Video-Fahrbericht: Mitsubishi L200
Von Profis für Profis: Der Pick-up L200 von Mitsubishi mit Edelstahl-Hardtopausbau inklusive Klappen- und Bugschiebefenster und Schiebeplateau.

Von Profis für Profis: Der Pick-up L200 von Mitsubishi mit Edelstahl-Hardtopausbau inklusive Klappen- und Bugschiebefenster und Schiebeplateau. (Foto: © Manuel Quirl)

Mitsubishi L200 – ein Offroad-Spezialist mit Ladefläche

Der Pick-up L200 von Mitsubishi kann schweres Gelände. Mit Spezialumbauten und Werkzeugen von Milwaukee ist er eine Allzweckwaffe fürs mobile Arbeiten.

Geht es um die Optik, gehören Pick-ups zu den Modellen, die immer die Blicke auf sich ziehen. Sie sind groß, sehen martialisch aus und können nicht nur flott über die Autobahn, sondern auch ins schwer zugängliche Gelände. Deshalb sind Pick-ups bei Handwerkern, aber auch Forst- und Waldarbeitern sowie Landwirten sehr beliebt. Nach einem rasanten Hype hierzulande ist im Markt eine gewisse Ruhe eingekehrt. Die Vielzahl an Modellen hat sich deutlich verringert, übrig geblieben sind die, die sich jenseits des Asphalts bewährt haben.

L200 in der 6. Generation

Wer es bequem haben will, sollte daher lieber gleich die vorgestellte Doppelkabine wählen. Foto: © Manuel QuirlWer es bequem haben will, sollte daher lieber gleich die vorgestellte Doppelkabine wählen. Foto: © Manuel Quirl

Dazu gehört der Mitsubishi L200, den es bereits seit 1978 gibt. Zwischen der heutigen und der ersten Generation liegen natürlich Welten: Heute erwerben Kunden bereits die 6. Generation des robusten Allradlers, den die Marke mit den drei Diamanten mit dem Slogan "Der Profi für Profis" anbietet. Zwei Versionen gibt es: als Doppelkabiner und als Club Cab mit 2+2 Sitzen, was die Version ist, die uns Mitsubishi zur Verfügung gestellt hat. Vier Personen finden hier Platz, wobei die beiden hinteren Sitze eher den Charakter von Notsitzen haben. Wer es bequem haben will, sollte daher lieber gleich die Doppelkabine wählen.

Ein Pick-up, eine Motorisierung

Ein Blick auf den Motor: Der L200 kommt ausschließlich als 2,2-Liter-ClearTec-Turbodiesel mit 110 kW/150 PS daher. Das Aggregat leistet ein Drehmoment von 400 Newtonmetern und kann den Wagen auf ein Toptempo von 174 km/h bringen. Für den Sprint auf Tempo 100 braucht er 12,4 Sekunden. Der kombinierte Verbrauch liegt bei 7,6 Litern pro 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 200 Gramm je Kilometer entspricht. In der Praxis lassen sich die Werte aber nur annähernd erreichen – und mit dem Worker Hardtop-Umbau und der zusätzlichen Last schon gar nicht.

Schalt- und Automatikgetriebe

Dafür kann das Fahrzeug schwieriges Gelände. Als Standard gibt es ein Sechsgang-Schaltgetriebe, Käufer einer Doppelkabine können alternativ eine neu entwickelte Sechs-Gang-Wandlerautomatik ordern. Der L200 verfügt über den zuschaltbaren Allradantrieb "Easy Select 4WD", alternativ dazu gibt es das permanente "Super-Select-4WD-II"-Allradsystem. Bleibt der Allradmodus aus, kommt die Kraft des Selbstzünders nur bei den Hinterrädern an. Den Allradmodus, in dem Fall die Kraftübertragung an die Vorderräder, kann der Fahrer jederzeit dazuschalten, auch wenn er fährt. Das funktioniert bis Tempo 100.

Allrad zuschaltbar

Foto: © Manuel QuirlFoto: © Manuel Quirl

Die Auswahl erfolgt über den Drehschalter in der Mittelkonsole. 2H bedient nur die Hinterachse, 4H ist der starre Allradantrieb mit einer Verteilung von 40 Prozent vorne, 60 Prozent hinten. Für schweres Gelände sperrt der Modus 4HLc das Mitteldifferential und verteilt das Drehmoment symmetrisch. Noch mehr geht im Modus 4LLc, was gesperrtes Mitteldifferential und Geländeuntersetzung bedeutet, um bei niedrigen Geschwindigkeiten im extremen Gelände vorwärts zu kommen.

Viele Helfer

Zwei weitere Helfer sind eine Bergabfahrhilfe, die bei Abfahrten die Geschwindigkeit konstant hält und eine neue Offroad-Traktionskontrolle. Damit kann der Fahrer zusätzliche Fahrmodi für die Untergründe Schotter, Schnee, Sand und steiniger Boden auswählen. Das bietet mehr Sicherheit, weil das System Motor, Automatikgetriebe und Bremsen kontrolliert. Dabei passte es Reifenhaftung und Performance den Gegebenheiten an.

