Bündeln ihre Kräfte (v.l.): Bernd Tischler (Oberbürgermeister der Stadt Bottrop), Sabine Wißmann (Amtsleiterin der Wirtschaftsförderung, Stadt Bottrop), Egbert Streich (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West), Frank Thiemann (Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit Gelsenkirchen), Thomas Harten (Geschäftsführer der Handwerkskammer Münster) und Jürgen Mehls (Geschäftsführer des Jobcenters Arbeit für Bottrop)

Bündeln ihre Kräfte (v.l.): Bernd Tischler (Oberbürgermeister der Stadt Bottrop), Sabine Wißmann (Amtsleiterin der Wirtschaftsförderung, Stadt Bottrop), Egbert Streich (Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West), Frank Thiemann (Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit Gelsenkirchen), Thomas Harten (Geschäftsführer der Handwerkskammer Münster) und Jürgen Mehls (Geschäftsführer des Jobcenters Arbeit für Bottrop) (Foto: © Stadt Bottrop)

Gemeinsam Zukunft gestalten

In Bottrop sollen Leistungen des Handwerks sichtbarer werden. Dazu gibt es zwei Veranstaltungen der Handwerkskammer Münster.

"Leidenschaft ist das beste Werkzeug", steht auf einem Plakat der Handwerkskammer Münster a Eingang des Ortes der Auftaktveranstaltung der Reihe "Gemeinsam Zukunft gestalten. Bottrop – digital und innovativ". Das Handwerk ist einer der wichtigsten Faktoren unserer Gesellschaft. Damit dies auch so bleibt, lud ein Bündnis aus Handwerkskammer Münster, Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West, Arbeitsagentur und der Wirtschaftsallianz Bottrop am Donnerstag zur Auftaktveranstaltung der Reihe "Gemeinsam Zukunft gestalten. Bottrop – digital und innovativ" ein, um den Wert des Handwerks und seine Zukunft deutlich zu machen.

Die Bottroper Handwerksbetriebe hätten auch im Bereich von InnovationCity Besonderes geleistet, betonte Oberbürgermeister Bernd Tischler in seiner Eröffnungsrede: "Ich bin Fan des Handwerks, ohne das Handwerk läuft hier nichts." Allerdings habe die Pandemie und der Lockdown neben Stärken auch Schwächen aufgezeigt, viele Dinge ließen sich digital schneller und kostengünstiger erledigen. Arbeitsabläufe könne man durch Digitalisierung vereinfachen und professionalisieren, die Mitarbeiter zielgerichteter einsetzen und entlasten, hieß es in der Podiumsdiskussion mit Vertretern der Initiative und Geschäftsführern Bottroper Handwerksbetriebe. Der vorhandene Fachkräftemangel bedeute auch, die vorhandenen Mitarbeiter optimal einzusetzen und von einfachen Arbeiten durch Digitalisierung zu entlasten. Digitalisierung biete enorme Chancen und Möglichkeiten, auch über Soziale Medien könnten Betriebe bekannt werden, Kunden angesprochen und erfolgreich geworben werden. Digitalisierung müsse dabei sinnvoll auch Gewerke übergreifend sein und die Mitarbeiter müssten gründlich geschult werden. Besonders ältere Mitarbeiter stünden radikalen Veränderungen oft noch skeptisch gegenüber. Betriebsspezifische Digitalisierung sei eine unabdingbar notwendige "Investition in die Zukunft", besonders in unserer vernetzten Industrieregion.

Viele Aufgaben für die Zukunft

Es seien viele Zukunftsaufgaben zu lösen, erläuterte Thomas Harten, Geschäftsführer der Handwerkskammer Münster. Veränderungen im Klimaschutz, Gebäudesanierung, Mobilität oder demografischer Wandel seien ohne funktionierendes Handwerk nicht zu erreichen, man brauche zukünftig viel mehr Handwerker. Mario Heinemann (HWK) ergänzte: "Es ist eine gemeinsame Aufgabe, wir müssen die Kräfte bündeln, um etwas zu erreichen."

Ein zweiter Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Verbesserung des Images. Handwerk gelte oft als veraltet und verstaubt und habe teilweise Schwierigkeiten, Nachwuchskräfte zu bekommen. Allerdings sei das Handwerk viel moderner und innovativer als viele Ausbildungssuchende glauben. "Das Handwerk ist zukunftsfähig", ist sich Gernot Miller von der Wirtschaftsförderung Bottrop sicher. Eine Imagekampagne soll über die öffentliche Wahrnehmung Schulabgänger, Studienabbrecher und Jugendliche erreichen und für das Handwerk motivieren. Betriebe sollen sich einbringen und präsentieren und Teil der Kampagne werden. Es gehe auch um die gesellschaftliche Wertschätzung des Handwerks und ihrer Mitarbeiter, sagte Thomas Harten. Handwerker seien hochqualifiziert, erfüllten lukrative Tätigkeiten und seien Mittler zwischen Herstellern und Verbrauchern: "Handwerker werden händeringend gesucht und haben exzellente berufliche Perspektiven." Zum Ausklang der Veranstaltung hatten die Gäste Gelegenheit, in lockeren Gesprächen Erfahrungen auszutauschen oder mit den Fachleuten spezielle Probleme zu erörtern. Die Veranstaltung fand unter Einhaltung der 3-G-Regularien statt. Die wieder mögliche Form der persönlichen Begegnung wurde von vielen Teilnehmern erleichtert begrüßt.

 

Hintergrund und InfosTermine Nächster Termin in Bottrop ist das Netzwerkfrühstück "Digitales Handwerk Bottrop" am Mittwoch, 3. November, von 8.30 bis 10 Uhr  Am Mittwoch, 24. November, findet der Digitalisierungssprechtag fürs Bottroper Handwerk statt. 
Anmeldung Weitere Infos und Anmeldung bei Mario Heinemann, Tel.: 0251/5203-309 oder E-Mail mario.heinemann@hwk-muenster.de. Weitere Infos über die Veranstaltung gibt es online hier unter dem Suchbegriff "wertschätzen".
Hintergrund Jederzeit können Betriebe die vielfältigen Produkte der Imagekampagne des Handwerks auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden, um sich professionell und medienwirksam zu präsentieren. Neu ist die regionale Ausrichtung der Kampagnenelemente auf Bottrop und Gelsenkirchen sowie im kommenden Jahr auch auf den Kreis Recklinghausen.
Ansprechpartnerin Kontakt bei der Handwerkskammer Münster Karin Tomkötter, Tel.: 0251/5203-118 oder E-Mail: karin.tomkoetter@hwk-muenster.de

Text: / handwerksblatt.de

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