Der neue AMG GT wird von R6- und V8-Motoren mit einem Leistungsspektrum von 435 PS bis 639 PS angetrieben. Foto: © Mercedes-Benz

Hochleistung im neuen Gran-Turismo-Viertürer

Die Verkaufsfreigabe des ersten viertürigen AMG GT von Mercedes-Benz erfolgt im Sommer 2018. Bis zu 639 PS sind möglich.

Mit dem Mercedes-AMG GT hat Mercedes-Benz im Herbst 2014 ein Gran Turismo-Coupe vorgestellt, im Herbst 2016 präsentierte Mercedes-AMG erstmals den Roadster. Jetzt, nochmals 18 Monate später, knüpft neue Mercedes-AMG GT 4-Türer als erster viertüriger Sportwagen aus Affalterbach direkt an die Erfolgsmodelle SLS und AMG GT an. 

Die Verkaufsfreigabe des ersten viertürigen AMG GT erfolgt im Sommer 2018. Wer sich auf das bislang nicht bepreiste Abenteuer einlässt, erhält ein High-End-Luxus-Coupé, dessen Performance auch unter der automobilen Spitzenklasse kaum getoppt wird. Der neue AMG GT wird von R6- und V8-Motoren mit einem Leistungsspektrum von 435 PS bis 639 PS angetrieben. Der Mercedes-AMG GT 63 S 4Matic+ mit den besagten 639 PS liefert ein maximales Drehmoment von 900 Newtonmetern, das über ein breites Drehzahlband von 2500 bis 4500 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung steht. Diese Motorisierung stellt auch die Spitzengeschwindigkeit von 315 km/h bereit. Im Mercedes-AMG GT 63 4Matic+ stellt das V8-Aggregat 585 PS und 800 Newtonmeter maximales Drehmoment bereit. Der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 km/h dauert 3,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 310 km/h. 

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Eine weitere Neuheit bei AMG sind die kapazitiven Schalter direkt vor dem stilisierten V der Mittelkonsole. Foto: © Mercedes-Benz

Neben den beiden V8-Motoren ist der neue viertürige Sportwagen als Mercedes-AMG GT 53 4Matic+ als Reihensechszylinder erhältlich. Das 435 PS starke 3,0-Liter-Aggregat wird unterstützt durch eine Boost-Funktion mit bis zu 22 PS Leistung und 250 Newtonmeter Drehmoment. Der EQ Boost-Startergenerator vereint Anlasser und Lichtmaschine in einem leistungsfähigen Elektromotor, der zwischen Motor und Getriebe verbaut wurde. Diese intelligente Kombination trägt gemeinsam mit der effizienten Aufladung mit elektrischem Zusatzverdichter (eZV) und Abgasturbolader dazu bei, die AMG-typische Performance und Fahrdynamik zu gewährleisten, gleichzeitig aber auch Verbrauch und Emissionen zu senken. Der viertürige AMG GT 53 beschleunigt in nur 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht 285 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die Verbrauchswerte liegen je nach Motorisierung zwischen 9,1 und 11,2 Litern, was CO2-Emissionen von 209 bis 256 Gramm pro Kilometer entspricht.

Ansprechverhalten optimiert

Natürlich ist die gesamte Technik des Wagens auf die Hochleistung ausgerichtet. Das AMG Speedshift MCT 9G-Getriebe ist speziell auf die Anforderungen der Achtzylinder-Varianten des neuen viertürigen AMG GT 63 abgestimmt. Hierbei kommt eine nasse Anfahrkupplung zum Einsatz. Dies spart Gewicht und Massenträgheit und optimiert laut Mercedes-Benz das Ansprechverhalten. Der Reihensechszylinder ist mit dem AMG Speedshift TCT 9G-Getriebe gekoppelt.

Und das Fahrwerk:  Beim Sechszylinder-Modell kommt serienmäßig ein AMG-Fahrwerk mit Stahlfedern und Verstelldämpfung zum Einsatz. Das Fahrwerk der Achtzylinder-Varianten basiert auf der volltragenden Mehrkammer-Luftfederung AMG Ride Control+. Ein steifer Integralträger nimmt Vorderachse, Motor, Getriebe und Lenkgetriebe auf. Zu einer verbesserten Fahrleistung trägt auch Allradantrieb AMG Performance 4Matic+ bei. Eine elektromechanisch geregelte Kupplung verbindet die ständig angetriebene Hinterachse variabel mit der Vorderachse. Die bestmögliche Drehmomentverteilung wird – je nach Fahrsituation und Fahrerwunsch – laufend berechnet. Die Überblendung von Heck- zu Allradantrieb und umgekehrt erfolgt kontinuierlich, da die intelligente Steuerung in die gesamte Fahrzeugsystemarchitektur eingebunden ist.

Verbundscheiben mit Sechs-Kolben-Festsätteln

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Neben den beiden V8-Motoren ist der neue viertürige Sportwagen als Mercedes-AMG GT 53 4Matic+ als Reihensechszylinder erhältlich. Foto: © Mercedes-Benz

Entsprechend der hohen Leistungswerte und der damit verbundenen Performance verfügen die Achtzylinder-Modelle über eine groß dimensionierte Bremsanlage aus Verbundscheiben mit Sechs-Kolben-Festsätteln vorne und Ein-Kolben-Faustsätteln hinten. Die S-Variante zeichnen gelbe Bremssättel aus, während die Basis-Variante des Achtzylinders rote Bremssättel trägt.Entsprechend der hohen Leistungswerte und der damit verbundenen Performance verfügen die Achtzylinder-Modelle über eine groß dimensionierte Bremsanlage aus Verbundscheiben mit Sechs-Kolben-Festsätteln vorne und Ein-Kolben-Faustsätteln hinten. Die S-Variante zeichnen gelbe Bremssättel aus, während die Basis-Variante des Achtzylinders rote Bremssättel trägt.

Über die Innenausstattung muss man nicht viele Worte verlieren. Bei einem Auto, das laut Schätzungen nicht weniger als 150.000 Euro kosten wird, werden Multimedia- und Sicherheitstechnologien sowie die Komfortmerkmale auf dem allerneuesten Stand sein und wohl – wenn überhaupt – nur sehr wenig Wünsche offen lassen.

Kapazitive Schalter

Nur ein Beispiel: Eine weitere Neuheit bei AMG sind die kapazitiven Schalter direkt vor dem stilisierten V der Mittelkonsole. Über diese Näherungsschalter lassen sich Rückfahrkamera, Navigation, Radio, Media, Telefon und Fahrzeug­einstellungen bedienen. Nähert sich der Finger der Schaltfläche mit minimalem Abstand, leuchtet das entsprechende Symbol direkt in der Head-Unit auf und wählt den Menüpunkt vor. Durch Drücken wird die entsprechende Funktion letztendlich aktiviert. Der Fahrer muss den Blick nicht abwenden, denn der entsprechende Menüpunkt wird gleichzeitig im Multifunktions-Display des Widescreen-Cockpits angezeigt, was für ein Plus an Fahrsicherheit sorgt.

Fotos: © Mercedes-Benz

Text: / handwerksblatt.de

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