Der SWAV hat höhere Ausbildungsvergütungen beschlossen. Der Verband empfiehlt, dass die Auszubildenden des Augenoptiker- und Optometristen-Handwerks in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland ab dem 1. August 2022 mehr Geld bekommen sollen.

Der SWAV hat höhere Ausbildungsvergütungen beschlossen. Der Verband empfiehlt, dass die Auszubildenden des Augenoptiker- und Optometristen-Handwerks in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland ab dem 1. August 2022 mehr Geld bekommen sollen. (Foto: © lightpoet/123RF.com)

Höhere Vergütungen für Augenoptiker-Azubis im Südwesten

Bildung

Ab dem 1. August 2022 sollen in Baden-Württemberg, in Rheinland-Pfalz, in Hessen und im Saarland die Ausbildungsvergütungen im Augenoptiker- und Optometristen-Handwerk steigen.

Auf seiner Delegiertenversammlung hat der Südwestdeutsche Augenoptiker- und Optometristen-Verband (SWAV) eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen beschlossen. Grund für die Anpassung ist unter anderem, dass die gesetzlich vorgeschriebene Mindestausbildungsvergütung stetig steigt. "Mit den aktuell gültigen Vergütungen konnte diese nur noch bis zum Beginn des Ausbildungsjahres 2022/2023 abgefangen werden", erläutert der SWAV in einer Pressemitteilung.

Neue Höhe der Ausbildungsvergütung

Der SWAV empfiehlt, dass für die Augenoptiker- und Optometristen-Betriebe in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen ab dem 1. August 2022 folgende Ausbildungsvergütungen gelten: 

1. Lehrjahr: 750 Euro
2. Lehrjahr: 850 Euro
3. Lehrjahr: 950 Euro

Der SWAV empfiehlt zudem, dass die Wochenarbeitszeit und der Urlaubsanspruch der Augenoptiker-Azubis in Baden-Württemberg, in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Hessen unverändert bei 40 Stunden bzw. 27 Werktagen liegen soll.

Prioritäten der Azubis beachten

Nach Einschätzung von Matthias Müller müssten sich die Arbeitgeber und Verbandsvertreter immer wieder fragen, was den jungen Menschen wichtig sei, um sie für eine Ausbildung im Augenoptiker- und Optometristen-Handwerk zu begeistern. "Ihre Prioritäten liegen ganz klar auf möglichst angenehmen Arbeitszeiten, die in unserem Beruf nicht so einfach zu beeinflussen sind, und einer nicht zu geringen Ausbildungsvergütung, denn das ist ihr erstes ,Gehalt‘, welches sie mit nach Hause bringen", erklärt der Vorsitzender des SWAV.

Konkurrenzfähige Vergütung

Peter Kupczyk begründet den Anstieg der Ausbildungsvergütungen im Augenoptiker- und Optometristen-Handwerk auch mit dem Konkurrenzdruck auf dem Ausbildungsmarkt. "Neben den gesetzlichen Vorgaben müssen wir sowohl die Wünsche zukünftiger Auszubildender im Blick haben als auch den Anstieg der Vergütungen bei den Top 10 der Handwerksberufe", so der Geschäftsführer des SWAV.

Mit diesem Beschluss habe man einen großen Schritt für die Ausbildung im Südwesten getan. 2024 werde man die Höhe der Ausbildungsvergütungen für die Optiker-Azubis in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen wieder auf den Prüfstand stellen.

Quelle: Südwestdeutscher Augenoptiker- und Optometristen-Verband

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Text: / handwerksblatt.de