Das Team der Golem GmbH – flankiert von HWK-Präsident Wolf-Harald Krüger (l.) und Ministerpräsident Dietmar Woidke (r.)

Das Team der Golem GmbH – flankiert von HWK-Präsident Wolf-Harald Krüger (l.) und Ministerpräsident Dietmar Woidke (r.) (Foto: © Foto Goethe)

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Hohe Ehrung für Kreativität und Innovation

Handwerkspolitik

Sechs Unternehmen wurden am 1. Dezember mit dem wichtigsten Wirtschaftspreis des Landes, dem "Zukunftspreis Brandenburg" 2023, ausgezeichnet. Sie überzeugten die Jury von ihren besonderen Leistungen.

Das sind die sechs siegreichen Unternehmen, die sich in mehreren Runden in einem enorm leistungsstarken Umfeld gegen insgesamt 104 Bewerber beim Zukunftspreis Brandenburg durchgesetzt haben: Helmut Magdeburg GmbH aus Oranienburg, Tinglev Elementfabrik GmbH aus Altlandsberg, Gas Neumann Versorgungstechnik GmbH aus Bestensee, Tilse GmbH aus Nennhausen / Ortsteil Liepe, Golem – Kunst und Baukeramik GmbH aus Jacobsdorf / Ortsteil Sieversdorf und Bosig Baukunststoffe GmbH aus Elsterwerda.

Unternehmerische Leistungen, die Mut machen

Kein anderer Preis steht für die Vielfalt der kleinen und mittleren Unternehmen wie der 2004 ins Leben gerufene Wettbewerb der Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammern. Der Zukunftspreis würdigt besondere unternehmerische Leistungen. Und damit Beispiele, die Mut machen: kreative, aktive und innovative Unternehmerinnen und Unternehmer, die auch in schwierigen Zeiten die Ärmel hochkrempeln und in die Zukunft investieren.

Das belegen auch die diesjährigen Gewinner eindrucksvoll. Die Preisträger erwirtschafteten im Jahr 2022 einen Umsatz von mehr als 73 Millionen Euro. Sie beschäftigen rund 530 Frauen und Männer und bilden über 45 junge Menschen aus.

Festliche Gala zur Ehrung der siegreichen Handwerksunternehmen

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) betonte in seiner Rede: "Die Preisträger entwickeln zukunftsweisende Produkte und Verfahren, bieten ganz besonders gute Berufsausbildungen an oder machen mit einer außergewöhnlichen Unternehmensführung auf sich aufmerksam. Ich freue mich, dass der Zukunftspreis seit vielen Jahren das richtige Format bietet, um diese ganz besonderen Unternehmerinnen und Unternehmer aus Brandenburg ins Rampenlicht zu holen. Ohne sie gäbe es keine Lösungen für unsere Probleme, keine innovativen Produkte, keine praktischen Impulse. Sie übernehmen Verantwortung. Sie gestalten Zukunft – dafür danke ich ihnen. Es ist unseren tatkräftigen Unternehmerinnen und Unternehmern zu verdanken, dass sich die brandenburgische Wirtschaft bemerkenswert entwickelt hat. In diesem Jahr werden wir Champion sein, weil wir die höchste Wirtschaftsdynamik im Vergleich aller Bundesländer haben."

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Für die drei siegreichen Unternehmen aus dem brandenburgischen Handwerk war der Abend eine besondere Sternstunde, die bei der festlichen Gala im Holiday Inn Berlin Airport Conference Centre in Schönefeld mit Mitarbeitern, Angehörigen und Freunden entsprechend gefeiert wurde.

Helmut Magdeburg GmbH

HWK-Präsident Robert Wüst (l.) mit den Vertretern der Helmut Magdeburg GmbH Foto: © Foto GoetheHWK-Präsident Robert Wüst (l.) mit den Vertretern der Helmut Magdeburg GmbH Foto: © Foto Goethe

Der Spezialist für Elektro- und Blitzschutzanlagen mit mehr als 70 Mitarbeitern überzeugt sowohl mit seinem starken Umsatz- als auch Personalwachstum. Die Zahl der Azubis hat sich in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt auch dem Angebot des Azubi-Austausches und der Azubi-Lehrfahrten zu verdanken. Das Leitbild "Geben und Nehmen" äußert sich in der starken Mitarbeiterorientierung.

Von Beginn an war es das Ziel des Unternehmens, handwerkliche Begeisterung in einer generationenübergreifenden, überregionalen Gemeinschaft mit familiären Wurzeln zu leben. Laudator Robert Wüst, Präsident der HWK Potsdam, sagte: "Diese im Unternehmen gelebte Vision ließ die Helmut Magdeburg GmbH zu einem Vorbild in der gesamten Branche werden. Der 1982 von Helmut Magdeburg gegründete Betrieb steht für unternehmerischen Erfolg, Herz und Menschlichkeit."

Gas Neumann Versorgungstechnik GmbH

Foto: © Foto GoetheFoto: © Foto Goethe

Erfolgreiche Familientradition in vierter Generation: Alexander Neumann ist ein Unternehmer, der für seine Branche brennt, der eine beeindruckende Entwicklung bei Umsätzen und Mitarbeiterzahlen nachweisen kann und Jugendlichen eine Chance gibt. In dem Ausbildungsunternehmen steckt eine hohe Innovationskraft. So wurde in diesem Jahr ein neuartiges Bauprojekt mit einem riesigen Eisspeicher umgesetzt. Dabei wird Energie aus gefrierendem Wasser gezogen, die dann Wärmepumpen speist.

Die Gewerbeanmeldung des Unternehmens geht zurück auf eine vom Kaiser unterschriebene Urkunde zum Betreiben der Gaslaternen in Altberlin. Christian Kistner, Vorstandsmitglied der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), ging in seiner Laudatio auf die lange Tradition ein: "Das Unternehmen kann auf 120 Jahre Firmengeschichte und eine beeindruckende Entwicklung auch in diesem so wichtigen Jahrzehnt der Transformation zurückblicken."

Golem  – Kunst und Baukeramik GmbH

Gründer Tomas Grzimek formte ein Unternehmen, ohne das die Mehrzahl der Restaurierungen brandenburgischer Kirchen so nicht denkbar gewesen wäre. Stellte Golem in den 90er-Jahren überwiegend Ziegel nach mühsam rekonstruierten "Originalrezepten" her, verlagerte sich die Produktion hin zu handgefertigten Fliesen aus der Gründerzeit und die Restauration historischer Gebäude.

Heute ist das Unternehmen europa- und weltweit das einzige, das Fliesen dieser Epochen originalgetreu herstellt und eine breite Produktpalette anbietet. Ob im Kopenhagener Hauptbahnhof, den Hackeschen Höfen in Berlin, im Londoner Kaufhaus Harrods, in Wiener oder Prager Kirchen oder New Yorker Hochhäusern – überall sind Produkte von Golem zu finden. Laudator Wolf-Harald Krüger, Präsident der HWK Frankfurt (Oder), lobte: "Die Meisterschaft dieses Handwerksbetriebs hat international schon oft wahre Wunder vollbracht."

Die Unterstützer des Zukunftspreises BrandenburgZu den Unterstützern und Partnern des Zukunftspreises zählen die je drei Handwerkskammern und IHK sowie die ILB, die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH, die Deutsche Bank, die Bürgschaftsbank Brandenburg, die EWE AG sowie die Agenturen für Arbeit Eberswalde, Frankfurt (Oder), Potsdam und Neuruppin.

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Text: / handwerksblatt.de

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