Für das Handwerk sei nicht entscheidend, aus welchem politischen Lager die Ideen für mehr Regulierung, mehr Kontrolle und mehr staatliche Vorgaben stammen, entscheidend sei ihre Wirkung. Diese Wirkung sei negativ, sagt Michael Hilpert.

Für das Handwerk sei nicht entscheidend, aus welchem politischen Lager die Ideen für mehr Regulierung, mehr Kontrolle und mehr staatliche Vorgaben stammen, entscheidend sei ihre Wirkung. Diese Wirkung sei negativ, sagt Michael Hilpert. (Foto: © ximagination/123RF.com)

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ZVSHK fordert wirtschaftspolitischen Kurswechsel

Handwerkspolitik

Die Ergebnisse der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung seien ernüchternd, sagt ZVSHK-Präsident Michael Hilpert. Er fordert mutige Reformen. 2026 müsse das Jahr der Umsetzung werden.

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) blickt skeptisch auf das vergangene Jahr zurück. Aus Sicht des Handwerks sei es größtenteils ein verlorenes Jahr mit einer ernüchternden wirtschaftspolitischen Bilanz der Bundesregierung. "Strukturelle Probleme wurden nicht entschlossen angegangen. Statt eines wirtschaftspolitischen Aufbruchs erleben wir Stillstand, Unsicherheit und eine Politik, die Vertrauen verspielt. Deutschland leidet zunehmend an mangelnder Leistungsbereitschaft. Leistungsanreize wurden geschwächt, Arbeit verteuert und Verantwortung delegiert", erklärt ZVSHK-Präsident Michael Hilpert.

Michael Hilpert Foto: © info@uniqueandwild.deMichael Hilpert Foto: © info@uniqueandwild.de

"Gleichzeitig wachsen staatliche Ansprüche, während Investitionen, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zurückgehen. Leistung lohnt sich immer weniger – mit spürbaren Folgen für Betriebe und Beschäftigte. Hinzu kommt eine Wirtschaftspolitik, die unternehmerisches Handeln eher hemmt als fördert. Hohe Energiepreise, eine erdrückende Bürokratie und immer neue Regulierung belasten die Betriebe massiv." Besonders das SHK-Handwerk sei davon betroffen. Die Betriebe sollen die Energiewende praktisch umsetzen, würden dabei aber durch die andauernde Debatte um das Heizungsgesetz, zusätzliche Bürokratie und immer neue Detailvorgaben ausgebremst.

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Vertrauen ins Handwerk oder weiterer Stillstand

Hilpert: "Diese Kombination ist nicht tragfähig. Verunsicherung ist der größte Investitionskiller. Besonders irritierend ist, dass trotz veränderter politischer Mehrheiten ein echter wirtschaftspolitischer Kurswechsel bislang ausbleibt. Statt mutiger Reformen erleben wir bekannte Muster: mehr Regulierung, mehr Kontrolle, mehr staatliche Vorgaben." Für das Handwerk sei nicht entscheidend, aus welchem politischen Lager diese Ideen stammen, entscheidend sei ihre Wirkung. "Und diese Wirkung ist negativ", so Hilpert. Deutschland verliere an Wettbewerbsfähigkeit, weil politische Entscheidungen zu oft an der Praxis vorbeigingen.

Besonders sichtbar sei das im Gebäudebereich: "Nicht Technik, Handwerk oder Förderung treiben die Kosten, sondern die Bürokratie. Solange diese Erkenntnis ignoriert wird, bleiben Investitionen aus." Das SHK-Handwerk stehe für Leistung, Qualität und Verlässlichkeit. "Wir sind Umsetzer der Wärmewende und Anwalt der Verbraucher. Aber wir erwarten im Gegenzug eine Wirtschaftspolitik, die Leistung wieder einfordert, Bürokratie abbaut und Verlässlichkeit schafft. Deutschland braucht kein weiteres Jahr des Zögerns. 2026 muss das Jahr der Umsetzung werden. Die Politik muss sich entscheiden: Vertrauen in Mittelstand und Handwerk oder weiterer Stillstand."

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Text: / handwerksblatt.de

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