Inga Meys ist Mobilitätsberaterin der Handwerkskammer und IHK Dortmund – im Interview spricht sie über Auslandspraktika.

Inga Meys ist Mobilitätsberaterin der Handwerkskammer und IHK Dortmund – im Interview spricht sie über Auslandspraktika. (Foto: © rawpixel/123RF.com)

Vier Fragen an Mobilitätsberaterin Inga Meys

Auslandspraktika sind ein tolles Starter-Kit für Auszubildende und junge Fachkräfte, sagt Mobilitätsberaterin Inga Meys im Interview.

Inga Meys ist seit Jahresbeginn als Mobilitätsberaterin für die Handwerkskammer Dortmund und die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund im Einsatz. Sie berät Betriebe, Auszubildende, junge Fachkräfte und Ausbilder zum Thema Auslandsaufenthalte, unterstützt sie bei der Suche nach Praktikumsplätzen in Betrieben und hilft bei der Organisation des Aufenthalts. Den Rahmen dafür bietet das Programm "Berufsbildung ohne Grenzen", gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).

Ein paar Tage, Wochen oder Monate – warum ist ein Auslandspraktikum in der Ausbildung so empfehlenswert?
Inga Meys:
Erfahrungen in anderen Ländern und Kulturen zu sammeln, sich in ungewohnter Umgebung zurechtzufinden, ist einfach bereichernd. Man kann seine Fremdsprachenkenntnisse verbessern und neue Fachkompetenzen erwerben. Natürlich gibt es bei einem Auslandsaufenthalt immer auch Einiges zu organisieren, das fördert die Selbstständigkeit, stärkt das Selbstbewusstsein und auch die Arbeitsmotivation. Alles zusammengenommen ist es ein tolles Starter-Kit für Auszubildende und junge Fachkräfte!

Warum sollten Unternehmen ihre Auszubildenden für ein Auslandspraktikum freistellen?

Inga Meys: Weil nicht nur die jungen Leute, die für eine gewisse Zeit ins Ausland gehen – in der Regel sind es zwei bis vier Wochen – in vielfacher Hinsicht von einem Praktikum profitieren, sondern natürlich immer auch das Unternehmen, das sie dafür freistellt. Seien es neue Arbeitstechniken, die man einführen kann, seien es neue Kontakte oder die Chance, weitere Märkte zu erschließen. Parallel dazu erhöht man als Ausbilder und Arbeitgeber seine Attraktivität deutlich, was bei der Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung sehr von Vorteil ist.

Lassen sich Auslandspraktika in Zeiten von Corona realisieren?

Inga Meys: Ja, Auslandsaufenthalte sind auch jetzt individuell planbar und umsetzbar. Es hängt natürlich immer vom gewünschten Zielland ab, und auch vom Impfstatus, aber Vieles ist selbst in diesen Zeiten möglich. Natürlich ist es unter den gegebenen Umständen unerlässlich, Stornierungsmöglichkeiten bei Buchungen einzuschließen und eventuelle Planänderungen miteinzukalkulieren. Als Mobilitätsberaterin habe ich das aber mit im Blick, kenne die Einreisebestimmungen und mögliche Beschränkungen des öffentlichen Lebens vor Ort.

Wie tun Sie konkret als Mobilitätsberaterin für Auszubildende und Unternehmen?

Inga Meys: Ich berate und unterstütze Auszubildende, junge Fachkräfte und Berufsbildungspersonal, die sich für ein Auslandspraktikum interessieren. Ich informiere sie über Finanzierungsmöglichkeiten, helfe beim Beantragen von Fördermitteln, z.B. über Erasmus+, und bei der Suche nach einem Praktikumsplatz im Ausland. Aber auch Versicherungsfragen oder das Finden einer geeigneten Unterkunft sind Teil meines Leistungsportfolios. Ich sehe es als meine Rolle, alle wichtigen Aspekte bei der Vorbereitung eines Auslandsaufenthalts im Blick zu haben.

 

Hintergrund Hier gibt es weitere Infos der Handwerkskammer Dortmund zum Thema Auslandspraktika.

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Text: / handwerksblatt.de

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