F√ľr jedes Gel√§nde geeignet: der VW Amarok ‚Äď hier beim H√§rtetest in S√ľdafrika.

F√ľr jedes Gel√§nde geeignet: der VW Amarok ‚Äď hier beim H√§rtetest in S√ľdafrika. (Foto: ¬© VW)

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Alte Pick-up-Player im neuen Gewand

Der Markt f√ľr Pick-ups ist von den Modellen her kr√§ftig geschrumpft. Mit dem VW Amarok und dem Ford Ranger starten Bekannte im neuen Gewand.

Müssen Literaten das Gesamtwerk eines Autors durcharbeiten, wählen sie meist Georg Büchner. Gerade mal sechs Werke, alle mit Weltruf, schuf er in den 24 Jahren seines kurzen Lebens. Ähnlich verhält es sich mit Pick-ups: Wollen Motorjournalisten schnell eine Marktübersicht einer Autogattung erstellen, sind es Pick-ups. Denn die Zahl der ohnehin wenigen Anbieter hat sich noch einmal deutlich reduziert.

Wobei man auch ehrlich sein muss: Selbst die einst zweistellige Zahl an Anbietern ist wenig beeindruckend, weil es zum Teil Kooperationsmodelle waren. Der Nissan Navara war Basis für die X-Klasse von Mercedes-Benz, aber auch Pate des Renault Alaskan. Die Anbieter mit dem Stern und der Raute hatten ihr Modell schon eher vom Markt genommen, beim Navara sorgten die strengeren EU-Abgasnormen für das Aus.

Konkurrenz für Marktführer Ford Ranger?

Dafür sind neue Kooperationsmodelle angetreten, wobei es sich diesmal um Partner handelt, die vorher jeweils eigene Wege gegangen sind: Ford und VW. Sie bauen ihren Ranger bzw. Amarok auf einer gemeinsamen Plattform in Südafrika unter Leitung von Ford – ein weiterer Baustein im Rahmen der Kooperation in Sachen Nutzfahrzeuge. Ab Mai stehen die Fahrzeuge bei den Händlern, und man darf gespannt auf den Wettbewerb sein. Denn Ford war mit seinem Ranger unangefochtener Marktführer.

Beide Modelle kommen als Vier- sowie als Sechszylinder, den Vierzylinder gibt es in unterschiedlichen Leistungsstufen (siehe tabellarische Marktübersicht) – und ausschließlich als Diesel. Wobei damit auch schon feststeht: In dieser Konfiguration werden sie auch nur ein paar Jahre ihr Dasein fristen, ehe die neue Abgasnorm EU7 den reinen Verbrennern wohl endgültig den Garaus macht, weil sich die vorgeschriebenen Werte nicht erreichen lassen.

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Kleinere Spezialisten ergänzen den Markt

Neben diesen beiden Big Playern ist der Pick-up-Markt kleineren Spezialisten vorbehalten. Zu den Promis zählt noch der L200 von Mitsubishi, der vor dem Auftritt des Ford Ranger stets mit Nissan um Platz eins in der Zulassungsstatistik kämpfte. Auch vorne mit dabei war der Weltmarktführer von Toyota, der Hilux, der nicht zuletzt dank spektakulärer Videos der britischen Reihe Top Gear Kultstatus hat. Hinzu kommen noch der Musso des koreanischen Autobauers SsangYong, das Importmodell Dodge Ram und der D-Max von Isuzu sowie der Jeep Gladiator.

Dabei geht es um einen Markt, der hierzulande nicht wirklich groß ist: In Spitzenzeiten gab es bundesweit über 20.000 Zulassungen – und die Käufer waren eher Lifestyle orientiert. Viel Chrom, viel Schick statt praktischer Nutzwert. Das zeigte sich auch darin, dass die als reine Arbeitstiere vorgesehenen Modelle sang- und klanglos vom Markt verschwanden, weil sie kaum Käufer fanden. Im letzten Jahr hat sich der Markt in Deutschland bei rund 17.600 Neuzulassungen eingependelt, wobei in der Statistik der VW Amarok fehlte. Sein neuer Aufschlag könnte die Zahlen wieder nach oben treiben.

Unangefochten mit rund 8.000 Einheiten ist nach wie vor der Ford Ranger, gefolgt übrigens von RAM mit deutlichem Abstand. Der Import-Pick-up bringt es demnach auf 3.500 Neuzulassungen, ehe dahinter mit rund 2.200 Modellen der Toyota Hilux folgt.

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Text: / handwerksblatt.de

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