dem Werkstück aufklebt. Auf diesem Klebeband sind Punkte verteilt, die an Blindenschrift oder Dominosteine erinnern.

Karte der Arbeitsoberfläche

Die in der Handfräse eingebaute Kamera scannt das Muster der Punkte auf dem ShaperTape ein. Daraus entwirft die Software der Shaper Origin eine für sie lesbare Karte der Arbeitsoberfläche. "Mit ihrer Hilfe kann sich die Origin orientieren, Abstände erkennen und den exakten Fräspfad nachverfolgen", erklärt Mirja Leibssle das Navigationssystem für die Handfräse.

Abweichungen vom Fräspfad

Eine Art Spurassistent ist ebenfalls eingebaut. Unvermeidbare Ungenauigkeiten, die Handarbeit mit sich bringt, gleicht die Origin automatisch aus, indem sie die Frässpindel in einem gewissen Radius in der Waagerechte gegenbewegt. "Wenn der Anwender vom vorgegebenen Fräspfad abweicht, zieht die Origin automatisch die Frässpindel hoch, sodass das Werkstück unbeschadet bleibt", so Mirja Leibssle. In diesem Fall erscheint im Display die Aufforderung, die Handfräse zum Pfad zurückzuführen.

Video über Shaper Origin In drei Minuten erklärt – ein Video zur Shaper Origin auf YouTube. 

"Die Origin ist flexibel einsetzbar, sie arbeitet schnell und sehr präzise", verweist Mirja Leibssle auf die Vorteile der handgeführten Fräse. Mit dem Werkzeug ließen sich beispielsweise Schlitz- und Zapfenverbindungen sowie Fingerzinken herstellen, aber auch Einfassungen für Beschläge, Türbänder oder Lüftungsgitter fräsen. "Filigrane Arbeiten wie Intarsien sind damit ebenfalls möglich."

Zu bearbeitende Materialien  

Die Shaper Origin eignet sich für die Bearbeitung verschiedener Materialien. In erster Linie fräst sie durch Holz und durch Werkstoffe, die eine Stärke wie Holz aufweisen. Dazu gehören Kunststoff oder weiches Metall wie Aluminium

ShaperHub und Community

Die Fräsdaten aller Arbeiten können in der Online-Bibliothek – dem so genannten ShaperHubgespeichert werden. Anwender können ihre Projekte
entweder für sich privat verwalten – oder veröffentlichen und so der gesamten Community zugänglich machen. "In der Community tauscht man sich untereinander aus und entdeckt, wie vielfältig und kreativ die Handfräse einsetzbar ist."

Trainings-Center und Live-Sessions

In Verbindung mit der Workstation kostet die Shaper Origin 3.190 Euro netto. Foto: © Shaper Tools GmbHIn Verbindung mit der Workstation kostet die Shaper Origin 3.190 Euro netto. Foto: © Shaper Tools GmbH

Am Standort der Shaper Tools GmbH, im rund zwölf Kilometer südlich von Stuttgart gelegenen Leinfelden-Echterdingen (Baden-Württemberg), werden zum Teil auch individuelle Trainings angeboten. "Corona-bedingt können wir dort derzeit nur wenige Leute einladen", bedauert Mirja Leibssle, Marketing Project Coordinator bei Shaper Tools.

Alternativ lässt sich die Shaper Origin aber auch online kennenlernen. "In unseren Live-Sessions greifen wir stets ein neues Thema auf. Jeder kann sich dazu auf live.shapertools.com anmelden."

Regelmäßige Software-Updates

Etwa einmal im Jahr bietet Shaper Tools mit den Updates seiner Software kostenlose Verbesserung der Leistung, Benutzerfreundlichkeit und der Kernfunktionen von Origin an. Mit dem neuesten Update “Inverness” im Juli 2021 wurde besonders das Entwerfen von Designs vereinfacht und optimiert. Diese neuen Gestaltungsfunktionen bringen noch mehr Möglichkeiten und Präzision beim Erstellen der Projekte mit sich.

Vertrieb, Preis und Rückgaberecht

Zu kaufen ist die Shaper Origin ausschließlich direkt über Shaper. Die handgeführte CNC-Fräse kostet 2.890 Euro (ohne Mehrwertsteuer). Zusammen mit der Workstation, einer praktischen passenden Spannvorrichtung, ist die Shaper Origin für den Preis von 3.190 Euro (ohne Mehrwertsteuer) erhältlich.

30 Tage lang risikofrei testen

Nach dem Kauf könne das Werkzeug ohne Risiko 30 Tage lang getestet werden. "Wer dann merkt, dass die Origin doch nicht das Richtige ist, der schickt sie uns in innerhalb dieses Zeitraums einfach kostenfrei zurück", verweist Mirja Leibssle auf das bestehende Rückgaberecht

Tischler von Origin sehr begeistert

Die Shaper Origin ist in Europa seit März 2020 erhältlich. Die Resonanz der Profianwender fällt positiv aus. "Alle Tischler, die sie ausprobiert haben, sind sehr begeistert", erklärt Mirja Leibssle. "Jeder der merkt, wie einfach sich die Origin bedienen lässt und für welche Arbeiten sie sich am besten eignet, möchte sie nicht mehr missen."

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Text: / handwerksblatt.de