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HWK Koblenz | Januar 2026
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Der Präsident des ZVEH, Stefan Ehinger, hofft auf eine Trendwende für die Wirtschaft im neuen Jahr. (Foto: © Elektro Ehinger GmbH)
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Januar 2026
Zum Jahresübergang fordert ZVEH-Präsident Stefan Ehinger eine entschlossene Klimapolitik und ein hohes Tempo in der Energiewende.
Der Präsident des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), Stefan Ehinger, hofft auf eine Trendwende für die Wirtschaft im neuen Jahr. "Dazu müssen endlich die entscheidenden Pflöcke eingeschlagen und auch die Sozialsysteme reformiert werden", sagt er. Bisher habe der vom Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angekündigte "Herbst der Reformen" nicht die erhoffte Wirkung gezeigt.
"Zwar ist die Wirtschaftskrise noch nicht in größerem Ausmaß auf die E-Handwerke durchgeschlagen – der Geschäftsklimaindex zeigte bei der Herbstkonjunkturumfrage sogar einen leichten Anstieg –, doch das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stimmung auch in unserem Gewerk deutlich pessimistischer geworden ist", erklärt Ehinger.
Mit Blick auf die Energiewende seien Chancen vertan worden. Dazu gehöre die nicht umgesetzte Strompreissenkung für alle. Die Elektrifizierung und Digitalisierung habe großes Potenzial. Um dieses auszuschöpfen, müsse die Bundesregierung bei den Klimazielen Kurs halten. Sie dürfe sich nicht von Rechtsaußen-Kräften vor sich hertreiben lassen.
Ehinger: "Denn: Der Klimawandel ist kein ideologisches Hirngespinst, sondern sehr real, wie jüngste Naturereignisse wie die Waldbrände in Kalifornien oder Hurrikan Melissa gezeigt haben. Insofern sollte die Entscheidung, Deutschland klimaneutral zu machen, nicht vom Parteibuch, sondern von der Vernunft bestimmt sein." Eine erfolgreiche Transformation brauche eine entschlossene Klimapolitik mit klaren Rahmenbedingungen.
Der ZVEH fordert eine "klare CO₂-Preispolitik". "Wer weiter auf klimaschädliche fossile Brennstoffe setzt, sollte das auch am eigenen Geldbeutel spüren. Umdenken beginnt zwar im Kopf. Das Portemonnaie kann jedoch eine wichtige Entscheidungshilfe sein", betont Ehinger. Die "Zutaten" für eine erfolgreiche Klima-, Gebäude- und Mobilitätswende stünden längst bereit: innovative Lösungen und intelligente Systeme.
Fachkräfte, die das Know-how für das digitale Morgen und Erfahrungen im Umgang mit Zukunftstechnologien mitbringen und sich auf das Vernetzen hochkomplexer Systeme verstehen. Und Klimahandwerke, die ihre Kompetenzen und ihre Manpower bündeln, um Deutschland gemeinsam klimaneutral und digital zu machen. Für die E-Handwerke wird 2026 ein richtungsweisendes Jahr. "Unser Gewerk ist längst dabei, Zukunft aktiv mitzugestalten."
Quelle: ZVEH
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