Berthold Schröder (r.), Präsident der HWK Dortmund, traf sich mit dem Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Thies (CDU).

Berthold Schröder (r.), Präsident der HWK Dortmund, traf sich mit dem Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Thies (CDU). (Foto: © Handwerkskammer Dortmund)

Fachkräftesicherung beginnt bei der Berufsorientierung

Die Fachkräftesituation im Handwerk stand im Zentrum eines Gesprächs zwischen Berthold Schröder, Präsident der HWK Dortmund, und dem Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Thies (CDU).

"Es gibt im Handwerk eine große Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften, die schon jetzt nicht vollumfänglich gedeckt werden kann", so der Kammer-Präsident. "Wir müssen daher die guten Karriere- und Aufstiegschancen im Handwerk transparenter machen und in der Öffentlichkeit wieder mehr Wertschätzung für eine Berufsausbildung schaffen. Denn die Klima- und Nachhaltigkeitswende werden wir nur mit den passenden Fachkräften erreichen können."

Um wieder mehr Jugendliche für das Handwerk zu begeistern, müsse bereits bei der Berufsorientierung in Schulen angesetzt werden. Schröder: "Wir brauchen eine breite Orientierung an allen Schulformen, die neben den akademischen Berufen auch die Handwerksberufe als attraktive Karrierewege zeigen." Ebenso wichtig sei es, auch bei der Finanzierung die Gleichwertigkeit akademischer und beruflicher Bildung sichtbar zu machen.

Verbesserung der Fachkräftezuwanderung

Mit Blick auf die demographische Entwicklung sieht der heimische Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Thies (Kreis Soest) die Politik auch bei der Verbesserung der Fachkräftezuwanderung in der Pflicht: "Angesichts der demographischen Entwicklung in Deutschland sind wir zur Behebung des Fachkräftemangels verstärkt auch auf die geregelte Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte angewiesen. Hier ist die Politik gefordert, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen."

In dem Austausch wurde ebenfalls das drängende Thema der Lieferengpässe angesprochen. Hier sieht MdB Thies einen gemeinsamen Handlungsbedarf: "Die Krisen der letzten zweieinhalb Jahre haben die Schwächen globaler Lieferketten aufgezeigt. Deshalb muss die Politik gemeinsam mit der Wirtschaft am Wiederaufbau europäischer Produktionsstandorte arbeiten, um Liefer-und Materialengpässe zu vermeiden."

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Text: / handwerksblatt.de

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