Komfortable Kabine

Aufgeräumtes Cockpit: der Fahrer bekommt Unterstützung von vielen elektronischen Helfern, darunter Tempomat, ein Auffahrwarnsystem inklusive, Fußgängererkennung sowie ein Spurhalteassistent. Foto: © MitsubishiAufgeräumtes Cockpit: der Fahrer bekommt Unterstützung von vielen elektronischen Helfern, darunter Tempomat, ein Auffahrwarnsystem inklusive, Fußgängererkennung sowie ein Spurhalteassistent. Foto: © Mitsubishi

Der Fahrer selbst sitzt bequem in einer komfortabel ausgestatteten Kabine. Die Anzeigen liegen alle gut im Sichtfeld und es macht Spaß, den Pick-up zu bewegen. Unterstützung bekommt er von vielen elektronischen Helfern, darunter Tempomat, ein Auffahrwarnsystem inklusive, Fußgängererkennung sowie ein Spurhalteassistent. Zu den weiteren optionalen Helfern zählen ein Totwinkelwarner, ein Auspark- und ein Fernlichtassistent.

Optimierte Federung

In der neuen Generation hat Mitsubishi die Vorderradbremse als auch die Federung an beiden Achsen optimiert. Vorne arbeiten neue innenbelüftete, 320 Millimeter starke Scheibenbremsen, die Stoßdämpfer haben eine erhöhte Federrate. Bei unserem Sondermodell gibt es zusätzlich noch ein Offroad-Fahrwerk mit einer Auflastung sowie einer Höherlegung von 30 bis 45 Millimeter sowie Maistone-Air-Luftfederunterstützung mit einem Luftspeichertank, die mit 1.840,27 Euro plus Einbaukosten zu Buche schlägt (sämtliche Preise ohne MwSt.). Das Offroad-Fahrwerk kostet 1.948,58 Euro.

Extras für Handwerker

Für Handwerker: das Extra Schiebeplateau Modular CC mit einer fünfstufigen Blockiereinrichtung. Foto: © Manuel QuirlFür Handwerker: das Extra Schiebeplateau Modular CC mit einer fünfstufigen Blockiereinrichtung. Foto: © Manuel Quirl

Dazu gesellen sich noch weitere Extras, nämlich der Spezialumbau zum Handwerker-Profi-Modell. Auf die Ladefläche ist ein Edelstahl-Hardtop in schwarz samt Klappen- und Bugschiebefenster montiert (4.776,47 Euro, zu allen Preisen kommen noch die Ein- bzw. Umbaukosten hinzu). Dazu kommt das Schiebeplateau Modular CC mit einer fünfstufigen Blockiereinrichtung. Das kann 450 Kilogramm tragen, die Montage erfolgt ohne Bohren. Hinzu kommt noch ein Worker Hardtop-Umbau Milwaukee mit 2.309,72 Euro.

Fester Platz für Werkzeuge

L200 mit Aufbau: Für jedes Werkzeug gibt es einen festen Platz. Foto: © Manuel QuirlL200 mit Aufbau: Für jedes Werkzeug gibt es einen festen Platz. Foto: © Manuel Quirl

Der Vorteil: Für jedes Werkzeug gibt es einen festen Platz, an dem es ladungs- und crashsicher transportiert wird. Selbst an eine Stromversorgung für das Handy zum Laden ist gedacht. Mit den Milwaukee-Akkuwerkzeugen (die natürlich nicht in den genannten Preisen enthalten sind!) kann der Profiwerker an jedem beliebigen Ort unabhängig von einer Stromquelle loslegen und arbeiten. Die Ausstattung ist natürlich individuell konfigurierbar, so dass sie den eigenen Wünschen angepasst werden kann.

3,1 Tonnen Anhängelast

Letztes Extra ist noch ein Anhängebock für 1.425,06 Euro. Damit kann der Fahrer noch einmal zusätzlich 3,1 Tonnen Anhängelast mitnehmen, da die Ladefläche dem Aufbau samt Werkzeugen vorbehalten ist. Der lässt sich übrigens auch herunternehmen. Ohne Aufbau stehen beim L200 eine Ladefläche mit 1,52 Meter Länge bei der Doppelkabine und 1,85 Meter Länge beim Club Cab zur Verfügung. Je nach Modell kann der L200 bis zu knapp 1,1 Tonnen Nutzlast aufnehmen.

Preis ab 31.790 Euro netto

Die Extras haben zusammen ihren Preis und addieren sich auf 15.548,53 Euro - ohne Montage. Die richtet sich nach Stundensätzen. So kalkuliert Mitsubishi beispielsweise für den Einbau des Edelstahl-Hardtops mit vier Stunden, für das Fahrwerk fallen knapp 6,5 Stunden an und für die Luftfederunterstützung weitere vier Stunden. Der L200 selbst startet bei 31.790,00 Euro. Dafür bekommen Käufer einen Profi-Pick-up in der Club-Cab-Ausführung.

Text: / handwerksblatt.de

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