Postkartenaktion gegen Einschnitte in die Versorgung
Mit einer Postkartenaktion ruft der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik Betriebe und Patienten dazu auf, sich an die Gesundheitsminister zu wenden, um Einschnitte in die Hilfsmittelversorgung zu verhindern.
Bundesweit ruft der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) Betriebe und Patienten mit einer Postkartenaktion dazu auf, sich an die Gesundheitsminister der Länder und den Bundesgesundheitsminister zu wenden, um auf die Folgen der geplanten Sparmaßnahmen aufmerksam machen. Ziel ist es, die Bundesländer dazu zu bewegen, den Vermittlungsausschuss zur Wiedereinführung von Hilfsmittelausschreibungen anzurufen und die individuelle Versorgung zu erhalten.
Unter dem Motto "Mein Netz reißt" wenden sich Menschen, die auf Hilfsmittel angewiesen sind, an die Politik. Mit fünf Postkartenmotiven will der BIV-OT zeigen, was für Betroffene auf dem Spiel steht: Mobilität, Selbstständigkeit, Schmerzfreiheit und gesellschaftliche Teilhabe. Denn der beschlossene Drei-Prozent-Abschlag und die geplante Wiedereinführung von Ausschreibungen gefährden laut BIV-OT die wohnortnahe, individuelle Versorgung. Mit der Postkartenaktion erweitert der BIV-OT seine Kampagne "#gesundheitsnetzreisst."
Fünf Postkartenmotive
DownloadsHier können Sie die Postkartenmotive kostenlos runterladen.Bisher hat der Verband mit Social-Media-Beiträgen auf die drohenden Folgen für die Versorgungsstrukturen aufmerksam gemacht. Nun sollen die Stimmen der Patienten bei den politischen Entscheidungsträgern ankommen. Die Postkarten zeigen verschiedene Lebenssituationen der Menschen. Auf der Rückseite richten sich die Betroffenen mit einer klaren Botschaft an die Politik: "Meine Hilfsmittel sichern meinen Alltag." Sie sollen deutlich machen, dass Einsparungen in der Versorgung ihre Lebensqualität gefährden können, ohne die Krankenkassenbeiträge wesentlich zu entlasten.
Eins der Postkartenmotive, mit denen sich der BIV-OT für den Erhalt einer verlässlichen Hilfsmittelversorgung einsetzt. Foto: © BIV-OT Mitgliedsbetriebe können die Postkarten in ihren Räumlichkeiten auslegen und Patienten auf die Aktion aufmerksam machen. Dafür stellt der BIV-OT die fünf Motive sowie die Rückseiten mit den bereits vorausgefüllten Anschriften des Bundesgesundheitsministers und der Gesundheitsminister der 16 Bundesländer zum Download bereit. Die Betriebe können die gewünschten Motive und Adressseiten selbst zusammenstellen, ausdrucken und an ihre Patienten weitergeben.
BIV-OT fordert konkrete politische Schritte
Mit Blick auf die kommende Bundesratssitzung fordert der BIV-OT die Länder auf, die Wiedereinführung von Ausschreibungen nicht hinzunehmen und sich für die Anrufung des Vermittlungsausschusses einzusetzen. Bereits vor der Verabschiedung des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes hatten Bundesländer Verständnis für die schwierige Situation der Branche und Unterstützung signalisiert. Nun kommt es aus Sicht des Verbandes darauf an, konkrete politische Schritte folgen zu lassen.
Quelle: BIV-OT
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Text:
Lars Otten /
handwerksblatt.de
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